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Aktuelles Publikationen GfbV-Jahresbericht 2024

Geschäfts- und Arbeitsbericht der Gesellschaft für bedrohte Völker für 2024

GfbV-Jahresbericht 2024

Hier finden Sie unseren Geschäfts- und Arbeitsbericht für 2024 [Download als PDF].

Das Vorwort:

Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde der GfbV,

der Krieg im Sudan hat seit dem 15. April 2023 katastrophale Ausmaße angenommen: Über elf Millionen Menschen wurden vertrieben, rund drei Millionen ins Ausland, bis zu 150.000 Menschen sind tot oder verletzt. Während in einigen Landesteilen bereits Hunger herrscht, droht in anderen Regionen eine Hungersnot.

Wir gehören zu den wenigen Organisationen, die kontinuierlich auf das entsetzliche Leid im Sudan hinweisen. Gemeinsam mit der Bana Group, einem Netzwerk sudanesischer Menschenrechtsverteidigerinnen, setzen wir uns über ethnische Grenzen hinweg für Frauenrechte, Frieden und Versöhnung ein.

Dieses Beispiel steht für viele weitere, die wir in diesem Bericht dokumentieren: unser Engagement für bedrohte Menschengruppen – gegen Verfolgung, Vertreibung und Genozid. Es ist das Fundament unserer Arbeit seit der Gründung vor fast 60 Jahren durch Tilman Zülch.

Menschenrechtsverletzungen weltweit dauern an: gegen die Rohingya, in Syrien, Armenien, Gaza, der Ukraine und vielen weiteren Regionen. Auch der Frieden, den das Abkommen von Dayton auf dem Westbalkan geschaffen hat, ist gefährdet. Immer wieder gelingt es uns, diese Konflikte öffentlich zu machen – für viele Betroffene ist unsere Solidarität ein wichtiges Zeichen.

Im Juli 2024 begegneten wir der deutsch-bosnischen Autorin Mirsada Simchen-Kahrimanovic, die als Kind das Massaker von Srebrenica überlebte. Nach dem Gedenktag schrieb sie uns: „Besonders beeindruckt hat mich eure Aufrichtigkeit und das wirkliche Engagement für Menschenrechte. Ich bin sehr dankbar, dass wir uns kennengelernt haben.“

Im Oktober war der Friedensnobelpreisträger Oleg Orlov bei unserer Jahreshauptversammlung zu Gast. In seiner Rede erinnerte er an unsere gemeinsame Arbeit während der TschetschenienKriege und bedankte sich für unseren Einsatz zu seiner Freilassung.

Solche Rückmeldungen bestärken uns, unsere Arbeit entschlossen fortzusetzen – trotz der vielen Herausforderungen, die vor uns liegen. Unser Dank gilt unseren haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen, die mit großem Engagement und Kompetenz täglich dazu beitragen, dass unsere kleine Organisation weltweit Wirkung entfalten kann.

Getragen wird diese Arbeit aber vor allem von Ihnen – unseren Mitgliedern, Ehrenamtlichen, Spender*innen, Förder*innen und Abonnent*innen. Nur durch Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung können wir weiterhin für religiöse und ethnische Minderheiten, Indigene Völker und Opfer von Genozid eintreten.

Herzliche Grüße

Ihr Bundesvorstand

Hier finden Sie unseren Geschäfts- und Arbeitsbericht für 2024 [Download als PDF].

Diese Dokumentation ist kostenlos – unsere Arbeit nicht.

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