Eine Gruppe von Touristen begutachtet den Schmuck eines Beduinen an der Straße von Jerusalem nach Jericho. Nach der Zerstörung ihrer traditionellen Lebensgrundlage ist der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle für die Beduinen. Foto: miljko via iStock
Die Beduinen: Zwischen allen Fronten
Die Mehrheit der Beduinen in Israel musste die traditionelle nomadische Lebensform aufgeben.
Tänzerinnen und Tänzer der Tscherkessen, die mit etwa 4.000 Angehörigen zu den zahlenmäßig kleinsten Minderheiten in Israel gehören. Foto: Israeltourism via Flickr
Minderheiten in Israel: Zwischen staatlicher Fürsorge und langsamer Assimilierung
Ungefähr 1,8 Millionen Menschen, das entspricht 24 Prozent der Bevölkerung, sind in Israel nicht jüdisch.
Frieden nur durch Entwicklung und Ende der Straflosigkeit möglich
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat mehr Engagement Ägyptens für eine wirtschaftliche Entwicklung des Nord-Sinai gefordert, um die eskalierende Gewalt im Norden der Halbinsel einzudämmen. Auch muss die Straflosigkeit endlich wirksam bekämpft werden, wenn Ägypten verhindern will, dass sich Beduinen extremistischen islamistischen Milizen anschließen.
Ägypten: Beduinen sind Schlüssel für mehr Sicherheit auf dem Sinai – Diskriminierung beenden!
Mehr Hilfen und Rechte für Ägyptens Beduinen hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gefordert. Die Beduinen sind der Schlüssel für mehr Sicherheit auf der Sinai-Halbinsel.vWenn Ägypten nicht mehr unternimmt, um ernsthaft die seit langem andauernde Diskriminierung und Vernachlässigung dieser Region und ihrer traditionellen Bewohner zu beenden, dann wird es keine Sicherheit auf dem Sinai geben.
Westerwelle soll sich für Rechte von Kopten und Beduinen einsetzen – Christen gründen „Koptische Bruderschaft“
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Außenminister Guido Westerwelle am Montag dazu aufgefordert, sich bei seinem überraschend angekündigten heutigen Treffen mit Ägyptens Staatspräsidenten Mohamed Mursi für mehr Rechte für Kopten und Beduinen einzusetzen. Wenn es der neue ägyptische Präsident mit seiner Botschaft ernst meint, ein Staatschef aller Ägypter sein zu wollen, dann muss er mehr für die Rechte der Kopten tun und nicht nur einen Kopten zum Minister ernennen.
Pulverfass Sinai: Beduinen nahmen 48 Geiseln seit Ende Januar
Seit Jahresbeginn haben Beduinen in Ägypten 48 Geiseln genommen. Für die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist dies ein deutliches Anzeichen wachsender Unruhe auf der Sinai-Halbinsel. Die Zahl der Entführungen von Touristen, ausländischen Arbeitern, Blauhelmen und ägyptischen Soldaten durch Beduinen ist seit Ende Januar 2012 rasant gestiegen.
Als „Hölle auf Erden“ beschreibt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) das Leben von Flüchtlingen aus Eritrea und Aethiopien, die auf ihrem Weg nach Israel auf der Sinai-Halbinsel in Aegypten Opfer schwerster Menschenrechtsverletzungen werden. Skrupellose Menschenhändler entführen, erpressen, vergewaltigen die Flüchtlinge oder lassen ihnen gewaltsam Organe entnehmen, um damit Profit zu machen, berichten die ägyptische Menschenrechtsorganisation „New Generation Foundation for Human Rights“ aus der Sinai-Stadt El Arish sowie italienische und israelische Menschenrechtler.
Nach dem Anschlag auf eine Erdgaspipeline hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag vor mehr Gewalt auf der Sinai-Halbinsel in Ägypten gewarnt. Der Sinai gleicht einem Pulverfass, da das Mubarak-Regime den dort lebenden Beduinen grundlegende Rechte vorenthalten hat.