Mauretanien: Proteste gegen Rassismus überschatten Feiern zum 60. Unabhängigkeitstag
Demonstration von Witwen und Waisen hingerichteter Rassismus-Opfer niedergeschlagen
Menschenrechtsorganisation fordert Freilassung 36 Festgenommener und Gerechtigkeit
• Amira Bouraoui zu einem Jahr Gefängnis ohne Bewährung verurteilt
• Prominente Sprecherin der Demokratiebewegung Hirak
• GfbV kritisiert Repression und Reformunfähigkeit der Regierung unter Abdelmadjid Tebboune
Algeriens Rechtsanwälte streiken für Rechtsstaatlichkeit: Europäische Union schweigt zu wachsender Gewalt gegen friedliche Demonstranten. Header Bild: Amine M'Siouri via Pexels.
Algeriens Rechtsanwälte streiken für Rechtsstaatlichkeit
„Wenn in Algerien willkürlich friedliche Demonstranten niedergeknüppelt werden, darf Europa nicht wegschauen. Die systematische Einschüchterung der Protestbewegung durch die Armee braucht eine klare Antwort aus der EU“, erklärte GfbV-Direktor Ulrich Delius am Freitag in Göttingen. Algerische Rechtsanwälte hatten am Donnerstag mit einem Generalstreik für mehr Rechtstaatlichkeit protestiert.
Mehr als 30 indigene Masiren bei Protesten verhaftet. Das Zeigen ihrer Flagge gefährde angeblich die Einheit Algeriens. Headerbild: SofieLayla Thal via Pixabay.
Proteste für Demokratisierung Algeriens
Proteste für Demokratisierung Algeriens:
• Mehr als 30 indigene Masiren bei Protesten verhaftet
• Zeigen ihrer Flagge gefährde angeblich die Einheit Algeriens
• GfbV: „Der Vorwurf der Bedrohung der Staatssicherheit ist lächerlich“
Sein Tod wird unter den Masiren (Berbern) hohe Wellen schlagen, denn der Menschenrechtler war die prominenteste Stimme der rund 300.000 masirischen Mozabiten im Süden Algeriens. Dort war Dr. Fekhar in Ghardaia (Foto), der Hauptstadt des Mzab, inhaftiert. Foto: Dan Sloan via Flickr (CC BY-SA 2.0)
Tod eines prominenten politischen Gefangenen in Algerien
Gestern starb der algerische Menschenrechtler Dr. Kamel Eddine Fekhar offenbar an den Folgen eines Hungerstreiks. Sein Tod im Gewahrsam der Behörden verdeutlicht die katastrophale Behandlung politischer Gefangener in Algerien und zeigt, dass der nordafrikanische Staat kein sicheres Herkunftsland ist. Die GfbV fordert eine unabhängige Untersuchung der Todesumstände.
Die 17 Verurteilten kommen aus der Provinz Rif-Gebirge und sind Anhänger der masirischen Protestbewegung Hirak.
Bild: jbdodane via Flickr CC BY-NC 2.0
Marokko: Partnerschaftsabkommen hat Willkürjustiz nicht Einhalt geboten
Das Partnerschaftsabkommen zur Förderung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie zwischen Marokko und Deutschland, das im Rahmen des „Compact with Africa“ am Dienstag in Berlin unterzeichnet wurde, hat der Willkürjustiz in dem Königreich nicht Einhalt geboten.
Die Anzahl von Flüchtenden aus Marokko wird steigen, da das marokkanische Königshaus die Repression gegen die Protestbewegung Hirak im Rif-Gebirge nicht beendet. Mehr als 400 Menschen aus dem Rif-Gebirge wurden wegen ihrer Kritik festgenommen. Bild: Tinghir/Marokko via Flickr CC BY-ND 2.0
Starke Zunahme von Flüchtenden aus Marokko in Spanien
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) rechnet damit, dass die Anzahl von Flüchtenden aus Marokko nach Spanien steigt, weil das marokkanische Königshaus die Repression gegen die Protestbewegung Hirak im Rif-Gebirge offenbar nicht beenden will.
Nordafrika gleicht einem Pulverfass. Vor allem junge Menschen begehren auf und fordern Rechte ein. Foto: OpenClipart-Vectors via Pixabay
Anhaltende Proteste von Masiren in Algerien und Marokko
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor neuen Unruhen und wachsender Instabilität in Nordafrika und fordert politische Lösungen in den Konflikten um Sprachenrechte, Arbeitslosigkeit und Korruption in Algerien und Marokko.
Entwicklungsminister Gerd Müller hatte Marokko und anderen afrikanischen Staaten während des G20-Afrikagipfels wegen ihrer Anstrengungen, gegen Korruption vorzugehen und Menschenrechten Geltung zu verschaffen, 300 Millionen Euro zusätzliche Hilfe versprochen. Foto: Kim Haughton via UN Photo
Marokko: Demonstranten verurteilt – Bundesregierung darf nicht schweigen!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) kritisiert das Schweigen der Bundesregierung zur Verfolgung von Demonstranten in Marokko, die gegen Korruption in ihrem Land protestiert haben. „Deutschland hat Marokko im Rahmen des G20-Afrikagipfels mehrere Millionen Euro als Hilfen versprochen, weil in dem Königreich angeblich Menschenrechte geachtet und Korruption bekämpft werden.