Zum Tag des indigenen Widerstands am 12. Oktober macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die zunehmende Kriminalisierung indigener Aktivisten in Ecuador aufmerksam. Seit Wochen protestieren indigene Gemeinschaften, angeführt von der Konföderation der indigenen Nationalitäten Ecuadors (CONAIE), gegen neue Bergbau- und Infrastrukturprojekte. Bei den landesweiten Demonstrationen kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen mit Sicherheitskräften, bei denen der Kichwa-Vertreter Efraín Fueres vor laufenden Kameras getötet wurde.
Zum Tag des Amazonas am 5. September ruft die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Bundesregierung sowie EU-Kommission dazu auf, die Rechte Indigener Völker im Amazonasgebiet zu achten und die fortschreitende Entwaldung zu stoppen. „Europa muss seine globale Verantwortung ernst nehmen und den Import von Produkten unterbinden, für die Regenwald gerodet oder abgebrannt wurde“, forderte Jan Königshausen, GfbV-Referent für Indigene Völker, am heutigen Donnerstag in Berlin.
Einladung zur Menschenrechtsaktion an der Botschaft Ecuadors (25.11.)
Im Rahmen einer Menschenrechtsaktion übergibt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine Petition zur Unterstützung der Waorani und des Schutzes des Yasuní an die Botschaft der Republik Ecuador. Dazu laden wir Sie herzlich ein.
Blick von oben über den Regenwald am Amazonas
CC BY-SA 2.0
Tourismus und Menschenrechte
Verantwortungsbewusstes Reisen in indigene Gebiete, zum Beispiel im Amazonas, kann das Wohlergehen der lokalen Bevölkerung unterstützen, Wissen und Verständnis schaffen und dabei die Umwelt schonen. Das klappt natürlich nur, wenn die Indigenen vor Ort ihre Gäste aus freien Stücken willkommen heißen und die Reisen in ihr Gebiet selbst anbieten.
Vor zehn Jahren wurde die UN Declaration on the Rights of Indigenous Peoples (UNDRIP) von der UN-Vollversammlung verabschiedet. Aber viele der darin beschrieben Rechte stehen für indigene Gemeinschaften bis heute nur auf dem Papier. Foto: Eliane Fernandes Ferreira
Memorandum: 10 Jahre UN-Deklaration zu den Rechten indigener Völker (UNDRIP)
Zehn Jahre nach der Verabschiedung der Deklaration zieht die Menschenrechtsorganisation Gesellschaft für bedrohte Völker eine kritische Bilanz
Menschenrechtsreport Nr. 77: Indigene Umweltaktivisten in Lebensgefahr
Kohle, Öl, Gas, Wasserkraft sind die Motoren für die Wirtschaft in den Industrienationen weltweit. Fast immer setzen Konzerne und Regierungen die Wirtschaftsentwicklung über Umweltschutz und Menschenrechte. Die ersten Opfer dieses Prozesses, der sich zunehmend auch auf den Klimawandel negativ auswirkt, sind die etwa 450 Millionen Angehörigen von 5.000 indigenen Völkern weltweit.
9. August: Internationaler Tag der indigenen Völker
Weltweit müssen indigene Völker einen hohen Preis für den unersättlichen Energiehunger in den Industrienationen zahlen. Darauf macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen anlässlich des Tages der indigenen Völker (9. August) aufmerksam. Damit bei uns das Licht nicht ausgeht, wird Ureinwohnerland im kanadischen Saskatchewan oder in Australien durch den Uranabbau radioaktiv verseucht, verschwindet das Land der Wayúu-Indianer in Kolumbien oder der Schoren in Sibirien in riesigen Tagebauminen der Steinkohleindustrie.
Die ca. 3.000 Waorani-Indianer und andere indigene Gemeinschaften im Yasuní-Nationalpark am Amazonas in Ecuador sind in so unmittelbarer Gefahr, dass eine ihrer Repräsentantinnen jetzt selbst hier …