Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert von der neuen Präsidentschaft des Arktisrates, indigene Land- und Selbstbestimmungsrechte zu respektieren und wirksam abzusichern. Am morgigen Do…
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist in großer Sorge über den Rohstoffabbau in der Arktis, Sibirien und dem Fernen Osten Russlands, der trotz der Gefahren der Klimaerwärmung rapide zunim…
Foto: Johannes Zielcke via Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)
Covid-19 bedroht indigene Völker Russlands
Covid-19 bedroht Indigene in russischer Arktis:
• Rohstoffboom bringt Großbaustellen mit wechselndem Personal
• Norden des Landes hat bereits die meisten Infizierten nach den Großstädten
• „Nach der Zerstörung ihrer Umwelt wird nun auch die Gesundheit der Sami, Nenzen und Komi gefährdet“
In Westsibirien ist Ende Juli aufgrund einer ungewöhnlichen Hitzewelle mit Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius zum ersten Mal seit 1941 Milzbrand ausgebrochen. Foto links: Miles Sabin via Flickr; Foto rechts: John Pannell via Flickr
Indigene Gemeinschaften durch Klimawandel von neuen Krankheiten bedroht
Indigenen Gemeinschaften drohen durch den Klimawandel neue Gefahren: Unter den Ureinwohnern oder ihren Tieren könnten Krankheiten ausbrechen, die bislang unbekannt sind oder als überwunden gelten wie der oft tödlich verlaufende Milzbrand in Westsibirien, warnt die GfbV.
Einladung zur Mahnwache: Aktionärsversammlung von RWE (20.04.)
Mit einer Mahnwache parallel zur Aktionärsversammlung von RWE wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am kommenden Mittwoch (20.04.16, ab 8 Uhr) auf die Verantwortung des Energiekonzerns für die Situation in den Steinkohlefördergebieten in Russland aufmerksam machen.
GfbV fordert Mitbestimmungsrecht für die indigene Bevölkerung der Arktis
„Während in Tromsø über Klima und Energie gesprochen wird, sind die indigenen Bewohner der Arktis, in Russland, Skandinavien und Nordamerika, täglich mit den Folgen der schonungslosen Erdöl- und Gasförderung sowie des Klimawandels konfrontiert. Ihr Recht auf Mitbestimmung über das, was auf ihrem Land passiert, wird in vielen Teilen der Arktis systematisch gebrochen“, erklärt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).
Die Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO) wurde bereits 1989 gemeinsam mit Vertretern indigener Völker abgefasst und anschließend verabschiedet. Als einzige völkerrechtlich bindende Norm über eingeborene und in Stämmen lebende Völker stellt sie die derzeitige Grundlage für deren Schutz dar.
Die Auflösung der Sowjetunion und die Öffnung Russlands zum Ausland hat uns in den letzten Jahren ein klareres Bild davon ermöglicht, was in den ausgedehnten russischen und sibirischen Nordgebieten vor sich gegangen ist und vor sich geht.