Nachrichten über den Militärputsch in Myanmar und die juristische Verfolgung von Aung San Suu Kyi haben das Leiden der Rohingya in den Hintergrund gedrängt. Doch der Völkermord an dieser Ethnie geht unvermindert weiter, Millionen Vertriebene leiden in Flüchtlingslagern.
Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi trifft erstmals Burmas mächtigen Armee-Chef (31.10.)
Die Gesellschaft für bedrohte Völker warnt vor einem Scheitern der Demokratisierung Burmas. Wenn Burma es nicht schafft, den Krieg gegen die ethnischen Minderheiten friedlich zu beenden und die Rohingya-Krise zu bewältigen, wird es keine nachhaltige Demokratisierung des Landes geben.
Aufgrund der alarmierenden Lage spricht Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi am heutigen Freitag mit dem Armee-Chef Min Aung Hlaing. Es ist das erste Treffen der Oppositionsführerin mit dem mächtigen General seit ihrer Wahl ins Parlament 2012.
Mahnmal für die zwei Millionen 1945 vergewaltigten deutschen Frauen gefordert
Ein würdiges Mahnmal für die zwei Millionen nach Kriegsende 1945 vergewaltigten deutschen Frauen hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich des internationalen Frauentages (8.3.) gefordert. Es ist höchste Zeit, für die Opfer dieses furchtbaren Verbrechens der Roten Armee eine Gedenkstätte zu errichten, an der aber auch an die Opfer von Massenvergewaltigungen anderer Kriege oder Bürgerkriege wie in Bosnien oder Darfur erinnert wird.
Landraub bedroht Minderheiten und Kleinbauern in Burma
Land Grabbing ist in Burma (Myanmar) seit Beginn der demokratischen Reformen im April 2011 zum größten Menschenrechtsproblem geworden. Landraub bedroht sowohl Kleinbauern als auch ethnische Minderheiten wie die Karen existentiell.
Menschenrechte für ethnische Minderheiten sind Schlüssel für friedliche Entwicklung Burmas
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat an Außenminister Guido Westerwelle und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton appelliert, bei ihren bevorstehenden Reisen nach Burma mehr Menschenrechte für ethnische Minderheiten einzufordern. Bei aller Euphorie über die demokratische Öffnung Burmas darf nicht vergessen werden, dass in manchen Minderheiten-Regionen noch immer blutige Kämpfe stattfinden. Menschen werden dort willkürlich verhaftet, vertrieben oder erschossen.
„Staudammprojekte für Wasserkraft bedrohen zehntausende Ureinwohner“
Die GfbV hat den Internationalen Tag der indigenen Völker (9. August) zum Anlass genommen, ein Hintergrundpapier mit zahlreichen Einzelfällen zum Thema „Staudammprojekte für Wasserkraft bedrohen zehntausende Ureinwohner“ zu erstellen. Oft wird diese bedingungslose Nutzung der Wasserkraft auch noch als beispielhafte Nutzung erneuerbarer Energie gepriesen, obwohl sie massiv Menschenrechte verletzt.
Deutschlands Burma-Politik im Kreuzfeuer internationaler Kritik
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wirft der Bundesregierung vor, die Untersuchung von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Angehörigen ethnischer Minderheiten in Burma zu behindern. So bewegt sich Deutschlands Burma-Politik ins Abseits und wird international massiv kritisiert.
Staudammprojekte für Wasserkraft bedrohen zehntausende Ureinwohner weltweit
Für die Nutzung von Wasserkraft droht mehreren zehntausend Ureinwohnern in Asien, Afrika und Südamerika die zwangsweise Umsiedlung und Entwurzelung. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) weist anlässlich des internationalen Tages der indigenen Völker (9. August) darauf hin, dass Jäger und Sammler, Hirten, Fischer und Kleinbauern durch die Errichtung von Staudämmen und die anschließende Überflutung ihres Landes die Existenzgrundlage verlieren und mit großer Wahrscheinlichkeit ins Elend getrieben werden.