Rücktritt von Christian Schmidt in Bosnien und Herzegowina
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) bewertet den angekündigten Rücktritt des Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina, Christian Schmidt, als alarmierendes Signal für die Stabilität des Landes und für die Glaubwürdigkeit der internationalen Gemeinschaft.
Niwano Peace Prize für Asháninka-Führer Benki Piyãko
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt die Verleihung des 43. Niwano Peace Prize an ihren langjährigen Freund und Partner Benki Piyãko, Träger des Weimarer Menschenrechtspreises. Der indigene Anführer des Asháninka-Volkes in Brasiliens Amazonasregion wird am heutigen Dienstag in Tokio für seinen Einsatz für den Schutz von Land, Kultur und Umwelt sowie für seine Pionierarbeit in der Wiederaufforstung und im Umweltschutz ausgezeichnet. Die GfbV hatte Piyãko für den Preis nominiert.
Während die EnBW Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) auf ihrer Hauptversammlung, online am morgigen 7. Mai, Dividenden in Höhe von 551 Millionen Euro beschließen möchte, leidet das Indigene Volk der Wayúu in La Guajira unter den Folgen des Kohleabbaus in Kolumbien, der diese Gewinne ermöglicht hat. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert den Energiekonzern daher auf, endlich Verantwortung für Menschenrechtsverletzungen im Cerrejón-Tagebau zu übernehmen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt die Resolution des Europäischen Parlaments zum neuen chinesischen Gesetz zur „Förderung ethnischer Einheit und Fortschritts“. Das Parlament benennt darin klar, dass die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) damit ihre Assimilationspolitik gegenüber ethnischen Minderheiten verschärft und kulturelle, religiöse und sprachliche Rechte einschränkt.
Die Europäische Kommission und die vier Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay werden das umstrittene EU-Mercosur-Abkommen ab dem 1. Mai 2026 anwenden. Das bundesweite Netzwerk für einen gerechten Welthandel schließt sich der transatlantischen Kritik zahlreicher Umwelt-, Landwirtschafts-, Entwicklungs- und Verbraucherverbände an.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat den Bayer-Konzern bei seiner Hauptversammlung am Freitag, 24. April 2026, aufgefordert, Verantwortung für die Gefährdung Indigener Völker durch in der EU verbotene Pestizide zu übernehmen.
Anlässlich des 111. Jahrestages des Beginns des Völkermords an den Armeniern im Osmanischen Reich am 24. April wenden sich die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), die Arbeitsgruppe Anerkennung – Gegen Genozid, für Völkerverständigung (AGA) und der Zentralrat der Armenier in Deutschland (ZAD) mit einem dringenden Appell an Bundeskanzler Friedrich Merz und Außenminister Johann Wadephul.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat in einem offenen Brief an Papst Leo XIV. appelliert, sich für die Aufklärung des Schicksals der beiden am 22. April 2013 in Syrien entführten christlichen Bischöfe einzusetzen.
Menschenrechtsaktion zur Hannover Messe (19.4.): Kritik an Partnerland Brasilien
Unter dem Motto „Think Tech Forward – but Indigenous Rights first!“ veranstaltet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine Mahnwache zur Eröffnung der Hannover Messe 2026. Die Aktion findet am Sonntag, 19. April 2026, von 16 bis 19 Uhr auf der Grünfläche nordöstlich des Hannover Congress Centrums (HCC) statt. Die Menschenrechtsorganisation kritisiert, dass sich das diesjährige Partnerland Brasilien zwar als Vorreiter einer „grünen Transformation“ präsentiert, gleichzeitig jedoch indigene Gemeinschaften entrechtet und ihre Territorien für Rohstoffprojekte opfert.