Die Gesellschaft für bedrohte Völker wirft der deutschen Bundesregierung vor, Ermittlungsbehörden und Anwälte bei der Aufarbeitung von Verbrechen des sogenannten Islamischen Staates (IS) im Stich zu lassen. Deutsche Ermittlungsbehörden und Rechtsanwälte brauchen Kontakte zu den Behörden der „Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens“. Sie sind dringend auf Aussagen der in Nordsyrien inhaftierten IS-Angehörigen angewiesen. Auch für Gerichtsverfahren in Deutschland ist das wichtig. Das Auswärtige Amt blockiert jedoch aus Rücksicht auf den NATO-Partner Türkei jeglichen Kontakt zu den nord- und ostsyrischen Behörden. Auch deshalb kommen die Ermittlungen und die rechtliche Aufarbeitung der Verbrechen kaum voran.
Viele indigene Völker leben über Jahrtausende in einem Gebiet. Sie sind tief mit dieser Umgebung verwurzelt. Beeindruckende Natur-Heiligtümer sind Zeugnis dieser ganz besonderen spirituellen Verbindung der Menschen mit ihrer Umwelt. Kein Wunder, dass heilige Orte wie der Uluru in Australien jedes Jahr Zehntausende anlocken, die diesen eindrucksvollen Ort erleben möchten.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat heute vor der Botschaft der russischen Föderation für ihren Freund und Kollegen Oleg Orlov demonstriert. Das Vorstandsmitglied der Menschenrechtsorganisation Memorial International steht heute um 14 Uhr zum zweiten Mal in Moskau vor Gericht. Im drohen drei Jahre Haft.
Einladung zur Menschenrechtsaktion in Berlin (3.7.)
Mit einer Menschenrechtsaktion gegenüber der Botschaft der Russischen Föderation protestiert die Gesellschaft für bedrohte Völker gegen das unrechtmäßige Gerichtsverfahren gegen den bekannten Menschenrechtsverteidiger und stellvertretenden Vorsitzenden der renommierten Menschenrechtsorganisation Memorial, Oleg Orlov. Er steht am 3. Juli zum zweiten Mal vor Gericht in Moskau.
Das Massaker an der alevitischen Bevölkerung in der türkischen Stadt Sivas (Siwas) ist auch nach mittlerweile 30 Jahren weder juristisch noch politisch aufgearbeitet. Wiederholt hatten alevitische Verbände eine unabhängige Aufklärung des Verbrechens vom 2. Juli 1993 gefordert, bei dem 35 Menschen starben. Doch eine Bestrafung der Täter und ein Ende der anhaltenden Unterdrückung der alevitischen Religionsgemeinschaft sei nicht in Sicht.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat die deutsche Bundesregierung aufgefordert, sich in der bald erscheinenden China-Strategie entschlossener als bisher für Religionsfreiheit in Tibet einzusetzen. Die chinesischen Behörden verstärken ihre Bemühungen, die Verbindung der Menschen in Tibet zum Dalai Lama zu zerstören und zwingen rund eine Million tibetischer Kinder in staatlich-chinesische Internate.
Schwer bewaffnete Einheiten der Rapid Support Forces (RSF) kreisen seit gestern El Fasher ein, die größte Stadt im sudanesischen Darfur. Heute Nacht wurden aus dem Norden und Osten der Stadt heftige Kämpfe gemeldet. Die RSF halten die wichtigsten Straßen blockiert, die aus der Stadt herausführen. Nach Angaben von Quellen vor Ort ist die sudanesische Armee in höchster Alarmbereitschaft.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker gratuliert dem Rechtsanwalt und Maasai-Aktivisten Joseph Moses Oleshangay zum Weimarer Menschenrechtspreis. Joseph Oleshangay kämpft seit seiner Jugend unter größtem persönlichem Risiko für die Rechte seines Volkes. Wir freuen uns sehr, dass die Jury des Menschenrechtspreises in Weimar dieses Engagement anerkennt.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker fordert einen sofortigen Stopp des Baus eines Museums auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Heliodrom in Mostar (Bosnien und Herzegowina). Die kroatisch-nationalistische Partei HDZ möchte dort verurteilten Mördern huldigen und damit die Opfer verhöhnen. Das würde Öl ins Feuer der schwelenden Konflikte gießen und den schwierigen Aussöhnungsprozess in Bosnien unnötig behindern.