Anlässlich der Hauptversammlung des Rohstoffkonzerns Glencore am 28. Mai 2026 kritisiert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) den Rohstoffkonzern für seine Verantwortung bei Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung in Kolumbien. Trotz internationaler Vorwürfe setzt Glencore den Steinkohleabbau in der Cerrejón-Mine fort. Die Cerrejón-Mine in La Guajira ist eine der größten Steinkohle-Tagebaugruben der Welt und gehört vollständig zu Glencore.
Zum Internationalen Tag der Biodiversität warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), dass eine Klimapolitik, die allein auf Emissionssenkung setzt, den Druck auf indigene Gebiete weltweit verschärft.
Während die EnBW Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) auf ihrer Hauptversammlung, online am morgigen 7. Mai, Dividenden in Höhe von 551 Millionen Euro beschließen möchte, leidet das Indigene Volk der Wayúu in La Guajira unter den Folgen des Kohleabbaus in Kolumbien, der diese Gewinne ermöglicht hat. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert den Energiekonzern daher auf, endlich Verantwortung für Menschenrechtsverletzungen im Cerrejón-Tagebau zu übernehmen.
Mit Luis Díaz verpflichtet der FC Bayern München einen Mann, dessen persönliche Geschichte eng mit einer der konfliktreichsten Regionen Lateinamerikas verbunden ist: der Halbinsel La Guajira im Norden Kolumbiens. „Die Region ist geprägt von extremer Armut und zunehmender Dürre – und sie ist das Zentrum eines gigantischen Kohletagebaus, der seit Jahrzehnten die Lebensgrundlagen der indigenen Wayúu und afro-kolumbianischen Gemeinschaften zerstört“, sagt Jan Königshausen, Referent für Indigene Völker.
Verleihung des Nachhaltigkeitspreises der Bundesregierung an Energiekonzern EnBW wäre ein „falsches Zeichen“
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) kritisiert die Nominierung des Energiekonzerns EnBW für den „Corporate Social Responsibility“-Preis der Bundesregierung und fordert die Jury gemeinsam mit weiteren Menschenrechtsorganisationen dazu auf, den Nachhaltigkeitspreis nicht an EnBW zu verleihen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) kritisiert die strukturelle Trennung zwischen der Biodiversitätskonferenz (COP16) und der Klimakonferenz (COP29). Diese künstliche Teilung behindere die ganzheitliche Betrachtung von Umwelt- und Klimaschutzthemen und ignoriere die komplexen Wechselwirkungen zwischen Biodiversitätsverlust und globaler Erderwärmung.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) kritisiert die nun bekannt gewordene Finanzierung des Überwachungsprogramms Pegasus für kolumbianische Sicherheitsdienste durch die USA. „Bekanntlich wird die Spionagesoftware der NSO Group häufig für die Überwachung von Oppositionellen, aber auch Journalisten und Aktivisten verwendet. Gerade in Kolumbien, dem Land mit den weltweit meisten ermordeten Aktivisten, kann der Einsatz dieser Spyware die ohnehin alarmierende Lage weiter verschärfen“, warnt Jan Königshausen, GfbV-Referent für Indigene Völker.
Zehntausend Indigene marschieren nach Bogotá:
• Protestmarsch gegen Gewalt in Kolumbien
• Reaktion auf Gewaltwelle gegen indigene Gebiete
• Mindestens 42 Massaker an Indigenen allein in diesem Jahr
Andenken an Ashaninka-Menschenrechtsaktivisten Edwin Chota. Headerbild: Poster Boy via Flickr CC BY-2.0
Morde an indigenen Menschenrechtlern in Peru werden erstmals strafrechtlich aufgearbeitet
Als „bedeutenden Schritt im Kampf gegen Straflosigkeit im Regenwald“ bezeichnete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Ankündigung von Perus Staatsanwaltschaft, wegen der Tötung von vier …