Der "Women's Memorial March" zum Schutz indigener Frauen in Vancouver. Die GfbV fordert einen besseren Schutz indigener MenschenrechtlerInnen. Es muss eine internationale Konvention zu ihrer Sicherheit entwickelt werden. Bild: kennymcdonald/Vancouver via Flickr CC BY-NC 2.0
Internationaler Tag der indigenen Völker (9. August)
Weltweit nimmt die Gewalt gegen indigene Menschenrechtsverteidiger zu. Darauf weist die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich des Internationalen Tages der indigenen Völker (9. August) hin.
Internationaler Frauentag: Indigene Menschenrechtsverteidigerinnen sind mehrfach bedroht
Zum Internationalen Frauentag hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen besseren Schutz indigener Menschenrechtsverteidigerinnen gefordert.
Menschenrechtsreport Nr. 77: Indigene Umweltaktivisten in Lebensgefahr
Kohle, Öl, Gas, Wasserkraft sind die Motoren für die Wirtschaft in den Industrienationen weltweit. Fast immer setzen Konzerne und Regierungen die Wirtschaftsentwicklung über Umweltschutz und Menschenrechte. Die ersten Opfer dieses Prozesses, der sich zunehmend auch auf den Klimawandel negativ auswirkt, sind die etwa 450 Millionen Angehörigen von 5.000 indigenen Völkern weltweit.
Hunderte Sprachen vom Aussterben bedroht – Positive Entwicklung bei Sprachen indigener Völker in Mittelamerika
Anlässlich des Internationalen Tages der Muttersprache macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) darauf aufmerksam, dass mehr als 600 Sprachen und Dialekte vom Aussterben bedroht sind. Weitere 1.800 von weltweit mehr als 6.000 Sprachen sind akut gefährdet.
Esoteriker und Verschwörungstheoretiker hatten 2012 Hochkonjunktur, denn das vergangene Jahr stand ganz im Zeichen eines drohenden Weltuntergangs. Diesen hatten die Maya vor Jahrtausenden vermeintlich prophezeit – es endete lediglich ein B’aktun, ein 400-jähriger Zyklus im Kalendersystem der Maya, und ein neuer begann.
Konflikte rund um Wasser sind Thema eines 22-seitigen Memorandums, das die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich des Weltwassertages am 22. März 2013 veröffentlicht hat.
Die internationale Menschenrechtsorganisation zeigt darin anhand von 16 Beispielen aus aller Welt, dass vielerorts Ureinwohnergemeinschaften durch massive Eingriffe in den natürlichen Lauf von Flüssen oder durch das Einleiten oder Einsickern von Giftstoffen in Fischgründe und Grundwasser gefährdet sind.
Menschenrechtsreport Nr. 67: Landraub bedroht indigene Völker
Hunderte indigene Völker bedroht der weltweit zunehmende Landraub in ihrer Existenz. Nach dem Fluch begehrter Bodenschätze ist es nun der Boom der Bio-oder Agrotreibstoffe und die Suche nach fruchtbaren Anbauflächen, die das Überleben von Millionen Ureinwohnern akut gefährden. Nationale und internationale Agrar-Unternehmen, Investmentgesellschaften und Pensionsfonds haben in rund 60 Staaten langfristig große Flächen gepachtet oder gekauft, um dort Nahrungsmittel für den Export anzubauen. So haben indigene Völker im vergangenen Jahrzehnt bereits mehrere Dutzend Millionen Hektar Land verloren, das staatliche Stellen an Investoren verpachteten oder veräußerten, ohne dass die Ureinwohner davon erfuhren. Die Behörden dieser Staaten, die zumeist in den Vereinten Nationen feierlich die Rechte indigener Völker anerkannt haben, leugnen in der Praxis deren Besitzansprüche. Sie erklären die traditionell von indigenen Völkern genutzten Flächen für „herrenlos“ und „ungenutzt“, um sie an Investoren verpachten zu können.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat in diesem Report beispielhaft zwölf Fälle des Landraubs in Südostasien, Nordasien, Afrika und Mittel- sowie Südamerika dokumentiert.
Der weltweit zunehmende Landraub bedroht die Existenz von Millionen Ureinwohnern. Darauf macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich des internationalen Tages der indigenen Völker (9. August) mit einem neuen Menschenrechtsreport aufmerksam. Die große Nachfrage von Investoren nach fruchtbarem Ackerland hat dazu geführt, dass indigene Völker in den vergangenen zehn Jahren viele Millionen Hektar Land verloren haben.