Kambodscha ist ein Land in Südostasien und liegt zwischen Vietnam, Laos und Thailand. In Kambodscha leben circa 14,5 Millionen Menschen, davon sind Schätzungen zufolge 85-90 Prozent Khmer. Größte Minderheiten sind Vietnamesen, die Cham und Chinesen.
Außerdem leben in Kambodscha 17 animistisch geprägte Volker, deren ethnische Zugehörigkeit sich oft über die Landesgrenzen hinweg nach Thailand, Laos und Vietnam erstreckt. Laut einer Volkszahlung von 2008 sprechen 179.000 Kambodschaner eine indigene Muttersprache, so dass die Ureinwohner offiziell 1,34 Prozent der Gesamtbevölkerung des Landesausmachen. Die Zahl konnte deutlich hoher liegen, da viele Menschen ihre Zugehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit verschweigen. Die indigenen Gemeinschaften beanspruchen Gewohnheitsrechte an rund vier Millionen Hektar Land in 15 der 24 kambodschanischen Provinzen. Zweidrittel der Volker sind in den nordöstlichen Provinzen Ratanakiri und Modulkiri beheimatet, wo sie auch die Bevölkerungsmehrheit ausmachen.
Die Richterkammer des Khmer Rouge-Sondertribunals in Kambodscha verurteilte heute zwei ehemalige hochrangige Führer der Roten Khmer wegen Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und schweren Verstößen gegen die Genfer Konventionen zu lebenslanger Haft. Bild: Khmer Rouge Tribunal (ECCC) via Flickr CC BY 2.0
Kambodscha: Urteil am Khmer Rouge-Sondertribunal Meilenstein im Kampf gegen Straflosigkeit
Als „Meilenstein“ im Kampf gegen Straflosigkeit für Verbrechen des Pol Pot-Regimes an Minderheiten bezeichnete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) das heutige Urteil des Khmer Rouge-Sondertribunals in Kambodscha.
Abschiebung von 36 verfolgten Christen nach Vietnam – Kambodscha verletzt UN-Flüchtlingskonvention
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Kambodschas Abschiebung von 36 Christen eines verfolgten indigenen Volkes nach Vietnam verurteilt. Die zwangsweise Abschiebung der Ureinwohner ist eine grobe Verletzung der Flüchtlingskonvention der Vereinten Nationen, da den Flüchtlingen in Vietnam akute Gefahr für Leib und Leben droht.
Aus bedrohte völker_pogrom 281, 2-3/2014Ohne Ausweis keine BürgerrechteSeit mehreren Generationen leben Vietnamesen als Fischer in Kambodscha. Zwischen 300.000 und 500.000 wohnen auf Hausbooten auf…
Nach Folter und erpressten Geständnissen 13 Bürgerrechtler verurteilt
Die Verurteilung von 13 Bürger- und Menschenrechtlern zu Haftstrafen zwischen fünf und neun Jahren in Phnom Penh hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag als „politisch motivierte Willkürjustiz“ scharf kritisiert. Als belastende Beweise gegen die Männer, unter ihnen sechs Angehörige der Khmer-Krom-Minderheit, waren größtenteils erpresste Dokumente vorgelegt worden.
Buddhistische Mönche der Khmer Krom-Minderheit wurden verhaftet und eingeschüchtert
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat bei der Regierung Kambodschas gegen schwere Übergriffe der Sicherheitskräfte auf buddhistische Mönche der Khmer Krom-Minderheit bei den Demonstrationen der streikenden Textilarbeiter protestiert. Fünf Mönche, die der aus Vietnam stammenden ethnischen Minderheit angehören, sind bei den Demonstrationen in der Hauptstadt Phnom Penh am 2. Januar 2014 gezielt von den Sicherheitskräften herausgegriffen und misshandelt worden.
Deutschland soll sich für die Rechte der Ureinwohner und Minderheiten einsetzen
Nach den Parlamentswahlen in Kambodscha am kommenden Sonntag muss die deutsche Bundesregierung ihre Entwicklungszusammenarbeit mit dem südostasiatischen Land überprüfen, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Als eines der größten Geberländer ist Deutschland dazu aufgerufen, der neu legitimierten Regierung in Kambodscha unmissverständlich nahezulegen, die Rechte indigener Gemeinschaften und Minderheiten zu respektieren.
Konflikte rund um Wasser sind Thema eines 22-seitigen Memorandums, das die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich des Weltwassertages am 22. März 2013 veröffentlicht hat.
Die internationale Menschenrechtsorganisation zeigt darin anhand von 16 Beispielen aus aller Welt, dass vielerorts Ureinwohnergemeinschaften durch massive Eingriffe in den natürlichen Lauf von Flüssen oder durch das Einleiten oder Einsickern von Giftstoffen in Fischgründe und Grundwasser gefährdet sind.
Konflikte rund um Wasser – Massive Eingriffe bedrohen indigene Gemeinschaften weltweit
Konflikte rund um Wasser sind Thema eines 22-seitigen Memorandums, das die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich des Weltwassertages am 22. März veröffentlicht hat. Die internationale Menschenrechtsorganisation zeigt darin anhand von 16 Beispielen aus aller Welt, dass vielerorts Ureinwohnergemeinschaften durch massive Eingriffe in den natürlichen Lauf von Flüssen oder durch das Einleiten oder Einsickern von Giftstoffen in Fischgründe und Grundwasser gefährdet sind.
Aus bedrohte völker_pogrom 272, 4/2012Prey Lang, „unser Wald“, so heißt der letzte intakte Urwald Südostasiens in der Sprache der indigenen Kuy. Doch der rund 3600 Quadratkilometer große immergrüne…