Nach dem US-Militärangriff auf Venezuela und der Entführung von Präsident Nicolás Maduro warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) vor der Aushöhlung des Völkerrechts und kritisiert die fehlende klare Verurteilung durch die Bundesregierung und die EU.
Kurz vor Weihnachten erneuert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ihren Appell an die deutsche Politik und die Medien, die Bedrohung durch den politischen Islam besonders für christliche Gemeinschaften, Alawiten/Aleviten, Drusen, Yeziden, Bahá’í, Mandäer und Juden ernst zu nehmen.
Die Entscheidung der bolivianischen Regierung, Treibstoffsubventionen über Nacht abzuschaffen, wird vor allem indigene Gemeinschaften und andere marginalisierte Bevölkerungsgruppen treffen, befürchtet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Trotz angekündigter sozialer Ausgleichsmaßnahmen sieht die Menschenrechtsorganisation ein erhebliches Risiko für soziale Unruhen und neue Proteste.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und die Nichtregierungsorganisation PowerShift kritisieren die Zustimmung der Bundesregierung zum EU-Mercosur-Abkommen scharf. Vor der noch für diese Woche geplanten Abstimmung im EU-Rat warnen die Menschenrechtsorganisationen: „Das Abkommen sichert Profite ab und lagert die sozialen, ökologischen und menschenrechtlichen Kosten systematisch aus. Besonders Indigene Völker werden unter den Folgen leiden“, befürchtet Jan Königshausen, GfbV-Referent für Indigene Völker.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert die Bundesregierung auf, die Abschwächung des EU-Lieferkettengesetzes bei der bevorstehenden Abstimmung im EU-Rat abzulehnen. „Der aktuelle Gesetzentwurf verwässert die Lieferkettenrichtlinie so stark, dass sie wirkungslos wird. Statt Betroffene von Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung zu schützen, werden die meisten Unternehmen von der Pflicht entbunden, Verantwortung für Menschenrechtsverletzungen entlang ihrer Lieferketten zu übernehmen“, kritisiert Jan Königshausen, GfbV-Referent für Indigene Völker.
Chile: Präsidentschaftswahl und Handelsbeziehungen mit der EU
Indigene Gemeinschaften in Chile werden Verlierer der Wahlen sein, unabhängig vom tatsächlichen Ausgang der Präsidentschaftswahl am Sonntag, dem 14. Dezember, fürchtet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Besonders ein Wahlsieg des extrem rechten José Antonio Kast würde für Indigene Völker deutliche Repressionen zur Folge haben.
Die Mitgliederorganisationen des Forums Menschenrechte, zu denen auch die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gehört, haben in diesem Jahr 90 Aide-Mémoires mit menschenrechtlichen Länder- und Themenanalysen und Empfehlungen an die Bundesregierung erstellt.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) unterstützt das Statement von Göttingen Postkolonial und der Ovaherero Genocide Foundation, das die Schließung der Anthropologische Sammlung der Universität Göttingen deutlich kritisiert. Im Februar 2026 soll die Sammlung geschlossen werden, obwohl es bislang kein menschenrechtskonformes Konzept für den Umgang mit den dort verwahrten menschlichen Gebeinen gibt.
Roma-Inklusion im Fokus: Partnerschaften zwischen der Ukraine und Deutschland stärken
Wie können die Rechte und Bedürfnisse von Roma in der Ukraine und von Roma-Geflüchteten aus der Ukraine in Deutschland besser geschützt werden? Diese und weitere drängende Fragen stehen im Mittelpunkt der Tagung „Roma-Inklusion im Fokus: Partnerschaften zwischen der Ukraine und Deutschland stärken“ am Montag, 15. Dezember 2025, ab 12.30 Uhr in der Evangelischen Akademie in Berlin.