
Koloniales Naturverständnis: Rauchentwicklung einer Brandrodung von Wäldern entlang des Xingu-Flusses im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso. Foto: NASA Johnson Space Center / Wikipedia gemeinfrei
Warum die Klimakrise eine Frage von historischer Verantwortung ist
Von Laura Mahler

Der Klimawandel wird häufig als globales Menschheitsproblem beschrieben, ausgelöst durch Industrialisierung, fossile Energieträger und steigenden Konsum. Diese Darstellung ist nicht falsch, bleibt jedoch unvollständig. Sie blendet aus, dass die Ursachen der Klimakrise ebenso wie ihre Folgen historisch und strukturell ungleich verteilt sind. Was in der öffentlichen Diskussion kaum sichtbar wird: Die Klimakrise ist ohne die Geschichte des europäischen Kolonialismus, ohne Rassismus und ohne die Entstehung des globalen Kapitalismus nicht zu verstehen.
Industrialisierungauf kolonialer Grundlage
Die westliche Klimaforschung datiert den Beginn der menschengemachten Erderwärmung meist auf die Industrialisierung im Globalen Norden im 18. Jahrhundert. Tatsächlich stiegen in dieser Zeit die Emissionen stark an. Diese industrielle Entwicklung war jedoch nur möglich, weil europäische Kolonialmächte zuvor über Jahrhunderte hinweg Ressourcen, Land und Arbeitskraft aus kolonisierten Gebieten systematisch ausgebeutet hatten. Mit der kolonialen Expansion seit dem Ende des 15. Jahrhunderts etablierten europäische Mächte ein Wirtschaftsmodell, das auf Ausbeutung, Enteignung, Versklavung und ökologischer Zerstörung beruhte. Europäische Kolonialmächte besetzten nicht-europäische Gebiete und errichteten ein gewaltvolles System der Fremdherrschaft und Kontrolle.
Großflächige Plantagenwirtschaft für Zucker, Baumwolle, Tabak oder Kaffee führte zu massiver Entwaldung und zur Zerstörung lokaler Ökosysteme, um die steigende Nachfrage nach diesen möglichst günstigen Produkten in Europa zu bedienen. Das dafür benötigte Land wurde den kolonisierten Menschen geraubt; sie selbst wurden versklavt, um den hohen Bedarf an Arbeitskräften für Ernte und Weiterverarbeitung zu decken. Das koloniale Wirtschaftsmodell, das sich auf der Grundlage von Versklavung und Enteignung herausbildete, war darauf ausgerichtet, den europäischen Kolonialmächten größtmöglichen Profit sowie die eigene Machtposition zu sichern und zugleich den Konsum der europäischen Bevölkerung zu bedienen. Der daraus entstandene Reichtum bildete eine zentrale Voraussetzung für Industrialisierung, technologischen Fortschritt und den späteren fossilen Energieverbrauch im Globalen Norden. Diese Kolonisierungsprozesse setzten sich über die folgenden Jahrhunderte in den Amerikas sowie auf dem afrikanischen und asiatischen Kontinent fort. Die europäischen Kolonialmächte bauten über fünf Jahrhunderte hinweg auf Kosten kolonisierter Menschen und Gebiete ihre wirtschaftliche, politische und ideologische Vormachtstellung aus und legten so das strukturelle und ideologische Fundament des heutigen Kapitalismus.

Koloniales Naturverständnis und Umweltzerstörung
Ein wesentlicher Schritt der eigenen Machtsicherung bestand in der Zerstörung und Abwertung anderer Weltverständnisse und Wissenssysteme. Die Kolonialmächte stellten sich selbst als überlegen dar und werteten kolonisierte Menschen sowie ihre Lebensweisen systematisch ab. So verbrannten Kolonisator*innen etwa die sogenannten „códices“, die Bildhandschriften der Maya, in denen Überlieferungen zu Weltverständnissen, Glaubensvorstellungen sowie Kenntnisse in Mathematik, Astronomie oder Landwirtschaft festgehalten waren. Den Menschen wurde zudem verboten, ihre eigenen Sprachen zu sprechen, um ihnen koloniale Sprachen aufzuzwingen. Dadurch ging weiteres Wissen verloren, das ausschließlich mündlich überliefert worden war. Viele dieser unterschiedlichen Weltverständnisse sind deshalb heute kaum noch bekannt.
Ein weiterer häufig unterschätzter Aspekt ist das koloniale Naturverständnis. Die Kolonialmächte präsentierten sich als der Natur überlegen und betrachteten sie primär als Ressource, die ausgebeutet und wirtschaftlich verwertet werden sollte. Indigene Wissenssysteme, in denen Natur als vernetztes und ganzheitliches System verstanden wird, wurden abgewertet oder gezielt zerstört. Bereits bekannten Tier- und Pflanzenarten wurden lateinische oder griechische Bezeichnungen verliehen, wodurch bestehende Wissens- und Sprachordnungen unsichtbar gemacht wurden. Mit dem Verlust von Sprachen und kulturellen Praktiken ging zugleich auch umfangreiches ökologisches Wissen verloren – mit langfristigen Auswirkungen auf die ökologische Widerstandsfähigkeit. Während Indigene Völker seit Jahrtausenden im Einklang mit der Natur leben, haben westliche Industrienationen das Ökosystem des Planeten in wenigen Jahrhunderten aus dem Gleichgewicht gebracht. Obwohl sich aus den Lebensweisen indige-ner Gemeinschaften also viel lernen ließe, werden sie bis heute häufig als rückständig wahrgenommen und nicht ernst genommen.
Als Folge dieser abwertenden Bewertung von Natur tragen auch Begriffe wie der des Naturschutzes kolonialrassistische Konnotationen. Als 1872 in den USA der erste Nationalpark gegründet wurde, geschah dies unter der gewaltsamen Vertreibung der dort lebenden Shoshonen. Dabei waren es gerade sie, die durch ihre Lebensweise jene vermeintlich „natürliche“ Landschaft geformt hatten, die später von den Kolonisator*innen als schützenswert betrachtet wurde. Als Festungsnaturschutz wird diese Form des Naturschutzes bezeichnet, die Menschen von der Natur trennt. Ironischerweise trennten die Kolonialmächte damit ausgerechnet jene Menschen von ihrem Lebensraum, die seit jeher im Einklang mit ihm gelebt hatten.
Die ungleichen Machtverhältnisse wirken bis heute fort – sowohl im Naturschutz als auch bei der Umweltzerstörung. Extraktivistische Wirtschaftsmodelle, also der großflächige Abbau von Rohstoffen für den Weltmarkt, bilden weiterhin die Grundlage globaler Produktionsketten. Umweltzerstörung wird dabei häufig in den Globalen Süden ausgelagert, während Nutzen und Gewinne vor allem im Globalen Norden anfallen. Gleichzeitig dominieren die Industriestaaten die internationale Klimapolitik. Stimmen aus dem Globalen Süden sind in Entscheidungsprozessen weiterhin unterrepräsentiert. Damit reproduzieren sich Machtverhältnisse, die bereits in der Kolonialzeit entstanden sind.
Ungleiche Verantwortung, ungleiche Betroffenheit
Die koloniale und rassistische Dimension der Klimakrise macht deutlich, dass der menschengemachte Klimawandel nicht von allen Menschen gleichermaßen verursacht wurde. Seine Ursachen liegen vielmehr in einem kolonialen Denken, das vor Jahrhunderten etabliert wurde und bis heute fortwirkt. Diese historische Entwicklung prägt die Klimakrise bis in die Gegenwart hinein. Länder des Globalen Nordens sind für den überwiegenden Teil der historischen Treibhausgasemissionen verantwortlich und haben wirtschaftlich von ihnen profitiert. Die gravierendsten Folgen des Klimawandels – Dürren, Überschwemmungen, Wirbelstürme oder der steigende Meeresspiegel – treffen jedoch vor allem Länder des Globalen Südens.
Doch die ungleiche Betroffenheit der Klimakrise beschränkt sich nicht auf den Globalen Süden. Auch die Arktis zählt zu den Regionen, die sich besonders schnell erwärmen und in denen die Klimakrise bereits heute existenzielle Folgen hat. Für in-digene Bevölkerungen wie die Inuit in Grönland oder die Sámi in Nordeuropa bedeuten schmelzendes Eis und tauender Permafrost den Verlust von Lebensgrundlagen, kulturellen Praktiken und politischer Selbstbestimmung. Zugleich rücken arktische Regionen zunehmend in den Fokus von Industrienationen, weil dort fossile Energieträger sowie für die Energiewende begehrte Rohstoffe vermutet oder bereits erschlossen werden. Die Arktis wird damit nicht nur zum Schauplatz klimatischer Zerstörung, sondern auch zur neuen Extraktionsfront eines globalen Wirtschaftssystems, das koloniale Machtverhältnisse fortschreibt.
Brasilien zählt heute zu den Ländern, die jährlich besonders viele Treibhausgasemissionen freisetzen. Hauptursache dafür ist die großflächige Abholzung des Amazonas-Regenwaldes sowie die damit verbundene Rinderzucht. Zusätzlich wird auf den gerodeten Flächen Soja angebaut, das in der EU vor allem als Futtermittel in der Fleischindustrie verwendet wird. Die Treibhausgasemissionen Brasiliens werden somit maßgeblich durch den Konsum in Europa mitverursacht. Die Menschen, die einst auf den entsprechenden Flächen lebten, wurden vertrieben und verloren ihre Lebensgrundlagen. Als 2019 die Weltöffentlichkeit entsetzt auf die Brände im Amazonas blickte, meldeten sich weltweit Wissenschaftler*innen und Politiker*innen zu Wort. Weitgehend unbeachtet blieb jedoch die Tatsache, dass das Verhalten der Industriestaaten und der von ihnen unterstützten multinationalen Unternehmen zu den Hauptursachen der ökologischen und humanitären Krisen im Amazonasgebiet und in vielen anderen Regionen der Welt gehört.

Die fortbestehende Ausbeutung von Rohstoffen durch restriktive handelspolitische Abkommen ist in vielen ehemaligen Kolonien weiterhin Realität. Dieser sogenannte Klima-Kolonialismus bezeichnet ein Modell, das Wohlstand in den Industrieländern schafft, jedoch auf Kosten weniger entwickelter Länder geht. An asiatischen Küsten werden Mangrovenwälder abgeholzt, um Europa mit billigen Shrimps zu versorgen; afrikanische Küsten erodieren, um Sand für die europäische Bauindustrie zu liefern; im Senegal fischen Fangflotten aus der EU, wodurch lokale Fischer*innen ihre Existenzgrundlage verlieren; multinationale Energiekonzerne, die von der EU subventioniert werden, fördern Öl im Nigerdelta, während der lokalen Bevölkerung durch Umweltverschmutzung und zerstörte landwirtschaftliche Flächen die Lebensgrundlage entzogen wird. Die Beispiele sind zahlreich: Der Globale Norden sichert sein Wachstum durch Rohstoffe aus dem Globalen Süden und anderen politisch marginalisierten Regionen – zu dessen Nachteil.
Besonders betroffen sind Bevölkerungsgruppen, die bereits sozial, wirtschaftlich oder politisch marginalisiert sind. Die Klimakrise verschärft bestehende Ungleichheiten, etwa beim Zugang zu Wasser, Land, Nahrung oder Infrastruktur. Der Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change; IPCC) weist seit 2022 darauf hin, dass koloniale Strukturen die Verwundbarkeit vieler Gesellschaften gegenüber Klimafolgen erheblich erhöht haben und die Folgen des Kolonialismus bis heute spürbar sind. In Madagaskar etwa wurden während der französischen Kolonialzeit genetisch manipulierte Parasiten auf einer Fläche von rund 40.000 Hektar dürreresistenter Vegetation freigesetzt. Zwischen 1924 und 1929 zerstörten sie jährlich etwa 100 Kilometer Vegetationsdecke, die das Volk der Antandroy über Generationen hinweg ernährt und zur Speicherung von Grundwasser während Dürreperioden beigetragen hatte. Die Zerstörung dieser Vegetation beseitigte ein lebenswichtiges natürliches Schutzsystem. Dies zwang die Antandroy in Abhängigkeit und billige Arbeit innerhalb der kolonialen Cash-Crop-Wirtschaft. Gleichzeitig trug dieser Prozess dazu bei, die wirtschaftlichen Wege und Märkte Europas zu erweitern, die durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe angetrieben wurden und beispiellose Mengen an Treibhausgasen freisetzten. Mehr als ein Jahrhundert später sind die Antandroy aufgrund der zerstörten Vegetation bei jeder Dürre erneut von Massenhungersnöten, Vertreibung und Tod bedroht.
Obwohl weiße Menschen historisch die größte Verantwortung für die Klimakrise tragen, nehmen sie sich heu-te häufig als Retter*innen wahr. Anstatt Verantwortung zu übernehmen, die eigene Geschichte kritisch aufzuarbeiten, bestehende Hierarchien zu hinterfragen und Macht sowie Privilegien abzugeben, inszenieren sie sich als Lösungsinstanz. Dadurch wird das Bild einer fortschrittlicheren und überlegenen Gesellschaft weiter verfestigt.
Grüner Umbau, alte Muster
Für fossile Technologien haben Industrienationen über Jahrzehnte hinweg massive Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen in Kauf genommen – und tun dies bis heute. Doch auch gegenwärtige Klimaschutzstrategien stehen zunehmend in der Kritik. Denn zunehmend zeigt sich, dass auch „grüne“ Klimaschutzstrategien alte Muster reproduzieren, wenn sie primär als technologischer Ersatz für einen unveränderten, res-sourcenintensiven Lebensstil konzipiert werden.
Der Ausbau von Elektromobilität, erneuerbaren Energien und digitalen Infrastrukturen geht mit einem stark steigenden Bedarf an Rohstof-fen wie Lithium, Kobalt, Kupfer oder Nickel einher. Diese werden überwiegend im Globalen Süden gefördert – häufig unter prekären sozialen Bedingungen und mit erheblichen ökologischen Schäden. Während Landschaften wie die Salzwüste Salar de Uyuni in Bolivien durch Lithiumabbau zerstört werden, bauen Kinder in der Demokratischen Republik Kongo das für Elektroautos wichtige Kobalt unter gefährlichen Bedingungen ab. In Indien werden Dörfer durch Photovoltaikprojekte verdrängt, in Kenia müssen Maasai-Gemeinschaften Geothermieanlagen weichen, auf der indonesischen Insel Halmahera zerstört der Nickelabbau für Batterien in europäischen Elektroautos den Lebensraum Indigener Völker. Während im Globalen Norden Elektroautos als nachhaltige Lösung für den Individualverkehr beworben werden, tragen im besonderen Maße Menschen im Globalen Süden die sozialen und ökologischen Kosten dieser Transformation.
Die Energiewende wird so nicht alsAnlass genutzt, Mobilität, Konsum und Ressourcenverbrauch grundlegend zu reduzieren, sondern dient vielfach dazu, bestehende Strukturen zu „vergrünen“. Kritiker*innen sprechen in diesem Zusammenhang von „grünem Kolonialismus“ oder „grünem Extrak-tivismus“. Die dominanten Industrienationen im Globalen Norden sichern ihre Klimaziele und ihren Lebensstil, während die sozialen und ökologischen Kosten auf andere Regionen verlagert werden. Technisches Wissen aus dem Globalen Norden prägt die internationale Klimapolitik, während lokale Erfahrungen und Perspektiven kaum berücksichtigt werden. Kapital und Technologie stammen meist aus dem Norden, Rohstoffe, Land und Arbeitskraft aus dem Süden. Die versprochene ökologische Transformation bleibt damit selektiv – ökologisch entlastend für den Norden, sozial und ökologisch belastend für andere Regionen.

Klimagerechtigkeit als politische Aufgabe
Der Zusammenhang zwischen Kolonialismus und Klimawandel wird auf zwei Ebenen deutlich. Zum einen geht es um die historischen Ursachen der Klimakrise, die maßgeblich im Globalen Norden liegen, während die schwersten Auswirkungen vor allem im Globalen Süden auftreten, der zugleich überproportional von Armut betroffen ist – einer Armut, deren Wurzeln in kolonialer Ausbeutung liegen. Zum anderen geht es um die fortgesetzte Ausbeutung der Ressourcen des Globalen Südens zur Umsetzung der Klimaziele des Globalen Nordens. Eine Klimapolitik, die auf Kosten des Globalen Südens betrieben wird, ist scheinheilig, unmoralisch und zutiefst ungerecht.
Kolonisierte Menschen waren dabei nie widerstandslose oder passive Opfer. Sie organisierten über Generationen hinweg aktiven Widerstand und schlossen Bündnisse über weite geografische Räume hinweg. Die Kämpfe für Klimagerechtigkeit begannen letztlich bereits vor über 500 Jahren, als in antikolonialen Bewegungen jenes System bekämpft wurde, das die Klimakrise hervorgebracht hat. Auch die Forderung nach Klimagerechtigkeit ist keineswegs neu: Sie wird seit Jahrzehnten von Akteur*innen aus dem Globalen Süden erhoben – lange bevor sie in europäischen Klimabewegungen breite Aufmerksamkeit erlangte. Dennoch bleiben diese Stimmen häufig ungehört oder werden bewusst marginalisiert. So nahm die Klimaaktivistin Tonny Nowshin aus Bangladesch 2020 an einer Protestaktion gegen ein Kohlekraftwerk in Deutschland teil, gemeinsam mit weißen Klimaaktivist*innen. Auf offiziellen Pressefotos war sie später nicht zu sehen. Eine ähnliche Erfahrung machte Vanessa Nakate, Fridays for Future-Aktivistin aus Uganda, die 2020 von der Nachrichtenagentur Associated Press aus einem Pressefoto mit unter anderem Luisa Neubauer und Greta Thunberg herausgeschnitten wurde. Die Präsenz dieser Aktivistinnen wurde durch klar rassistische Praktiken unsichtbar gemacht – ein weiteres Erbe kolonialer Machtverhältnisse.
Klimagerechtigkeit bedeutet daher, historische Verantwortung an-zuerkennen, bestehende Macht- und Konsumstrukturen zu hinterfragen und soziale Fragen konsequent in den Klimaschutz einzubeziehen. Ebenso notwendig ist die Dekonstruktion des westlichen Naturverständnisses und der darin verankerten Gewaltverhältnisse. Ein wirksamer Umgang mit der Klimakrise erfordert mehr als technologische Innovationen. Er verlangt tiefgreifende strukturelle Veränderungen: einen deutlich geringeren Ressourcenverbrauch im Globalen Norden, faire Handelsbeziehungen, die Stärkung lokaler Entscheidungsmacht sowie die Anerkennung vielfältiger Wissenssysteme. Die Klimakrise ist kein gleichmäßig verursachtes Menschheitsproblem. Sie ist das Ergebnis eines spezifischen historischen Systems. Wer sie lösen will, kommt an einer Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe nicht vorbei.
[Info]
Laura Mahler ist Referentin für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung bei der GfbV.
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