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Aktuelles News & Artikel Mit Flüchtlingszelt vor der Neuen Wache in Berlin an tragisches Schicksal der Rohingya erinnert

Massenexodus aus Burma begann vor einem Jahr (25.8.) (Pressemitteilung)

Mit Flüchtlingszelt vor der Neuen Wache in Berlin an tragisches Schicksal der Rohingya erinnert

Mit Flüchtlingszelt vor der Neuen Wache in Berlin an tragisches Schicksal der Rohingya erinnert
Die internationale Staatengemeinschaft muss ihren Druck auf Burma verstärken, damit Rohingya endlich Bürgerrechte in dem Land bekommen und es eine realistische Perspektive für eine Rückkehr der Geflüchteten gibt. Bild: GfbV

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Mit einer Menschenrechtsaktion vor der Neuen Wache hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag in Berlin an den Beginn des Massenexodus von 750.000 Rohingya aus Burma vor einem Jahr (25.8.) erinnert. Die Menschenrechtsorganisation hatte ein Flüchtlingszelt mit den Konterfeis von Rohingya vor der Gedenkstätte aufgeschlagen, um auf das tragische Schicksal der verfolgten muslimischen Bevölkerungsgruppe hinzuweisen. Zwei riesige Reisepässe standen symbolisch für die Hauptforderung der GfbV an Burma, den Rohingya endlich alle Rechte als legitime Staatsbürger einzuräumen.

„Die internationale Staatengemeinschaft muss ihren Druck auf Burma verstärken, damit Rohingya endlich Bürgerrechte in dem Land bekommen und es eine realistische Perspektive für eine Rückkehr der Geflüchteten gibt. Denn ohne Menschenrechte werden die Geflüchteten nicht in ihre Heimat zurückkehren“, erklärte die GfbV. Burmas Militär hatte zusammen mit Milizen buddhistischer Nationalisten am 25. August 2017 eine Militäroffensive gegen die Rohingya-Zivilbevölkerung im Nordes Rakhine-Staates gestartet. An Zivilisten wurden schwere Verbrechen begangen, so dass innerhalb weniger Wochen Hunderttausende die Flucht ergriffen.

„Die Rohingya-Flüchtlinge in ihren Elendsquartieren in Bangladesch drohen in Vergessenheit zu geraten“, warnte die GfbV während ihrer Mahnwache und forderte dringend, die humanitäre Hilfe für sie zu verstärken, da ihr Gastland mit ihrer Betreuung überfordert sei. Die Behörden Bangladeschs müssten jedoch an ihre Verantwortung für eine menschenwürdige Unterbringung der Flüchtlinge erinnert werden. So müssten Pläne gestoppt werden, mehr als 100.000 Geflüchtete auf eine unbesiedelte, abgelegene Insel im Golf von Bengalen zwangsweise umzusiedeln.

Außerdem forderte die GfbV, die Verantwortlichen für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit endlich vor Gericht zur Rechenschaft zu ziehen, um die Straflosigkeit zu überwinden. Aufgrund der Auswertung hunderter Zeugenaussagen werden dutzende Militärs und Polizisten namentlich als Verantwortliche für Brandschatzung, Vertreibung, Vergewaltigung und Mord genannt. Burmas Militär und Regierung bestreiten jede Verantwortung für Menschenrechtsverletzungen und die Massenflucht, obwohl Häuser und Dörfer der Rohingya gezielt zerstört, Männer extralegal getötet und Frauen vergewaltigt wurden, um Angst zu verbreiten und die Bevölkerung zu vertreiben. Dass Burmas Militär dabei auch oft sexualisierte Gewalt einsetzte, macht nach Auffassung der GfbV die hohe Zahl von Geburten alleinstehender geflohener Frauen im Sommer 2018 deutlich.

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