Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt die Entscheidung des finnischen Parlamentes, einer Reform des Sámi-Parlamentsgesetzes zuzustimmen. Damit werden laut der Menschenrechtsorganisation die Rechte der indigenen Sámi gestärkt.
Statement zur Situation in Israel und Palästina (16.06.2025)
Als Vertragsstaat der UN-Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes (1948) muss Deutschland seinen Präventionspflichten zur Verhinderung von Völkermord in Gaza nachkommen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor einem großangelegten Angriff des islamistischen Regimes in Damaskus auf die drusische Minderheit im Süden des Landes. „Drei Monate nach den Massakern an der Alawitischen Bevölkerung im Westen Syriens erhöhen die neuen Machthaber in Damaskus den Druck auf die Drusen in der südlichen Provinz Suwaida. Fast täglich werden Drusen entführt oder getötet. Die Zufahrtstraßen ins Drusengebiet werden blockiert, sodass keine Lebensmittel, Benzin oder Diesel mehr zu den Menschen kommen“, berichtete der GfbV-Nahostreferent Dr. Kamal Sido heute in Göttingen.
Zerstörte kurdische Gräber auf einem Friedhof in der türkisch besetzten Region Afrin - April 2025 - Quelle: Kamal Sido / GfbV
Sechs Monate nach dem Sturz von Assad (8.6).
Sechs Monate nach dem Sturz des syrischen Diktators Bashar al-Assad warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) vor Naivität im Umgang mit den neuen islamistischen Machthabern: „Nach einem halben Jahr der islamistischen Herrschaft über das ursprünglich multi-religiöse Syrien sehen Minderheiten dort keine Zukunft mehr für sich”, berichtete GfbV-Nahostreferent Dr. Kamal Sido heute in Göttingen.
36 Jahre Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens (4.6)
36 Jahre nach dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens am 4. Juni 1989 gedenkt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) der von der chinesischen Armee Ermordeten und ihrer Familien. „Bis heute kämpft ‚Die Gruppe der Mütter von Tiananmen‘, deren Kinder damals getötet wurden, für eine öffentliche Aufarbeitung des Massakers,“ berichtet Hanno Schedler, GfbV-Referent für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung. Jüngst veröffentlichten die Mütter von Tiananmen eine von 108 Personen unterschrieben Stellungnahme, in der sie die chinesische Regierung zu einer öffentlichen Aufarbeitung der Verbrechen aufforderte.
Einladung zur Abendveranstaltung über den Krieg im Sudan (4.6.)
Gemeinsam mit 14 weiteren humanitären und Menschenrechtsorganisationen, die alle zum Sudan arbeiten, lädt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) Sie herzlich zu einer Abendveranstaltung über d…
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wertet das Ergebnis der Sametingswahl in Schweden vom 18. Mai 2025 als deutliches Signal für mehr indigene Selbstbestimmung. Mit einer Wahlbeteiligung von 60,9 Prozent haben die Sámi ihre Vertretung neu gewählt, wie das nun vorliegende Ergebnis der Auszählung zeigt. „Die Regierung in Stockholm muss jetzt endlich anfangen, das Sameting als politisches Organ ernst zu nehmen, anstatt es als Feigenblatt zu behandeln“, forderte Gerrit Jan Hofert, Menschenrechtsreferent bei der GfbV, am heutigen Mittwoch in Göttingen.
Kritik an Karlspreis-Verleihung an von der Leyen (29.5.)
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) kritisiert die geplante Verleihung des Internationalen Karlspreises an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen scharf. Die Auszeichnung, die am 29. Mai 2025 im Krönungssaal des Aachener Rathauses verliehen werden soll, würdigt unter anderem von der Leyens Rolle beim europäischen Green Deal und ihre Führungsstärke in Krisenzeiten. Die Ehrung steht der Menschenrechtsorganisation zufolge im Widerspruch zu den negativen Auswirkungen ihrer Politik auf indigene Gemeinschaften und das Weltklima. Die GfbV fordert das Karlspreis-Direktorium daher auf, den Preis nicht an die EU-Kommissionspräsidentin zu verleihen.
Umstrittenes Gedenken an Völkermord in Namibia (28.5.)
Zum Völkermord-Gedenktag der namibischen Regierung am 28. Mai macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) darauf aufmerksam, dass dieser Tag von den offiziellen Vertretungen der Ovaherero und Nama abgelehnt wird.