Deutschland und andere NATO-Länder sollen sich für demokratische Lösung der Kurdenfrage einsetzen
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Die Zukunft der etwa 500.000 Lasen in der Türkei ist ungewiss. Zwar wurden sie von blutigen Konflikten we sie in der Vergangenheit den kurdischen, armenischen oder griechischen Bevölkerungsgruppen iderfuhren, verschont. Doch sie sind zahlreichen Diskriminierungen ausgesetzt, da die türkische egierung sie nicht offiziell als ethnische Minderheit anerkennt. Die Sprache der Lasen, Lazuri, darf nicht in Schulen unterrichtet werden, ihre Kultur nicht öffentlich praktiziert werden. Ohne politische Repräsentanten und internationale Unterstützung droht den Angehörigen dieses kleinen südkaukasischen Volkes der Verlust ihrer Identität.
Die Lasen führen ihre Geschichte auf das antike Königreich Kolchis zurück, das sich etwa ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. entlang der Schwarzmeerküste über Teile des heutigen Georgiens und im Nordosten der Türkei erstreckte. Der Großteil der Lasen lebt heute im Nordosten der Türkei in den Provinzen Trabzon, Artvin und Rize. Weitere kleine Gruppen gibt es in Georgien und in Europa. In Europa bezeichnen sie sich meist als türkische Einwanderer aus Angst vor Diskriminierung. Ihre Sprache Lazuri gehört neben Georgisch, Swanisch und Mingrelisch zu der südkaukasischen Sprachfamilie. Die meisten Lasen sind sunnitische Muslime.
Lasen in Deutschland
Mit der Aufnahme der ersten Kontingente von Gastarbeitern aus der Türkei in den 60er Jahren zusammenhängend, kamen auch die ersten Lasen nach Deutschland. Eine sehr lange Zeit waren sie in der Öffentlichkeit und der Politik aufgrund ihrer geringen Zahl kaum präsent. Sie hatten bis zur Gründung des Vereins „Lazebura“, was soviel heißt wie „Zusammenhängend mit den Lasen“, im Jahre 1997 keine Vereinigungen in Europa, die sich für die Belange der ihrer Gemeinschaft einsetzten. Der Verein Lazebura betreibt im Internet ein umfassendes Informationsportal zur lasischen Geschichte und Kultur, und veröffentlicht aktuelle Informationen zur Lage der Lasen in der Türkei. Die Anzahl der in den EU-Staaten lebenden Lasen wird nicht erfasst, da in amtlichen Statistiken Ausländer ausschließlich nach ihrer Staatsangehörigkeit differenziert werden. Daher ist die Zahl der in Deutschland lebenden Lasen schwer zu schätzen.
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