Im Juli 1995 wurden in der damaligen UN-Schutzzone Srebrenica 8.372 Bosniaken von serbischen Truppen ermordet. Die Einwohner von Srebrenica hatten ihr Leben den niederländischen Blauhelmen anvertraut. Foto: The Advocacy Project via Flickr
Urteil aus Den Haag: „Schlag ins Gesicht für Überlebende von Srebrenica“
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist vom Urteil des Berufungsgerichts in Den Haag über die Mitschuld der Niederlande am Massaker von Srebrenica enttäuscht.
„Den Ausgang des niederländischen Referendums zum Assoziierungsabkommen mit der Ukraine kann man als Triumph für die russische Regierung sehen“, sagt Sarah Reinke, GUS-Referentin der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).
Anhörung vor niederländischem Berufungsgericht Arnhem (13.11.)
Die niederländische Staatsanwaltschaft muss endlich Ermittlungen gegen drei Offiziere aufnehmen, die 1995 in Srebrenica stationiert waren. Diese Forderung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich der Anhörung von Überlebenden des Völkermordverbrechens und ehemaligen niederländischen Blauhelmen am Donnerstag vor dem Berufungsgericht in Arnhem erhoben.
Gesellschaft für bedrohte Völker fordert: Niederlande und Vereinten Nationen müssen Überlebenden von Srebrenica Entschädigung zahlen!
Die Niederlande und die Vereinten Nationen (UN) müssen den überlebenden Angehörigen der Opfer von Srebrenica jetzt Entschädigung zahlen, forderte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen nach dem Grundsatzurteil des Obersten Gerichtshofes der Niederlande am Freitag. Die Entscheidung der Richter führt der internationalen Öffentlichkeit das Versagen der UN im Bosnienkrieg noch einmal deutlich vor Augen.
Müssen die Niederlande für den Tod der Einwohner von Srebrenica Mitverantwortung übernehmen?
Mit Spannung erwartet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) das Urteil des Obersten Gerichtshofes der Niederlande im Verfahren überlebender Angehörige der Opfer von Srebrenica gegen den niederländischen Staat. In dem Prozess soll entschieden werden, ob die in Srebrenica stationierten niederländischen Blauhelme für die Ermordung von bosnischen Zivilisten, die auf dem Stützpunkt der UN-Schutztruppe Zuflucht vor den serbischen Truppen gesucht hatten und fortgeschickt worden waren, tatsächlich Mitverantwortung tragen müssen.
170 Bosnierinnen in Straßburg erwartet: Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte soll Immunität der UNO im Fall Srebrenica prüfen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) unterstützt die „Mütter von Srebrenica“, die dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte am Donnerstag in Straßburg das Immunitäts-Urteil des höchsten niederländischen Zivilgerichts zur Prüfung vorlegen wollen.
Ein gerechtes Urteil für Überlebende des Völkermordes in Srebrenica
Die Gesellschaft für bedrohte Völker begrüßt gemeinsam mit Betroffenen aus der ehemaligen sogenannten UN-Schutzzone Srebrenica das gestrige Urteil (5. Juli) des Den Haager Berufungsgerichts zum ersten Zivilprozess von Srebrenica-Überlebenden gegen die niederländische Regierung.
Die Verantwortung für den gescheiterten Schutz für die Opfer des Völkermords von Srebrenica
In Erwartung des Urteils des niederländischen Berufungsgerichts am 5. Juli 2011 um 10.00 Uhr über die Berufung der Überlebenden des Genozids im Zusammenhang mit ihrer Zivilklage gegen den niederländischen Staat (Paleis van Justitie, Prins Clauslaan 60, 2500 Den Haag).