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Burkhard Gauly
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Arun Gandhi, Enkel von Mahatma Gandhi, sollte am 17.03.2020 u.a. auch bei uns im TOLLHAUS live aus seinen Büchern lesen. Die Veranstaltung musste wegen Corona leider abgesagt werden. Wir freuen uns, dieses im Rahmen von TOLLHAUS TV nun wenigstens digital nachholen können. Im Gespräch mit Arun Gandhi sind Stefan Lau (DFG-VK), Robert Besta (Schauspieler), Johanna Mugabi (Arbeitsstelle Frieden), Katharina Steinhöfel Robert Besta liest aus Arun Gandhis Buch: „Sanftmut kann die Welt erschüttern“
11. Mai 2026, 18 Uhr
Parents Circle — Families Forum Trauernde Israelis und Palästinenser:innen für Frieden
Tollhaus, Alter Schlachthof 35, 76131 Karlsruhe
Laila al-Sheikh, palästinensisches Mitglied
Michal Halev, israelisches Mitglied
Seit über 30 Jahren arbeiten israelische und palästinensische Familien im Parents Circle — Families Forum zusammen, die durch Gewalt, Terror und Krieg Angehörige verloren haben. Trotz ihres tiefen persönlichen Leids setzen sie sich konsequent für Dialog, Verständigung und ein Ende der Gewalt ein.
Statt Hass wählen sie den gemeinsamen Weg der Trauer. Ihr Anliegen ist nicht Vergebung, sondern die Transformation von Schmerz in Hoffnung — und die Überzeugung, dass Frieden nur durch gegenseitiges Zuhören und Anerkennen möglich ist.
Der Parents Circle wurde 1995 gegründet und ist ungeachtet aller Eskalationen bis heute aktiv. Nach dem Hamas-Massaker an israelischen Zivilist:innen am 7. Oktober 2023 schlossen sich weitere Betroffene an — darunter Angehörige der Ermordeten sowie ehemalige Hamas-Geiseln. Gleichzeitig engagieren sich palästinensische Familien, von denen viele im Krieg im Gazastreifen zahlreiche Angehörige verloren haben.
Im September 2025 wurde der Parents Circle mit dem Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis ausgezeichnet — eine von vielen wichtigen Ehrungen, die die Arbeit der Organisation würdigten.
Diese Veranstaltung bietet die seltene Gelegenheit, Stimmen zu hören, die sich der Spirale aus Gewalt und Vergeltung bewusst entziehen — und stattdessen für Menschlichkeit, Dialog und Frieden eintreten.
Laila Al-Sheikh lebt in Bethlehem im Westjordanland und hat Rechnungswesen und Betriebswirtschaft studiert. 2002 starb ihr sechs Monate alter Sohn Qussay, nachdem er bei einem Einsatz der israelischen Armee Tränengas eingeatmet hatte und ihm der rechtzeitige Zugang zu medizinischer Hilfe verwehrt worden war. Statt nach Rache zu sinnen, setzt sich Laila seither für eine friedlichere Zukunft für ihre Kinder ein. Seit 2016 ist sie Mitglied im „Parents Circle“. „Unsere Lebensumstände sind unterschiedlich“, sagt sie, „aber wir teilen denselben Schmerz und dieselben Tränen.“
Michal Halev arbeitete als Frauenberaterin und nutzte Kunst, um Menschen zu verbinden. Ihr einziges Kind, Laor Abramov Halev, wurde am 7. Oktober 2023 im Alter von 20 Jahren auf dem Nova-Musikfestival von der Hamas getötet. Der Verlust veränderte ihr Leben grundlegend. „Ich flehe die Welt an: Beendet alle Kriege, hört auf, Menschen zu töten, hört auf, Babys zu töten“, sagte sie kurz nach Laors Tod. „Krieg ist keine Lösung, mit Krieg lässt sich nichts regeln … Ich will keine Rache in meinem Namen.“ Seither widmet sich Michal dem Andenken ihres Sohnes und engagiert sich seit 2024 im „Parents Circle“.
Übersetzung
Sebastian Plötzgen
Musikalische Begleitung
Martin Danzer, Saxophon
Dennis Heer, Bass
Veranstalter
Gesellschaft für bedrohte Völker
Parents Circle Friends Deutschland e. V.
Tollhaus Karlsruhe
Samstag, 2 Mai 2026, 17.00 Uhr
Elizabeth’in Biricik Yaşamı – The Only One, Elizabeth
Dokumentarfilm
63:40 Min. | Türkei – Libanon – Deutschland
Ort: Kinemathek Kaiserpassage 6, 76133 Karlsruhe
Elizabeth, eine ältere armenische Frau, die gezwungen war, ihre Heimat zu ver-lassen, begibt sich auf eine bewegende Reise. Ihre brutale Ermordung im Jahr 2011 wird zum Auslöser für eine tiefgrün-dige Auseinandersetzung, die ihre Lebensgeschichte mit der ihrer Nichten und der Filmema-cherin verflicht. Gemeinsam streben sie danach, die Erinnerung an sie zurückzugewinnen und die Verbindung zu Adana wiederherzustellen. Es ist eine Erzählung über drei Generatio-nen von Frauen, geprägt von Kampf und Widerstand.
Die Regisseurin Ezgi Kılınçaslan ist anwesend und steht für ein anschließendes Gespräch zur Verfügung
https://kinemathek-karlsruhe.de/film/the-only-one-elizabeth
Veranstalter: Kinemathek Karlsruhe und Gesellschaft für bedrohte Völker
23. März 2025, 18.00 Uhr
ON THE BORDER – Europas Grenzen in der Sahara
Die Doku „On the Border“ führt nach Agadez im nördlichen Niger, zum geopolitischen Tor zwischen Europa und Afrika.
Dauer 90 Minuten
Ort: Kinemathek Kaiserpassage 6, 76133 Karlsruhe
Wie Agadez ins Zentrum geopolitischer Interessen geriet und im Chaos versank und was das Scheitern politischer Versprechen mit den Menschen vor Ort machte, erzählt der beeindruckende Dokumentarfilm „On the Border – Europas Grenzen in der Sahara“ von Gerald Igor Haunzenberger und Gabriela Schild. Am 11. und 13. Oktober läuft der Film im NRW-Wettbewerb auf dem 35. Film Festival Cologne. In einer kleinen Stadt am Rande der Sahara testet die Europäische Union neue Grenz- und Überwachungskonzepte, um große Migrationsbewegungen 1000 km vor dem Mittelmeer zu stoppen. Ein innovatives Entwicklungsprojekt für Afrika oder eine geopolitische Maßnahme, um eine neue Flüchtlingskrise in Europa zu verhindern?
Trailer: www.youtube.com/watch
Veranstalter Kinemathek Karlsruhe, Seebrücke Karlsruhe, Deutsche Friedensgesellschaft/ Vereinte Kriegsdienstgegner*innen, Gesellschaft für bedrohte Völker
Freitag, 23. Januar um 18.00 Uhr
Mahnwache: Stoppt das Massaker im Iran
Unter der Forderung „Stoppt das Massaker im Iran“ findet
am Freitag, 23. Januar um 18.00 uhr
auf dem Marktplatz Karlsruhe
eine Mahnwache statt.
Veranstalter sind „Frau – Leben- Freiheit, Karlsruhe“, Amnesty International und die Gesellschaft für bedrohte Völker
Das Massaker des iranischen Regimes hat unzählige Menschen das Leben gekostet. Nach offiziellen Angaben sind seither einige Tausend Menschen bei den aktuellen Protesten getötet worden. Die Dunkelziffer liegt vermutlich deutlich höher. Viele weitere sind verletzt oder inhaftiert. Ihnen drohen drakonische Strafen, die Todesstrafe
Die iranischen Behörden haben zu massenhaften, rechtswidrigen Tötungen gegriffen, um jeglichen Widerstand auszulöschen und Protestierende zum Schweigen zu bringen, die grundlegenden Wandel sowie Respekt für ihre Menschenrechte und Würde gefordert haben.
Die Mahnwache fordert dazu auf, das Schweigen zu brechen und auf einen friedlichen Umgang im Iran hinzuwirken.
Die demokratischen Kräfte im Land müssen gestärkt, die Minderheiten geschützt werden.
Wir rufen die Staaten dazu auf, den Sicherheitsrat zu drängen, die Situation im Iran an den Internationalen Strafgerichtshof zu überweisen.
Redebeiträge
Dr. Ute Leidig. Staatssekretärin
Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister
om 15.11. bis 09.12.2025 (geöffnet während der Veranstaltungszeiten)
Ausstellung Take Action! Support Indigenous Activists
Ort: Kulturzentrum Tollhaus, Alter Schlachthof 35, 76131 Karlsruhe
Der 9. August ist internationaler Tag der indigenen Völker. Seit 1994 machen Menschenrechtsverteidiger*innen an diesem Tag auf die prekäre Situation indigener Völker weltweit aufmerksam. Nicht nur der illegale Abbau natürlicher Ressourcen, die bedrohlichen Folgen des Klimawandels und die fehlende Anerkennung ihrer Rechte gefährden Indigene weltweit, sondern auch politische und wirtschaftliche Marginalisierung, systematischeMenschenrechtsverletzungen und Diskriminierung. Wir solidarisieren uns mit allen starken indigenen Aktivist*innen, die Tag für Tag für ihre Rechte, die Rechte ihrer Völker und Gemeinschaften kämpfen und dabei auch ihr eigenes Leben gefährden. Ihr Aktivismus ist auch für uns wichtig: Sie kämpfen gegen den Klimawandel, den wir Menschen im globalen Norden vorantreiben, und für eine gerechtere Welt für alle.
Wir portraitieren indigene Aktivist*innen, mit denen wir zusammenarbeiten, in dieser Ausstellung. Wir stellen sechs indigene Aktivist*innen vor:
Alice Pataxo
Mitch Walking Elk
Yana Tannagasheva
Josiel Kaiowa
Beto Marubo
Joseph Moses Oleshangay
Gemeinsam möchten wir ein Zeichen setzen und unsere Solidarität mit ihnen ausdrücken.