Auch die Bürgerkriege im Sudan sind vergessene Konflikte. Hunderttausende Menschen müssen unsägliches Leid ertragen. Foto: Albert Gonzalez Farran/UNAMID
Editorial: Im Schatten großer Kriege
Fernab großer Kriege gibt es zahllose Konflikte, die in der Berichterstattung unterzugehen drohen.
In einem Schreiben an Indonesiens Staatspräsident Joko Widodo forderte die GfbV ein Ende der willkürlichen Verhaftungen. Foto: Brookings Institution/Flickr, Indonesiens Staatspräsident Joko Widodo
Westpapua-Konflikt droht zu eskalieren
Nach der Verhaftung von 96 Demonstranten hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) vor einer Eskalation des Westpapua-Konflikts gewarnt. In einem Schreiben an Indonesiens Staatspräsident Joko Widodo forderte die GfbV ein Ende der willkürlichen Verhaftungen. „Indonesien ist eine Demokratie und darf grundlegende Bürgerrechte in Papua nicht außer Kraft setzen.“
Papua-Neuguinea stoppt nach Protesten indigener Fischer das weltweit erste Tiefseebergbau-Projekt in ehemaliger deutscher Kolonie
Mit Erleichterung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf den Stopp des weltweit ersten Tiefseebergbau-Projekts vor der Küste Papua-Neuguineas im Südpazifik reagiert. Die bislang unabsehbaren sozialen und ökologischen Folgen des Tiefseebergbaus für indigene Fischer müssen erst umfassend untersucht werden, bevor neue Genehmigungen für diese umstrittenen Rohstoffprojekte erteilt werden dürfen.
Der weltweit zunehmende Landraub bedroht die Existenz von Millionen Ureinwohnern. Darauf macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich des internationalen Tages der indigenen Völker (9. August) mit einem neuen Menschenrechtsreport aufmerksam. Die große Nachfrage von Investoren nach fruchtbarem Ackerland hat dazu geführt, dass indigene Völker in den vergangenen zehn Jahren viele Millionen Hektar Land verloren haben.
Menschenrechtler erhoffen sich Hilfe für Papua-Ureinwohner
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) erhofft sich vom Indonesien-Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel Hilfe für Papua-Ureinwohner, die besonders massiv unter Menschenrechtsverletzungen und der Zerstörung des Regenwaldes leiden. Wir erwarten, dass die Bundeskanzlerin sich für einen glaubwürdigen Dialog zwischen den Papua und der indonesischen Regierung einsetzt, um nach 50 Jahren Bürgerkrieg endlich zu einer Verständigung zu kommen.
Indonesiens Armee bestätigt Beschluss 100 Leopard-Kampfpanzer der Bundeswehr zu kaufen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) protestiert gegen den geplanten Verkauf von 100 Leopard-Kampfpanzern an Indonesien. Deutschland sollte keine Armee hochrüsten, der massive Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden.
Menschenrechtler warnen vor Verkauf von Leopard-Kampfpanzern an Indonesien
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt nachdrücklich vor einem Verkauf von Leopard-Kampfpanzern an Indonesien. Es wäre ein falsches Signal, wenn Deutschland eine Armee aufrüstet, der massive Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden und die in der Vergangenheit bereits systematisch deutsche Rüstungsexportauflagen missachtet hat.