Kontakt Regionalgruppe Düsseldorf

EMail an die Gruppe : duesseldorf@gfbv-rg.de

  • Klaus Deuchert  
    Im Umweltzentrum 
    Merowingerstraße 88
    D-40225 Düsseldorf 
    Tel.: 0211  46 82 74 84
  • Anke Konietzny
    Tel. : 0211 75 05 38
    mobil : 0157 57 94 95 86
    anke.gfbv@gmx.de 
  • Mike Harrington
    Tel.: 0203  37 14 33
    mobil : 0157 88 05 72 94
    m.harrington@gmx.de

Interessieren Dich fremde Kulturen ?
Liegen Dir Menschenrechte am Herzen ?
Bist Du selber betroffen ?

Unser Themenschwerpunkt ist die Schnittstelle
zwischen indigenen Gemeinschaften
und Klima- und Umweltfragen.

Wir suchen Verstärkung für gemeinsame Aktionen.

Wir verabreden uns spontan telephonisch und per eMail.

Trau Dich und sprich uns an !

Veranstaltungen

Mittwoch, 01. Mai 2019 11:00 bis ca. 17:00

GfbV-Stand am Maifeiertag beim DGB-Familienfest am Rheinufer

2019 ist das Jahr der indigenen Sprachen.
Die GfbV wird dazu noch eine besondere Aktion durchführen.
Auch unser Stand ist besonders dem weltweiten Sprachensterben und seinen Ursachen gewidmet.

Wir bringen ein Sprachenrätsel und das "Weltkarten-Memory" wieder mit.
Wer mag, kann bei den Maifeiertags-Veranstaltungen der vergangenen Jahre schon mal lünkern ...

Wir sind in Sichtweite des Apollo-Theaters auf dem Johannes-Rau-Platz in Düsseldorf zu finden.

Bus 726,  Bahnen 706, 708, 709 bis Landtag/Kniebrücke

Wer schon hier mehr über das Sprachensterben erfahren möchte, sollte weiterlesen ...

 

Alle zwei Wochen stirbt eine Sprache.

Glaub‘se nich ?

In den letzten 40 Jahren sind rund 1000 Sprachen ausgestorben 
- die meisten davon in den Regenwäldern am Äquator.
6000 Sprachen gibt es noch weltweit - davon 200 allein in Europa.

 

Alle zwei Wochen stirbt eine Sprache.

Woran denn ?

Am Nichtgesprochenwerden.
Vor allem in schriftlosen Sprachen wird Wissen und Tradition
nur mündlich weitergegeben.

 

Alle zwei Wochen stirbt eine Sprache.

Echt jetz‘ ? Wieso ?

Die Gründe sind vielfältig :
Verbot, Diskriminierung, Kindesentzug, Umsiedlung, Landraub,
Verstädterung oder schlicht
die erdrückende Präsenz der Mehrheitssprache.

 

Alle zwei Wochen stirbt eine Sprache.

Ja und wie reden die Leute dann ?

Sie sprechen notgedrungen die Sprache der Mehrheitsgesellschaft
d.h. häufig die der Unterdrücker.

 

Alle zwei Wochen stirbt eine Sprache.

Ja und ?

Mit der Sprache gehen auch Kultur, Tradition, Weltanschauung
und Identität verloren.

 

Alle zwei Wochen stirbt eine Sprache.

Was kümmert‘s mich ?

Ihr Wissen über lokale Umwelt und Ökologie geben indigene
Völker mündlich an die nächste Generation weiter.
Dieser Reichtum an Erfahrung geht der ganzen Menschheit
verloren, wenn es keine Worte mehr dafür gibt.

 

Alle zwei Wochen stirbt eine Sprache.

Eine für alle reicht doch, oder ?

Mean you that really ?

 

Alle zwei Wochen stirbt eine Sprache.

Ist das nich‘ egal ?

Sprache ist mächtig.
Ohne Sprache ist ein Mensch machtlos.


Alle zwei Wochen stirbt eine Sprache.

Möchtest Du darüber reden ?

Sprichst Du selber eine seltene Sprache ?
Wurdest Du oder Deine Familie daran gehindert, Eure Sprache zu sprechen ?
Erzähl uns von Deinen Erfahrungen !

 

Alle zwei Wochen stirbt eine Sprache.

Hasse‘n Problem damit ?

Dann sprich uns an !
Informier Dich bei der GfbV !
Beteilige Dich an unseren Kampagnen !
Engagiere Dich bei einer unserer Regional- oder Aktionsgruppen
oder mache ein Praktikum in unserem Göttinger Bundesbüro !

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Freitag, 03. Mai 2019

IrRWEge stoppen - Protest für gutes Klima anlässlich der RWE Hauptversammlung in Essen

Die RG Düsseldorf nimmt teil an Aktionen unter dem Motto IrRWEge stoppen, die von der Grugahalle bis in die Essener Innenstadt besonders vor dem Hbf stattfinden werden.

Meldet Euch bitte bei Anke, wenn Ihr mitmachen möchtet und Informationen braucht !

Da die HV diesmal an einem Freitag stattfindet, werden auch viele Schüler*innen und Student*innen von Fridays for Future dabei sein ...

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Montag, 03.06.2019, 18:00 - ca 22:00 Uhr (incl. Pause)

Die Friedensbotschaft der Haudenosaunee

Eine irokesische Weltsicht vorgestellt von Tom Porter Sakokwenionkwas,
Mitglied des Bären-Clans der Mohawk-Nation von Akwesasne

Tom Porter Sakokwenionkwas ("The-One-Who-Wins") erklärt in Geschichten, wie die Völker des Langhauses sich regieren. 
Er ist langjähriger Ältester im Longhouse Council der Sechs Nationen der Irokesen und Mitbegründer einer "reisenden Universität". 
Der charismatische Redner und gefragte Dozent überlegt gemeinsam mit uns,
was wir für unser Gemeinschaftsleben und über Verantwortung, Nachhaltigkeit und Ökologie von den Native Americans lernen können.

Workshop mit Mitbring-Picknick

ÖKOTOP Heerdt, Am Ökotop 70, 40549 Düsseldorf
Der Workshop findet planmäßig unter freiem Himmel auf einer Wiese statt.
Bei ungünstiger Witterung können wir uns in einen Veranstaltungsraum zurückziehen. Sitzdecken dürfen gerne mitgebracht werden.

Es wäre nett, wenn jeder eine Kleinigkeit (!) mitbringen würde, damit wir in der Pause gemeinsam davon essen und trinken können. Becher und Teller bringe ich mit, jedoch kein Besteck.

Eintritt frei, Spenden erwünscht
Anmeldung erbeten unter duesseldorf@gfbv-rg.de

Vortrag in englischer Sprache mit deutscher Übersetzung nach Bedarf.

Busse 828 und 833 bis Berzeliusstraße
Bahn U75 bis Aldekerkstraße o. Nikolaus-Knopp-Platz

Gefördert vom Eine-Welt-Beirat der Landeshauptstadt Düsseldorf

 

Deutsch
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Die Friedensbotschaft der Haudenosauneee

  • Eine Weltsicht der Irokesen –

Vorgetragen von dem Mohawk-Ältesten

Sakokwenionkwas (Tom Porter)

Europäische Vortragsreise – 3. Mai bis 14. Juni 2019

Tom Porter (Sakokwenionkwas – "Der, der gewinnt") ist seit 1993 Gründer, Sprecher und geistiger Führer der Volksgruppe der Mohawk Kanatsiohareke (Ga na jo ha lay gay), die im Mohawktal bei Fonda, New York ansässig ist. Er ist Mitglied des Bären-Clans der Mohawk-Nation von Akwesasne. (Akwesasne, auch als Mohawk-Reservat von St. Regis bekannt, verteilt sich über die Grenze zwischen dem Bundesstaat New York und Kanada bei Massena, New York.) Er ist mit Alice Joe Porter verheiratet, einer Choctaw-Indianerin, und hat sechs Kinder.

Tom "Sakokwenionkwas" Porter ist seit den 60-er Jahren eine landesweit anerkannte Persönlichkeit in den Indigenen Territorien, als er damals die "Weißen Wurzeln des Friedens" mitgründete, eine Wanderuniversität von Indigenen Ältesten, die durch Nordamerika reiste, um traditionelle Lehren zu verbreiten und die Indianer zu ermuntern, ihre jeweiligen einheimischen Traditionen wahrzunehmen. Als es ihm bewusst wurde, dass die Sprache und die Kultur der Mohawk auszusterben drohten, wurde er auch Mitgründer der Freiheitsschule von Akwesasne. Tom ist als mitfühlender, humorvoller und mitreißender Sprecher landesweit anerkannt. Tom hat als Pädagoge an der Freiheitsschule von Akwesasne und an der Trent-Universität gelehrt sowie als kultureller Forscher und Berater für die Wanderhochschule der Indianer Nordamerikas gearbeitet.

Seit 21 Jahren ist er einer der neun Ältesten im Longhouse Council (Langhausrat) von Akwesasne, der als traditionelle Regierung unter dem "Großen Gesetz des Friedens" fungiert. Dieses Gesetz ist die Verfassung des (Irokesen-)Bündnisses. Diese Verfassung existierte schon Jahrhunderte lang bevor die Europäer in Nordamerika ankamen. Die Mitglieder des Bündnisses sind die Mohawk, Oneida, Cayuga, Onondaga, Seneca und Tuscarora. Die Sechs Nationen der Irokesen nennen sich die "Haudenosaunee, die Völker des Langhauses". Ihre matriarchalisch geprägtes Clansystem und ihre Verfassung haben die frühe feministische Bewegung sowie große Denker wie Henry L. Morgan, Friedrich Engels und Benjamin Franklin beeinflusst.

Tom Porter hat viele Bücher verfasst, darunter "Our Ways" ("Unsere Wege") sowie "And Grandma said" ("Und Großmutter sagte"). Er hat mehrere Menschenrechts- und Bildungspreise erhalten und ist mit drei Ehrendoktortiteln ausgezeichnet worden.

Tom wird Deutschland, Österreich, die Schweiz, Italien und die Niederlande besuchen, wobei er von seinem Sohn Aroniennens (Gefallenem Himmel) begleitet sein wird, der dem Schildkröten-Clan angehört und Sanger von traditionellen Liedern im Langhaus von Akwesasne ist.

Zum Einführen seiner Vorträge wird sich Tom Porter für die Jahrzehnte lange Unterstützung der Europäer bedanken, die von den Vereinten Nationen in Genf bis zu Einzelpersonen in den EU-Regierungsorganen sowie den deutschen Grünen reicht.

Die Themen seiner Vorträge:

  • Das Große Gesetz des Friedens – Die Verfassung der Haudenosaunee: Mehr als 800 Jahre alt und immer noch ein Modell für die Zukunft

  • Tadodaho – Eine Geschichte über Güte und Böse / Ein Historischer Meilenstein in der Geschichte der Versöhnung. Was bedeutet dieses für die moderne Welt?

  • Die Clan-Mütter: Hüterinnen des Gleichgewichts in der Langhausregierung

  • Willkommen auf diese Erde. Die Zeremonie bei der Geburt eines Kindes

  • Die Sieben Generationen – Ein Konzept der Verantwortung, Nachhaltigkeit und Ökologie

  • Der Erde eine Stimme verleihen – Die Weltsicht der Haudenosaunee:
    Alle Geschöpfe sind Teil dieser Welt

  • Der Zweireihige Wampum – 400 Jahre Transatlantischer Beziehungen

Englisch
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The Haudenosaunee

Message of Peace

An Iroquois Perspective of the World –

Presented by

Mohawk Elder Sakokwenionkwas (Tom Porter)

European Speaking Tour May 3 – June 14, 2019

Tom Porter ( Sakokwenionkwas “The One Who Wins”) has been the founder, spokesperson and spiritual leader of the Mohawk Community of Kanatsiohareke (Ga na jo ha lay gay) located in the Mohawk Valley near Fonda, New York since 1993. He is a member of the Bear Clan of the Mohawk Nation at Akwesasne. (Akwesasne, also known as the St. Regis Mohawk Reservation, straddles the New York State/Canadian border near Massena, New York.) He is married to Alice Joe Porter who is Choctaw, and has six children.

Tom "Sakokwenionkwas" Porter has been a nationally recognized figure in Indian Country since the 1960’s when he co-founded the “White Roots of Peace”, a travelling university of Indigenous Elders who toured North America with traditional teachings and encouraging Indians to embrace their respective Native traditions. Recognizing that Mohawk language and culture were dying out, he also co-founded the Akwesasne Freedom School. Tom is recognized nationally as a compassionate, humerous and inspirational speaker. As an educator, Tom has taught at the Akwesasne Freedom School and Trent University and has worked as a cultural researcher and consultant for the North American Indian Traveling College. For 21 years he has been one of the nine chiefs of the Longhouse Council of Akwesasne, the traditional government that follows the “Great Law of Peace”, the confederacy’s constitution which was in existence for centuries long before Europeans came to North America. Members of the confederacy are the Mohawk, Oneida, Cayuga, Onondaga, Seneca and Tuscarora. The Six Nations of the Iroquois call themselves Haudenosaunee – People of the Longhouse. Their matrilinear clan system and their constitution has influenced the early feminist movement as well as great thinkers like Henry L. Morgan, Friedrich Engels and Benjamin Franklin. Tom Porter is the author of many books, among them “Our Ways” and “And Grandma said”. He has received numerous human rights and education awards and holds three honorary doctor degrees.

Tom will visit Germany, Austria, Switzerland, Italy and the Netherlands. He will be accompanied by his son Aroniennens (Fallen Sky) , Turtle Clan, who is a traditional singer in the Akwesasne Longhouse. Tom Porter will start his talks by thanking for the decades of European support – from the UN in Geneva to individuals in the European government and the German Green Party.

 

Topics of his Talks:

The Great Law of Peace – The Haudenosaunee Constitution: Over 800 years old and still a Model for the Future

Tadodaho – A Story about Good and Evil / A Historic Landmark in the History of Reconciliation. What does it mean to the modern world?

The Clan Mothers: Keepers of Balance in the Longhouse Government

Welcome to this Earth – The Ceremony when a Child is Born

The Seven Generations – A Concept of Responsibility, Sustainability and Ecology

Giving a Voice to the Earth – The Haudenosaunee World View: All Beings are Part of this World.

The Two Row Wampum – 400 Years of Transatlantic Relations

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vergangene Veranstaltungen

Samstag, 13. April 2019, 15:30 Uhr

Die Klimakrise ergreift die Arktis und die Borealen Wälder

Bildvortrag 1 : Die Klimakrise bedroht die Ureinwohner der Arktis
Bildvortrag 2 : Der Muddus-Nationalpark - Beispiel für einen Borealen Wald

Der AKW-Experte der GfbV Dietmar Hasse berichtet.

Gefördert vom Eine-Welt-Beirat der Landeshauptstadt Düsseldorf

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Mittwoch, 20. Februar 2019, 19:00 Uhr

Die Hüter der kalten Regenwälder

Bildvortrag von Joe Martin (Angehöriger der Nootka) 
über das Biosphärenreservat Clayoquot Sound auf Vancouver Island in Kanada, sowie die Kultur der Indigenen an der Nordwestküste und ihr Ringen um Landrechte.


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10. Dezember 2018

Die RG Düsseldorf ehrt anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises 2018 die aktuelle Preisträgerin Nadia Murad und die Partner*innen der GfbV, die in der Vergangenheit die höchste Menschenrechtsauszeichnung oder den Right Livelihood Award erhielten.

Am 10 . Dezember 2018 wurde der Friedensnobelpreis an Nadia Murad und Denis Mukwege verliehen. Siebzig Jahre zuvor verabschiedeten die Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Aus diesen Anlässen lud ai zu einer Demo durch die Düsseldorfer Innenstadt ein. Die Regionalgruppe Düsseldorf der Gesellschaft für bedrohte Völker und fast hundert weitere Menschen folgten dem Aufruf und gingen u.a. über die weihnachtlich erleuchtete Königsallee.

Unser Ältester Klaus Deuchert trug ein Plakat zu Ehren der diesjährigen Preisträgerin Nadia Murad. Sie setzt sich unentwegt für ihre yezidischen Leidensgenossinen ein, die immer noch zu Tausenden von IS-Männern versklavt und vergewaltigt werden.

Mit der Vorderseite eines großen Banners ehrten wir zwei weitere Friedensnobelpreisträger*innen und sechs Träger*innen des Right Livelihood Award, die sich gemeinsam mit der GfbV für verfolgte Gemeinschaften einsetzen.
Der Dalai Lama, Rigoberta Menchu sowie die Schwestern Mary und Carrie Dann, Roy Sesana San, Erwin Kräutler, Sheila Watt-Cloutier, Evaristo Nugkuag Ikanan und der hingerichtete Ken Saro Wiwa kämpften und kämpfen mit uns für individuelle und kollektive Menschenrechte.

Auf der Rückseite schließlich erinnerten wir daran, dass billige Kohle Lebensräume von Ureinwohnern zerstört. Beispielhaft wurden Schoren in Sibirien, Wayuu in Kolumbien und Kuckumer im Rheinland genannt - letztere mit einem gewissen Augenzwinkern. Denn natürlich passt der Begriff Ureinwohner hier nicht. Aber auch die Bewohner dieses rheinischen Dorfes sind von der Kohlegewinnung im Tagebau betroffen. Und die Methoden, mit denen sie von RWE verunsichert, gegängelt, übervorteilt und schließlich aus ihrer Heimat vertrieben werden, verschaffen eine Idee davon, wie schlimm es indigenen Gemeinschaften in aller Welt geht, deren Land von Großkonzernen begehrt wird.


Hier nochmal eine Zusammenstellung aller Preisträger :

14.Dalai Lama    Tibeter    1989 Friedensnobelpreis
Rigoberta Menchu    Maya 1992 Friedensnobelpreis
Mary und Carrier Dann    Western Shoshone 1993 "alternativer Nobelpreis"
Ken Saro Wiwa    Ogoni    1994 "alternativer Nobelpreis"
Roy Sesana    San    2005 "alternativer Nobelpreis"
Erwin Kräutler    Indigene Brasiliens    2010 "alternativer Nobelpreis"
Sheila Watt-Cloutier    Inuit    2015 "alternativer Nobelpreis"
Nadia Murad    Yeziden    2018 Friedensnobelpreis

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Klaus ehrt Nadia Murad ...
... und neun weitere Persönlichkeiten
Festliche Beleuchtung auf der Kö - extra für die Menschenrechte ...
Gegen Tagebaue demostrieren wir gleich mit.

     


06.Oktober 2018

Die GfbV feiert ihr 50jähriges Bestehen und gratuliert dem Hambacher Wald zu gerichtlichen Teilerfolg. Das schorische Aktivistenehepaar Tanagashev sendet eine Solidaritätsbotschaft.

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August 2018

Das Klimacamp im Rheinland 2018

Was ist denn ein Klimacamp ?

Im heißen Sommer 2018 war Tjan von ausgeCO2hlt eingeladen worden im Rahmen der Reihe CONNECTING THE MOVEMENTS einen Vortrag über Kohleabbau in Südsibirien zu halten. Dieser sollte im August im Klimacamp im Rheinland stattfinden. Allgemeine Infos waren schon Monate vorher einsehbar, der genaue Ort wurde erst wenige Tage vorher bekanntgegeben: ein abgemähtes Getreidefeld bei Erkelenz. 

Damit sich die Anreise auch lohnte, verabredeten Tjan und ich eine Woche dort zu verbringen und "Bildungsurlaub" zu machen. Eine gute Idee, wie sich zeigen sollte. 

Klimacamps wurden vor etwa zehn Jahren im Rheinland erfunden, um Vernetzung von Menschen und Gruppen zu forcieren, die sich gegen Braunkohletagebaue und die Klimakrise engagieren. Seitdem breitet sich die Idee in Deutschland und Europa aus.

Klimacamps sind spendenfinanziert, basisdemokratisch und sich selbst organisierend. Wer mag, der kommt und trägt bei, was er oder sie kann. Auf die Frage "Darf ich ... ?" heißt es " Ja, solange es keinen stört." und auf die Frage "Kann ich ... ?" bekommt man die Antwort "Ja, mach doch. Wenn du Hilfe brauchst, such sie dir !". Wir suchten also einen Parkplatz, einen Zeltplatz und einen Ort für unseren grünen GfbV-Info-Pavillion. Dieser reihte sich neben den weißen Zelte ein, die für die Kleingruppen vorgesehen waren. Für größere Tages- und Abendveranstaltungen und Strategiekonferenzen stand ein Cirkuszelt zur Verfügung. In einem zentralen Orga-Zelt liefen die Fäden zusammen. 

Die Infrastruktur war ausgereift. Es gab Gruppen für Orga, Presse, Strom u.v.m. - natürlich auch eine Shit-Brigade. Besonders beeindruckten mich die sanitären Anlagen. Natürlich war alles aus Sperrholz und Plastikfolie. Aber wo sonst findet man ein behindertengerechtes Kompostklo und ein Damen-Pissoir (mit Wasseranschluss !) ? 

Die Stromversorgung wurde im letzten Jahr erstmals ausschließlich solar sichergestellt. Für Vorträge standen auch Beamer zur Verfügung. Einige Workshops wurden in englisch abgehalten. Bei großen Treffen wurden Simultanübersetzungen in beide Richtungen mit Kopfhörern geleistet.

Das Essen war streng vegan, was auch bedeutete, dass nicht einfach Würstchen auf den Grill gehauen wurden, sondern Unmengen von Gemüse geschnibbelt und schmackhaft zubereitet wurden. Jeder war gehalten sich einzubringen und sei es beim Schnibbeln oder Spülen, wo man übrigens bestens miteinander ins Gespräch kam. Beim Schälen von Rote Bete habe ich mindestens so viel über die GfbV erzählt, wie am Flyer-Tisch. Dieser stand regen- und windgeschützt im Pavillion.

Anders als bei aufgeregten Straßenfesten bot dieser ganztägig geöffnete GfbV-Stand den Besuchern ausgiebig Gelegenheit für längere Gespräche und zum ungestörten Studium der Zeitschrift POGROM.

Man trifft auf ein vielfältiges, meist junges, aufgeschlossenes Publikum. Der Umgang miteinander verdient noch besondere Erwähnung. Alle sprechen wertschätzend und respektvoll miteinander. Diskussionen werden ernsthaft und diszipliniert geführt. Die Themen der Workshops und Vorträge waren weitgespannt von theoretischen Grundlagen bis zu direkter Aktion. Ein besonderes Anliegen war dieses Mal der Dalog mit der lokalen Bevölkerung und die Würdigung ihres jahrzehntelangen Widerstandes.

 

Tjans Vortrag war gut besucht. Einen Tag später informierte uns Leona, eine Dineh-Frau, über die untrennbare Verbindung von Steinkohle und Uran, sowohl im Abbau wie in der Verwertung. Mühselig versuchen sich die Native Americans gegen die Ausbeutung und Verdreckung ihres Landes zu wehren.

Spontan verabredeten die beiden Frauen für den Abend eine gemeinsame Veranstaltung im Cirkuszelt. Trotz der kurzen Vorlaufzeit war die Organisation bestens und jeder Platz besetzt.

Auf diesem fruchtbaren rheinischen Acker sprachen also eine aus Sibirien gebürtige Frau und eine aus dem amerikanischen Südwesten gemeinsam über die Bedrohung indigener Völker durch Kohletagebau. Das Forum war von linksgrünen Weltverbesserern organisiert und im Publikum saßen mehrere grundkonservative Menschen aus der Nachbarschaft, deren Heimat nach dem Willen von RWE in Kürze in einem Loch verschwinden soll. 

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Im August auf dem Klimacamp im Rheinland :
Tjan Zaotschnaja von der RG München unterhält sich mit der Waldführerin Eva Töller vor dem grünen GfbV-Pavillion.

 


 

Januar, Mai, Juli, August, September, Oktober, November und Dezember 2018

Waldspaziergänge im Hambacher Wald

Die Waldspaziergänge unter Leitung von Michael Zobel und Eva Töller boten Gelegenheit ein sensibilisiertes Publikum auf zwei Aspekte aufmerksam zu machen :

Erstens wird hier vor der eigenen Haustür mal deutlich wie eine unselige Verstrickung von Politik und Wirtschaft es ermöglicht, geschützt durch die Staatsmacht die Interessen eines Konzerns durchzusetzen auch wenn dies die Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung massiv schädigt. Eine bittere Erfahrung, die indigene Gemeinschaften seit mindestens zweihundert Jahren machen.

Und zweitens ist es nicht damit getan auf die Verstromung von Braunkohle zu verzichten, wenn dafür vermehrt Steinkohle aus Ländern wie Russland und Kolumbien importiert wird, wo die Rücksichtslosigkeit gegenüber Mensch und Umwelt noch sehr viel größer ist.

An den Folgen für das globale Klima ändert der bloße Wechsel des fossilen Energieträgers sowieso nichts Wesentliches.

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Tagebau
vernichtet
Lebensräume
weltweit

 


01. Mai 2018

GfbV-Stand am Maifeiertag beim DGB-Fest auf dem Johannes-Rau-Platz

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Vorsicht : Die Lösung steht oben rechts ...

 


26. und 27. April 2018

Tjan von der RG München und Anke demonstrieren anläßlich der HV von RWE und besuchen den Hambacher Wald

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01.Mai 2017

GfbV-Stand am Maifeiertag beim DGB-Fest auf dem Johannes-Rau-Platz

"Was bedroht Völker weltweit ?"
ist der Name einer Art Memory-Spiel mit Hilfe einer Weltkarte.

Wir bringen es regelmäßig zum Stand auf dem DGB-Fest mit und freuen uns auf ein Spielchen.

Wer sich gut vorbereiten möchte, kann sich die unten stehende Tabelle ja schon mal genauer ansehen.

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Links die Völker, rechts die "Bedrohungen,
und in der Mitte die Weltkarte.
Hier sind schon mal die Völker den richtigen Ländern zugeordnet.
Und hier ist dann auch klar, welchen Bedrohungen die verschiedenen Gemeinschaften ausgesetzt sind.

 


21. April 2016

Protest anlässlich der RWE Hauptversammlung 2016

Unser Protest gegen den Energieanbieter RWE hat gute Gründe :

Hier ein Memorandum zum Import von Steinkohle aus dem Kuzbass nach Deutschland :
https://www.gfbv.de/de/news/memorandum-steinkohle-schoren-7988/

Und hier Hintergründe und aktuelle Nachrichten zum indigenen Volk der Schoren :
https://www.gfbv.de/de/informieren/laender-regionen-und-voelker/voelker/schoren/

 

2018 setzten wir unseren Protest fort. Die Geschichte dazu steht hier :
https://gfbvblog.wordpress.com/2018/05/30/das-rheinland-und-suedsibirien-haben-mehr-gemeinsam-als-man-denkt/#more-15717

 

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Im Frühjahr 2018 war der frischgefallene Schnee ...
... schwarz im südsibirischen Kuzbass.
Die heiligen Berge der Schoren werden weggesprengt, um im Tagebau an die Steinkohle zu gelangen.
RWE importiert diese Steinkohle, um sie in Deutschland zu verstromen.
Dimitri, Vladislav, Tjan und Anke protestierten 2016 dagegen vor der RWE-Hauptversammlung in Essen.

 


Wege zur GfbV

Ein Weg zur GfbV - einer von vielen. Beschrieben im Gemeindeblatt WIR der katholischen Gemeinde Düsseldorfer Rheinbogen 03/2019