Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) trauert um ihr Beiratsmitglied Rupert Neudeck. „Wir haben einen unersetzlichen Ratgeber und Unterstützer verloren, der unsere Menschenrechtsarbeit mit großem Enthusiasmus begleitet hat“, erklärte der GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch am Dienstag in Göttingen.
Neudeck hat uns Mut gemacht, wenn unsere Kräfte angesichts grauenvoller Verbrechen wie Völkermord, Massakern und Vertreibungen zu schwinden drohten. Er hat uns bestätigt und gestärkt in unserer Überzeugung, keine Kompromisse einzugehen, wenn Menschenleben auf dem Spiel stehen und bedrohte Minderheiten Schutz brauchen. Gemeinsam entwickelten wir auch unkonventionelle Ideen. Er wollte schnell und unbürokratisch helfen und war auch in besonders schwierigen Krisensituationen wie Bosnien, Afghanistan oder Syrien in kürzester Zeit vor Ort, um den überlebenden Opfern beizustehen. Wir werden seinen Rat, seinen unbestechlichen Blick für das Wesentliche und sein mitreißendes Engagement für Notleidende sehr vermissen.“

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