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Volk: Kopten

Die Kopten in Ägypten sind die größte christliche Religionsgemeinschaft im Nahen Osten. Der Ausdruck „Kopten“ kommt aus dem Griechischen: Die alten Ägypter wurden ursprünglich als „Aigyptos“ bezeichnet. Seitdem 641 n. Chr. arabische Muslime das Land eroberten, wird der Begriff nur noch auf die einheimischen Christen angewendet.
Die Kopten beanspruchen für sich, die wahren Nachfahren der altägyptischen Bevölkerung der Pharaonenzeit zu sein.Heute stellen die Christen mit acht bis zehn Millionen Menschen bis zu 12,5 Prozent der etwa 79 Millionen ägyptischen Staatsbürger. Die Mehrheit der Kopten gehört der altorientalisch-orthodoxen Kirche an. Es gibt aber auch einige koptische Katholiken. Die griechischorthodoxen, griechisch-katholischen und protestantisch-arabischen Christen bilden jeweils nur kleine Gemeinschaften.

Vor allem in Oberägypten sind Kopten – oft mit Wissen und Billigung der lokalen Behörden – Ziel von Terror und Schutzgelderpressungen radikaler Muslime. Junge Koptinnen werden häufig Opfer von Entführungen. Sie werden gezwungen, zum Islam
überzutreten und Ehen mit Muslimen einzugehen. Die Täter werden in der Regel nicht bestraft. Im Gegenteil: Angehörige und Rechtsanwälte werden bei dem Versuch, solche Verbrechen aufzuklären, teilweise aktiv von den Behörden behindert.

Die Kopten dürfen in Ägypten keine neuen Kirchen bauen und selbst für Reparaturarbeiten an ihren Gotteshäusern brauchen sie einen Präsidialerlass. In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens werden die Christen benachteiligt. So sind sie in der Armee, der Polizei, den Staatsanwaltschaften und den Gerichten unterrepräsentiert. Im ägyptischen Parlament stellen sie von insgesamt 440 Abgeordneten nur vier.

Steinmeier reist nach Ägypten

Vor dem Beginn seiner Reise nach Ägypten fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einem offenen Brief dazu auf, sich „für mehr Pressefreiheit im Land und vor allem für Rechtsstaatlichkeit, insbesondere für eine unabhängige Justiz“ einzusetzen. „Bundespräsident Steinmeier sollte in seinen Gesprächen die Position der koptischen Christen stärken sowie für die verzweifelte Lage der Geflüchteten aus dem Sudan klare Worte finden“, sagt Sarah Reinke, Leiterin der Menschenrechtsarbeit der Gesellschaft für bedrohte Völker in Göttingen.

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Migrationsgipfel von Bund und Ländern

Vor dem Migrationstreffen von Bund, Ländern und Union warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) vor weiteren unüberlegten und populistischen Entscheidungen. „Die Ampel-Regierung sowie die U…

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Menschenrechtslage in Katar

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt Entscheidungstragende in der Bundespolitik und auf EU-Ebene, sich von den Machthabern in Katar instrumentalisieren zu lassen.

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Diskriminierende Sprache in Ägypten

Diskriminierende Sprache in Ägypten:
• Islamische Institutionen und Verbände sollten den Begriff „Dhimmis“ meiden
• Insbesondere die koptische Bevölkerung empfindet ihn als diskriminierend
• Bestimmungen des Scharia-Rechts sollten aus allen Gesetzbüchern verschwinden

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50 Jahre Gesellschaft für bedrohte Völker
Seit einem halben Jahrhundert setzen wir uns für ethnische und religiöse Minderheiten, Nationalitäten und indigene Gemeinschaften, gegen Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit und für den Schutz der Zivilbevölkerung in Kriegen ein. Bild: GfbV

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1968 – das ist nicht nur das Jahr der Studentenbewegung, ihres Aufbegehrens gegen verknöcherte Autoritäten, die Elterngeneration und den Vietnamkrieg.

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Erneut Übergriffe auf Christen in Ober-Ägypten
Protest gegen die Verfolgung koptischer Christen in Ägypten. Nach neuen Übergriffen radikaler Islamisten forderte die GfbV mehr Schutz für die Christen. Bild: Tomasz Szustek/Copt's Protest via Flickr CC BY-NC-ND 2.0

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Nach neuen Übergriffen radikaler Islamisten auf Kopten in Ober-Ägypten hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mehr Schutz für diese Christen gefordert.

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Massengrab mit Leichen ermordeter Kopten in Libyen gefunden
Verschleppten Christen – unter ihnen 20 ägyptische Kopten und ein Ghanaer – waren im Februar 2015 an einem Strand in Libyen vor laufenden Filmkameras geköpft worden. Ihre kaltblütige Köpfung erregte weltweit Aufsehen und Abscheu. Foto: pixabay.com

Massengrab mit Leichen ermordeter Kopten in Libyen gefunden

Nach dem Fund eines Massengrabes mit den Leichen ermordeter christlicher Kopten in Libyen hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gefordert, die für die Bluttat verantwortlichen IS-Terroristen strafrechtlich zur Rechenschaft zu ziehen.

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Mindestens 58 koptische Kirchen angeblich aus „Sicherheitsgründen“ geschlossen
Vor allem in dem von Kopten bewohnten Oberägypten wurden in vielen Dörfern Gotteshäuser von der Polizei geschlossen, da es Proteste von Muslimen aus der Nachbarschaft gegeben hatte und die Kirchengemeinden angeblich von Sicherheitskräften nicht wirksam vor Terrorangriffen zu schützen seien. Foto: Mark Fischer via Flickr

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Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Ägyptens Behörden vorgeworfen, die Religionsfreiheit koptischer Christen willkürlich einzuschränken.

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114 Kopten fallen islamistischer Gewalt seit Dezember 2016 zum Opfer
Niemals zuvor haben Ägyptens Kopten so viele Menschen in so kurzer Zeit durch religiös motivierte Gewalt verloren. Foto: Terry Feuerborn via Flickr

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Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Ägyptens Regierung vorgeworfen, beim Schutz von Christen vor der Gewalt islamistischer Extremisten zu versagen.

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