Zum Internationalen Tag der Verschwundenen, am 30. August, erinnert die Gesellschaft für bedrohte Völker an die weltweit zehntausenden Opfer dieser schrecklichen Praxis. Neben Kriminellen lassen vor allem autoritäre Regime Menschen verschwinden, die sich für die Rechte der ethnischen, religiösen oder sprachlichen Gruppe einsetzen, der sie selbst angehören.
Donald Trumps Plan für die Abschottung der USA gegen Mexiko durch eine Mauer wird von indigenen Gemeinschaften vehement abgelehnt, Foto: Michael Vadon via Flickr
USA: Indigene gegen Mauer und Pipelines
Donald Trumps Plan für die Abschottung der USA gegen Mexiko durch eine Mauer wird von indigenen Gemeinschaften vehement abgelehnt. Nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen sind sie nicht bereit zuzulassen, dass ihr Territorium durch eine unüberwindbare Ländergrenze geteilt wird.
Menschenrechtsreport Nr. 77: Indigene Umweltaktivisten in Lebensgefahr
Kohle, Öl, Gas, Wasserkraft sind die Motoren für die Wirtschaft in den Industrienationen weltweit. Fast immer setzen Konzerne und Regierungen die Wirtschaftsentwicklung über Umweltschutz und Menschenrechte. Die ersten Opfer dieses Prozesses, der sich zunehmend auch auf den Klimawandel negativ auswirkt, sind die etwa 450 Millionen Angehörigen von 5.000 indigenen Völkern weltweit.
Hunderte Sprachen vom Aussterben bedroht – Positive Entwicklung bei Sprachen indigener Völker in Mittelamerika
Anlässlich des Internationalen Tages der Muttersprache macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) darauf aufmerksam, dass mehr als 600 Sprachen und Dialekte vom Aussterben bedroht sind. Weitere 1.800 von weltweit mehr als 6.000 Sprachen sind akut gefährdet.
Esoteriker und Verschwörungstheoretiker hatten 2012 Hochkonjunktur, denn das vergangene Jahr stand ganz im Zeichen eines drohenden Weltuntergangs. Diesen hatten die Maya vor Jahrtausenden vermeintlich prophezeit – es endete lediglich ein B’aktun, ein 400-jähriger Zyklus im Kalendersystem der Maya, und ein neuer begann.
Die ILO-Konvention Nr. 169 ist die bislang einzige internationale Norm, die indigenen Völkern rechtsverbindlich Schutz und Anspruche gewahrt; also eine Art internationales Grundgesetz.