Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) betont vor dem Urteil im Gerichtsverfahren von Saúl Luciano Lliuya gegen den deutschen Energiekonzern RWE die dringende Notwendigkeit, die Kosten für den Klimawandel nicht in den Globalen Süden auszulagern und Unternehmen zur Rechenschaft zu ziehen.
Einladung zur Menschenrechtsaktion in Berlin (15.4.)
Am 15. April jährt sich der Beginn des verheerenden Kriegs im Sudan zum zweiten Mal. Anlässlich des Jahrestags veranstaltet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine Aktion unter dem Motto „Sudan nicht vergessen – Stimmen aus zwei Jahren Krieg und Krise“ vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Dazu laden wir Sie herzlich ein.
In diesem Jahr jährt sich der in Srebrenica begangene Genozid zum 30. Mal und der durch den „Dayton-Vertrag“ erzielte Waffenstillstand scheint brüchiger denn je. Anlässlich des bevorstehenden Jahrestags diskutieren Überlebende des Völkermords über die angespannte politische Lage und die Erinnerung an den Genozid. Zudem wird das bislang nicht auf Deutsch erschienene Buch „Aggression auf Bosnien-Herzegowina und die Verantwortung Serbiens und Kroatiens gestern und heute“ vorgestellt.
Zum Internationalen Roma-Tag am 8. April 2025 fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Vereinten Nationen und ihre Mitgliedstaaten auf, endlich Verantwortung für die massiven Menschenrechtsverletzungen an vertriebenen Roma, Aschkali und Balkan-Ägyptern im Kosovo zu übernehmen. Bis heute leiden viele Überlebende unter den Folgen systematischer Vernachlässigung, Armut und gesundheitlicher Schäden infolge von Bleivergiftungen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert die EU-Kommission auf, Wirtschaftsinteressen nicht über grundlegende Menschenrechte zu stellen und eine weitere Aushöhlung des EU-Lieferkettengesetzes zu verhindern. Die aktuelle Entscheidung der Kommission, das Inkrafttreten des Gesetzes zu verschieben und unter dem Vorwand des Bürokratieabbaus über Lockerungen zu beraten, sei laut der Menschenrechtsorganisation besorgniserregend.
Mit Empörung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf den Empfang des per Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) gesuchten israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu in Ungarn reagiert: „Viktor Orbán hält nichts von internationaler Gerichtsbarkeit und reiht sich damit ein in die Reihe der Totengräber des universellen Völkerrechts: Putin, Trump und Konsorten. Das verpflichtet Deutschland und die anderen EU-Partner noch stärker, sich vor die Institutionen zu stellen, die unsere Regeln und Normen schützen. Sowohl Friedrich Merz als auch Olaf Scholz müssen von Ungarn die Festnahme von Netanjahu fordern“, fordert Sarah Reinke, Leiterin der Menschenrechtsarbeit der GfbV.
Verleihung des Nachhaltigkeitspreises der Bundesregierung an Energiekonzern EnBW wäre ein „falsches Zeichen“
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) kritisiert die Nominierung des Energiekonzerns EnBW für den „Corporate Social Responsibility“-Preis der Bundesregierung und fordert die Jury gemeinsam mit weiteren Menschenrechtsorganisationen dazu auf, den Nachhaltigkeitspreis nicht an EnBW zu verleihen.
TERMINE (ab 9.4.): Nama-Konferenz zur Produktion von grünem Wasserstoff in Namibia für Deutschland
9.-10.4. Youth Summit der Nama Traditional Leaders Association zu grünem Wasserstoff in Lüderitz/ǃNamiǂNûs, Namibia 12.4. Jahrestag des Hornkranz-Massakers: Gedenkveranstaltung auf Shark Island ma…
Steinmeier reist nach Armenien und Aserbaidschan (ab 30.3.)
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf, sich bei seiner Reise nach Armenien und Aserbaidschan für die Rechte vertriebener Armenier, die Freilassung armenischer politischer Gefangener sowie für eine gerechte Friedensordnung in der Region einzusetzen.