25 Jahre nach dem Genozid in Ruanda ist die Welt nicht sicherer geworden. Verbrechen wie damals können sich jederzeit wieder ereignen. Der internationalen Staatengemeinschaft fehlt der politische Wille, sie zu verhindern. Bild: United Nations Photo via Flickr. CC BY-NC-ND 2.0
Ruanda gedenkt der Opfer des Völkermordes vor 25 Jahren (7.4.)
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert anlässlich des Gedenkens an den Völkermord in Ruanda vor 25 Jahren mehr Schutz der Zivilbevölkerung vor schwersten Menschenrechtsverletzungen. Das Schicksal von 1,5 Millionen Uiguren und Kasachen in chinesischen Umerziehungslagern, die gewaltsame Vertreibung von 770.000 Rohingya aus Burma im Jahr 2017 und die mehr als 60.000 Menschen Opfer von Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Südsudan seit 2013 zeigten: Trotz zahlreicher Alarmsignale werde das Morden nicht gestoppt.
Der aus Ghana stammende frühere UN-Generalsekretär (1997-2006) ist nach Informationen von Diplomaten im Alter von 80 Jahren verstorben. Bild: United States Mission Geneva via Flickr
Tod von Kofi Annan – Bedeutende Stimme für die Demokratisierung Afrikas
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat den verstorbenen früheren UN-Generalsekretär Kofi Annan als „bedeutende Stimme für die Demokratisierung Afrikas“ gewürdigt.
Auch in New York sind Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die geplante Abschiebung der Flüchtlinge zu demonstrieren. Foto Iryna Yafimchyk/ Working Families Party via Flickr
Oberstes Gericht Israels setzt Abschiebungen afrikanischer Flüchtlinge aus
Mehrere zehntausend Flüchtlinge aus Erirea und Darfur (Sudan) können Hoffnung schöpfen, ein Bleiberecht in Israel zu bekommen, nachdem das Oberste Gericht des Landes gestern ihre geplante Abschiebung bis zum 1. April 2018 aussetzte.
Es wandten sich 750 jüdische Rabbis aus aller Welt an Israels Premierminister Netanyahu und forderten mit Rücksicht auf die dramatische Flucht und Abweisung jüdischer Flüchtlinge in den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts einen Stopp der Abschiebungspläne. Foto: Cia Pak via UN Photo
Gericht durchkreuzt Pläne zur Abschiebung von Afrikanern aus Israel
Es gibt weder Sicherheit noch Perspektive für abgeschobene Flüchtende in Ruanda. Das zeigen die Beispiele Dutzender Eritreer, die nach ihrer Ausreise aus Israel ohne Ausweispapiere und finanzielle Mittel schutzlos der Willkür von Behörden und der ortsansässigen Bevölkerung in Ruanda ausgeliefert sind
Frida hat Jean Baptiste verzeihen können. Dabei hat die Kommission für Gerechtigkeit und Frieden geholfen, die Versöhnungsworkshops in Fridas Dorf durchgeführt hat. In ganz Ruanda gibt es lokale Projekte, die dem Versöhnungsprozess gewidmet sind. Bild: Trocaire via Flickr
Dörfer der Versöhnung in Ruanda
In Ruanda gibt es sogenannte Dörfer der Versöhnung. Opfer haben sich bewusst entschieden mit Tätern zusammenzuleben, die ihnen und ihrer Familie vor 23 Jahren unsägliches Leid zugefügt haben.
Das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) hat ebenfalls massive Kritik an dem Programm geübt und Israel an seine Verpflichtung aus der Genfer Flüchtlingskonvention erinnert. Foto: arsaldhillo via Flickr
Israel will afrikanische Flüchtlinge loswerden
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die von Israel geplante Abschiebung von 35.000 Flüchtlingen aus Eritrea und dem Sudan als „menschenverachtend und völkerrechtswidrig“ scharf kritisiert. „Diese Abschiebungen verstoßen gegen die Genfer Flüchtlingskonvention, deren Vertragsstaaten sich verpflichtet haben, Flüchtlingen bei schwersten Menschenrechtsverletzungen Schutz zu gewähren.
Nach den jüngsten blutigen Kämpfen im Südsudan hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Einberufung einer Dringlichkeitssitzung des Weltsicherheitsrates gefordert. Foto: EC/ECHO/Malini Morzaria via Flickr
Neue Gewalt im Südsudan gefährdet Friedensprozess
Nach den jüngsten blutigen Kämpfen im Südsudan hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Einberufung einer Dringlichkeitssitzung des Weltsicherheitsrates gefordert, um den Zusammenbruch des Friedensprozesses im Südsudan zu verhindern.
Mangelnde Sicherheit – zu wenig Hilfe: Internationale Gemeinschaft versagt bei Flüchtlingsdrama
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat mehr humanitäre Hilfe und mehr Sicherheit für die Zivilbevölkerung in der umkämpften Zentralafrikanischen Republik gefordert. „20 Jahre nach dem Völkermord in Ruanda handelt die internationale Staatengemeinschaft in der Zentralafrikanischen Republik erneut zu spät und zu zögerlich“, erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Mittwoch in Göttingen.