Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
„Wortspende“ zur Menschenrechtskampagne „Rettet Darfur“ der GfbV
Die Nachrichten der jüngsten Zeit aus der westsudanesischen Provinz Darfur malen ein Bild des Grauens und Schreckens. Viele tausend Menschen sind den Massakern der Reitermilizen, die mit Unterstützung der Regierung die Bevölkerung terrorisieren, bereits zum Opfer gefallen. Ohne Zahl sind die Vergewaltigungen, Verstümmelungen und Vertreibungen. Hunderttausende befinden sich auf der Flucht in den benachbarten Tschad. Verbrannte Dörfer, geplünderte Häuser zeichnen eine Spur der Verwüstung in dem gequälten Land.
Wehrlose Zivilisten werden in der Region bombardiert. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen geraten selbst in Gefahr und sind oftmals gezwungen, die letzten verbleibenden Hilfsangebote für die geschundene Bevölkerung auch noch einzustellen. All die heute verwüsteten Äcker und Felder werden auch im nächsten Jahr keine Früchte tragen und die Bevölkerung auch im nächsten Jahr dem Hungertod ausliefern.
Während sich die Situation im Sudan verschärft, scheint das Interesse der Weltöffentlichkeit abzunehmen. Die Zeitungen berichten, dass die Bereitschaft, in Darfur zu helfen, dramatisch gesunken sei. Das Welternährungsprogramm hat von den benötigten Geldern, um in diesem Jahr Darfur und andere Teile des Sudans auch nur mit den nötigsten Grundnahrungsmitteln zu versorgen, lediglich einen Bruchteil zur Verfügung. Das Kinderhilfswerk Unicef erhielt bis Ende März nur drei Prozent der Mittel, die es für seine Arbeit dort veranschlagt hat.
Wer die Bilder von abgemagerten sterbenden Kindern mit ihren weit aufgerissenen Augen gesehen hat, Kindern, die zu schwach waren, um noch zu weinen, der muss handeln. So wie die Weltgemeinschaft handeln muss, will sie sich nicht zum Komplizen der verbrecherischen Schlächter machen.
Jetzt muss sich zeigen, ob all die politischen Erklärungen auf diversen Gipfelkonferenzen gegen Völkermord, ethnischen Säuberungen, Vertreibungen, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit auch praktische Folgen haben – alles andere würde ein erneutes katastrophales Scheitern der internationalen Gemeinschaft bedeuten. Die UNO muss endlich entschlossen handeln! Wir werden uns eines Tages nicht damit herausreden können, von allem nichts gewusst zu haben.
Deshalb mein Appell an Sie alle:
Schauen Sie nicht weg – Handeln Sie!
Helfen Sie den Menschen in Dafur – damit das Töten und Morden ein Ende hat und die Menschen im Sudan eines Tages wieder eine lebenswerte Zukunft haben!

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