Ein halbes Jahr nach der Einreichung der historischen Beschwerde samischer Rentierhirten aus Finnland vor dem UN-Menschenrechtsausschuss in Genf erneuert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ihre Forderung an die finnische Regierung, den Fall als Weckruf zu begreifen und die Rechte der Sámi zu respektieren. Mit Beginn des Jahres 2026 hat der UN-Menschenrechtsausschuss das Verfahren offiziell aufgegriffen und mit der Prüfung der Beschwerde begonnen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt die Entscheidung des finnischen Parlamentes, einer Reform des Sámi-Parlamentsgesetzes zuzustimmen. Damit werden laut der Menschenrechtsorganisation die Rechte der indigenen Sámi gestärkt.
Die Einigung über die Aufhebung der türkischen Blockade der Beitrittsgesuche Schwedens und Finnlands auf dem Nato-Gipfel in Madrid lässt Schlimmes befürchten. Die Gesellschaft für bedrohte Völker rechnet damit, dass die skandinavischen Länder die Verfolgung vor allem der kurdischen Bevölkerung verstärken werden, um den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zufrieden zu stellen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker warnt davor, auf die erneuten Erpressungsversuche des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan einzugehen. Dieser versucht, aus den Beitrittsersuchen Finnlands und Schwedens zur Nato außenpolitisches Kapital zu schlagen.
Ramil Belyayev, Imam der finnisch-tatarischen Muslime, gedenkt den muslimischen Tataren, die im Zweiten Weltkrieg für Finnland gefallen sind. Foto: Dr. Marat Gibatdinov
Finnische Tataren: Muslime des hohen Nordens
Die kleine tatarische Gemeinschaft in Finnland, die 850 Mitglieder zählt, kämpft ums Überleben.
Aus bedrohte völker_pogrom 272, 4/2012Seit tausenden von Jahren bevölkern die Samen das Gebiet Sápmi im hohen Norden Europas. Das indigene Volk hatte vor allem in den vergangenen Jahrhunderten mit …