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Aktuelles News & Artikel Yezidische Flüchtlinge im Irak warten auf Rettung

UN muss hilflose Zivilisten vor Mord und Vergewaltigung schützen!

Yezidische Flüchtlinge im Irak warten auf Rettung

Yezidische Flüchtlinge im Irak warten auf Rettung
© Daniel Matt/GfbV

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Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.

Alarmierende Hilferufe erreichen die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) aus dem äußersten Nordwesten des Irak. Islamistische ISIS-Kämpfer sollen dort während ihres Vorrückens innerhalb weniger Tage schon mindestens 300 kurdische Yeziden getötet und rund 500 yezidische Frauen gefangen genommen haben. In panischer Angst vor den Extremisten sind bis zu 200.000 Angehörige dieser uralten Religionsgemeinschaft aus ihrem Hauptsiedlungsgebiet Sinjar in das gleichnamige Gebirge geflohen. Den Yeziden droht ein Völkermord, befürchtet die GfbV, denn die Islamisten halten sie für „Ungläubige“ und „Teufelsanbeter“.

Laut Augenzeugenberichten ist die Lage der Flüchtlinge katastrophal. Bei tagsüber sehr hohen Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius leiden sie ohne Nahrungsmittel und Wasser Hunger und Durst. Augenzeugen berichten, viele Menschen – vor allem Kinder – seien am Ende ihrer Kräfte.

„Angesichts der erschütternden Schilderungen reicht es nicht aus, dass die Vereinten Nationen die Ereignisse im Sinjar lediglich verurteilen“, erklärte der GfbV-Nahostreferent Kamal Sido am Donnerstag in Göttingen und mahnte: „Die UN haben sich in ihrer Charta verpflichtet, hilf- und schutzlose Zivilbevölkerungen vor Gefahren zu schützen. Das muss jetzt vordringliche Aufgabe sein! Es gibt keinen Zweifel am mörderischen „Programm“ der ISIS-Extremisten: Sie wollen Andersgläubige um jeden Preis vernichten. Wer nicht schnell genug laufen kann, wird zwangskonvertiert, vergewaltigt oder getötet.“

Sido forderte direkte Hilfe für die in den Bergen eingeschlossenen Flüchtlinge. Sie könnten sich nicht aus eigener Kraft befreien und müssten wenigstens mit einer Luftbrücke mit dem Nötigsten versorgt werden. Um die Zivilisten vor Mord und Totschlag zu bewahren, müsse sofort ein Krisenstab gebildet werden, der schnellstens wirksame Schutzstrategien für die Zivilisten erarbeitet.

Dr. Kamal Sido – GfbV-Nahostreferent – ist erreichbar unter Tel. 0551 499 06 18 oder 65]G378oED@92?.

Header Foto: © GfbV/Daniel Matt

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