Unterdrückung religiöser Minderheiten in Pakistan:
• Ahmadiyya-Muslime aus Minderheitenkommission ausgeschlossen
• Pakistans Regierung knickt vor muslimisch-extremistischen Protesten ein
• „Der Alltag religiöser Minderheiten in Pakistan ist düster“
Pakistans Justizminister Zahid Hamid ist am Montagmorgen zurückgetreten, nachdem sich das Militär geweigert hatte, gewaltsam gegen religiöse Extremisten vorzugehen, die seit drei Wochen zu Tausenden eine bedeutende Verkehrskreuzung in der Hauptstadt Islamabad blockierten. Foto: UN Geneva via Flickr
Pakistan: „Schwarzer Tag“ für Christen, Hindu und Ahmadiyyah
Nach dem von islamischen Extremisten erzwungenen Rücktritt des pakistanischen Justizministers befürchtet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine weitere Einschränkung der Religionsfreiheit für Andersgläubige und noch mehr Übergriffe auf Christen, Hindu und Ahmadiyyah in dem überwiegend sunnitischen Staat.
In den vergangenen Monaten hatten islamistische Aktivisten Ahok öffentlich angefeindet und gegen ihn einen Prozess wegen angeblicher Blasphemie angestrengt, Foto: Abraham Arthemius via Flickr
Indonesien: Gouverneurswahl ist Gradmesser für Toleranz für Minderheiten
Als „Schicksalswahl“ und „Gradmesser für Toleranz für Minderheiten“ hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Gouverneurswahl in Indonesiens Hauptstadt Jakarta am kommenden Mittwoch bezeichnet.
„Die heutige Großdemonstration gegen Jakartas Gouverneur Basuki Tjahaja Purnama, der christlichen Glaubens und chinesischer Abstammung ist, ist ein deutliches Zeichen, wie sehr sich die Lage religiöser und ethnischer Minderheiten in Indonesien verschlechtert hat.“
Foto: Sanofi Pasteur via Flickr
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) sieht in Indonesien alarmierende Anzeichen zunehmender religiöser Intoleranz und fordert einen besseren Schutz religiöser und ethnischer Minderheiten vor Übergriffen radikal islamischer Gruppen.
Indonesiens Staatspräsident Joko Widodo besucht Deutschland (18.4.)
Vor dem Deutschland-Besuch des indonesischen Staatspräsidenten Joko Widodo hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier appelliert, sich für Menschenrechte von christlichen Papua und muslimischen Ahmadiyyah einzusetzen.
Religiöse Minderheiten in Pakistan müssen besser geschützt werden
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat einen wirksameren Schutz religiöser Minderheiten in Pakistan gefordert. Angehörige religiöser Minderheiten sind die Hauptopfer des politisch motivierten Extremismus in Pakistan. Ob schiitische Hazara oder Ismailiten, Ahmadiyyahs, Sikhs, Christen oder Hindu – In Pakistan ist es lebensgefährlich, sich als Angehöriger einer religiösen Minderheit zu seinem Glauben zu bekennen.
Blasphemie-Gesetze in Pakistan sind schwerer Verstoß gegen Glaubensfreiheit – Morde an Kritikern bleiben ungesühnt
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Blasphemie-Vorschriften in Pakistans Strafgesetzbuch als schweren Verstoß gegen die Glaubensfreiheit bezeichnet. Nachdrücklich kritisierte die Menschenrechtsorganisation, dass selbst eine öffentliche Diskussion der Blasphemie-Gesetze für Kritiker lebensgefährlich ist und Morde an Blasphemie-Gegnern ungesühnt bleiben wie der Mord an dem Menschenrechtsanwalt Rashid Rehman vor einem Jahr. Auch die Morde an Blasphemie-Kritikern im April 2015 und September 2014 sind bislang ungeklärt.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat an Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert, sich bei ihrer Begegnung mit Pakistans Ministerpräsident Nawaz Sharif am Dienstag für einen besseren Schutz von Christen und anderen religiösen Minderheiten sowie für eine Abschaffung der Blasphemie-Paragraphen in dem südasiatischen Land einzusetzen. Nach der Ermordung eines unter Blasphemie-Verdachts stehenden christlichen Ehepaars in Pakistan und der Bestätigung des Todesurteils gegen die Katholikin Asia Bibi darf es in dem geplanten Gespräch mit Sharif nicht nur um Sicherheitspolitik gehen.
Pakistan: Wenn christlicher Glaube ein Verbrechen ist
Nach der Ermordung eines unter Blasphemie-Verdacht stehenden christlichen Ehepaars in Pakistan hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine Abschaffung der Blasphemie-Gesetze in dem südasiatischen Staat gefordert.