Das UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten steht vor einer entscheidenden Verhandlungsphase. Doch welche Regeln braucht es, damit Betroffene Menschenrechtsverletzungen durch Unternehmen tatsächlich rechtlich verfolgen können und Wiedergutmachung erhalten? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Side Events „Advancing the UN Treaty on Business and Human Rights“ am 13. Oktober in Genf.
Das Side Event findet im Rahmen der 12. Sitzung der UN-Arbeitsgruppe zu transnationalen Unternehmen und anderen Wirtschaftsunternehmen und Menschenrechten (OEIGWG) statt. Es wird vom Global Policy Forum Europe, der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), der Rosa-Luxemburg-Stiftung, der IG Metall, IndustriALL Global Union und der Women’s Environment and Development Organization (WECF) organisiert.
Die Veranstaltung findet von 13 bis 14 Uhr in Raum XI im Palais des Nations in Genf statt. Eine hybride Teilnahmemöglichkeit ist geplant. Journalistinnen und Journalisten sind eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen.
Seit mehr als zehn Jahren arbeiten die Vereinten Nationen an einem rechtsverbindlichen Abkommen, das Unternehmen stärker für Menschenrechtsverletzungen in ihren Geschäftsaktivitäten zur Verantwortung ziehen soll, dem „UN Treaty on Business and Human Rights“. Der Verhandlungsprozess befindet sich inzwischen an einem entscheidenden Punkt. Im Mittelpunkt des Side Events steht deshalb die Frage, wie der bisherige Entwurf weiterentwickelt werden kann und welche Regelungen dabei unverzichtbar sind.
Vertreterinnen und Vertreter betroffener Gemeinschaften, Menschenrechtsverteidiger und Gewerkschafter diskutieren im Rahmen des Events, welche Regelungen der künftige Vertrag enthalten muss, damit Betroffene Zugang zu Rechtsschutz und Wiedergutmachung erhalten und Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen zur Verantwortung gezogen werden können.
Auf dem Podium sprechen:
- Katharina Cândido, Kinderrechtsaktivistin der Human Rights Clinic, Federal University of Minas Gerais, Brasilien
- Ramona Margarita Domingo Díaz, politische Anführerin und Koordinatorin des Maya People’s Council, Guatemala
- Refiloe Joala, Programmmanagerin für Ernährungssouveränität im Regionalbüro für das südliche Afrika der Rosa-Luxemburg-Stiftung
- Ruwan Subasinghe, Legal Director der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF)
Moderiert wird die Veranstaltung von Celia Sudhoff, Programmdirektorin beim Global Policy Forum Europe.
Für die Teilnahme vor Ort im Palais des Nations gelten die Zugangsvoraussetzungen der Vereinten Nationen; die Veranstaltung ist zudem in hybrider Form vorgesehen. Den Zugangslink schicken wir Ihnen auf Wunsch gerne vor Beginn der Veranstaltung zu.

Jan Königshausen
Referent für Indigene Völker
Thematische Schwerpunkte:
- Kolumbien
- Bolivien
- Wayúu
E-Mail: j.koenigshausen@gfbv.de
Telefon: +49 551 49 906 14