Mit Putin keine Chance auf Frieden im Nordkaukasus
Vor der Vereidigung von Wladimir Putin zum russischen Präsidenten am kommenden Montag in Moskau warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) vor einem Andauern der bürgerkriegsähnlichen Gewalt in den Republiken des Nordkaukasus. Mit Putin gibt es keine Chance auf Frieden für die Menschen im Nordkaukasus. Sie leiden seit mehr als zehn Jahren unter schwerster Willkür und Gewalt, der er durch seine gnadenlose Politik Vorschub geleistet hat.
Zivilbevölkerung zwischen Terror und dem staatlichen Versuch, die Sicherheitslage zu verbessern
Kabardino Balkarien liegt am Nordabhang des Kaukasus. Der höchste Berg des Hochgebirges, der Elbrus, liegt auf dem Gebiet der islamisch geprägten Republik. Hier leben rund eine Million Menschen, die zu etwa 50 Prozent den Kabardinern, zu elf Prozent den Balkaren sowie zu 25 Prozent den Russen und weiteren Minderheiten angehören.
Kabardino-Balkarien war immer schon eine multinationale Republik. Die Balkaren sind ihre älteste ethnische Gemeinschaft. Laut einer Volkszählung von 2002 machen sie mit rund 105.000 Angehörigen in der Republik etwa 11,6 Prozent der Bevölkerung aus.