Nach Folter und erpressten Geständnissen 13 Bürgerrechtler verurteilt
Die Verurteilung von 13 Bürger- und Menschenrechtlern zu Haftstrafen zwischen fünf und neun Jahren in Phnom Penh hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag als „politisch motivierte Willkürjustiz“ scharf kritisiert. Als belastende Beweise gegen die Männer, unter ihnen sechs Angehörige der Khmer-Krom-Minderheit, waren größtenteils erpresste Dokumente vorgelegt worden.
Buddhistische Mönche der Khmer Krom-Minderheit wurden verhaftet und eingeschüchtert
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat bei der Regierung Kambodschas gegen schwere Übergriffe der Sicherheitskräfte auf buddhistische Mönche der Khmer Krom-Minderheit bei den Demonstrationen der streikenden Textilarbeiter protestiert. Fünf Mönche, die der aus Vietnam stammenden ethnischen Minderheit angehören, sind bei den Demonstrationen in der Hauptstadt Phnom Penh am 2. Januar 2014 gezielt von den Sicherheitskräften herausgegriffen und misshandelt worden.
Deutschland soll sich für die Rechte der Ureinwohner und Minderheiten einsetzen
Nach den Parlamentswahlen in Kambodscha am kommenden Sonntag muss die deutsche Bundesregierung ihre Entwicklungszusammenarbeit mit dem südostasiatischen Land überprüfen, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Als eines der größten Geberländer ist Deutschland dazu aufgerufen, der neu legitimierten Regierung in Kambodscha unmissverständlich nahezulegen, die Rechte indigener Gemeinschaften und Minderheiten zu respektieren.
Rösler soll sich in Hanoi für Freilassung von inhaftierten Bloggern und für mehr Internetfreiheit einsetzen
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler soll sich in Hanoi für die Freilassung von inhaftierten Bloggern und für mehr Internetfreiheit in Vietnam einsetzen. Diesen Appell hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an den Minister zum Auftakt seines Besuches in dem südostasiatischen Staat gerichtet.
Deutschlands strategischer Partner verletzt Rechte von Christen und ethnischen Minderheiten
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Deutschlands strategischem Partner Vietnam vorgeworfen, Menschenrechtlern gezielt den Zugang zu den Vereinten Nationen (UN) zu versperren und so öffentliche Kritik an der eigenen Politik gegenüber ethnischen und religiösen Minderheiten zu verhindern. Als jüngstes Beispiel für diese Strategie führte die GfbV die Intervention der vietnamesischen Regierung gegen die Registrierung einer Menschenrechtsorganisation der Khmer Krom als Nichtregierungsorganisation bei den UN Anfang dieser Woche an.