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Volk: Oromo

Mit mehr als 20 Millionen Angehörigen stellen die Oromo die Bevölkerungsmehrheit in Äthiopien.
Geschichte der Unterdrückung
Bis Ende des 19. Jahrhunderts war das Volk der Oromo frei und im komplexen demokratischen Gada-System organisiert. Mit der Eroberung durch die Abessinier unter Kaiser Menelik II. wurde diese egalitäre Ordnung abgeschafft und die Führungsschicht der Oromo assimiliert. Als Menelik II. starb, wurde Haile Selassie sein Nachfolger. Er verfestigte ein Feudal- und Sklavensystem, in dem die niedrigste Schicht hauptsächlich Oromo bildeten. Nach wenigen Jahren unter englischer Kolonialherrschaft (1935-41), übernahm Haile Selassie wieder die Macht in Äthiopien. Aufstände der Oromo wurden blutig niedergeschlagen. In den 1960er Jahren lehnten sich verschiedene Oromo-Gruppen wieder gegen ihre Unterdrückung auf. Ihr Hauptslogan lautete damals „Land in Bauernhand“. Später wurde auch die Oromo-Befreiungsfront (OLF) gegründet. 1974 wurde Selassie durch die amharische Militärjunta Derg gestürzt. Ihr Anführer Oberst Mengistu übernahm zwar den Schlachtruf der Unterdrückten, setzte ihn aber nicht um. Immerhin wurde der Gebrauch der Oromo-Sprache wieder erlaubt, aber nun war die äthiopische (statt der lateinischen) Schrift vorgeschrieben. Wahrend des Ogadenkrieges (1977/78) zwischen Somalia und Äthiopien und einer äthiopischen Offensive 1979 gegen Somalia gerieten die Oromo zwischen die Fronten. Hunderttausende äthiopische Somalis und vor allem Oromo mussten fliehen. Viele von ihnen kehrten nach dem Sturz der Derg 1991 nach Äthiopien zurück. Damals wurde der Tigrer Meles Zenawi Chef der Übergangsregierung der Revolutionären Demokratischen Front der Äthiopischen Volker (EPRDF). Seit 1995 ist er Regierungschef. Die EPRDF repräsentiert wieder nur die tigrische und amharische Elite des Landes.

Die Oromo errichten große Lehmhäuser mit runden, nach oben spitz zulaufenden Dächern. Sie sind traditionell mit Stroh gedeckt. © Rod Waddington / Flickr CC BY-SA 2.0
Die Oromo errichten große Lehmhäuser mit runden, nach oben spitz zulaufenden Dächern. Sie sind traditionell mit Stroh gedeckt. © Rod Waddington / Flickr CC BY-SA 2.0

Oromo

Das Volk der Oromo ist eines der größten Völker Afrikas und mit Abstand die größte ethnische Gruppe Äthiopiens. Mit mehr…

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Teil-Amnestie in Äthiopien

Die äthiopische Zentralregierung hat kürzlich viele politische Gefangene entlassen, darunter hochrangige Oppositionelle. Zahlreiche weitere Menschen, die zumeist wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit oder ihres politischen Engagements inhaftiert sind, sitzen aber weiter hinter Gittern.

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Konflikt in Äthiopien

Die bereits prekäre Lage politischer Gefangener in Äthiopien spitzt sich weiter zu. Laut einem Statement der Familien der prominenten Häftlinge Jawar Mohammed und Bekele Gerba hätten mehrere Männer in Polizeiuniform und drei Männer in Zivilkleidung kürzlich versucht, in die Zellen der beiden Oromo-Aktivisten zu gelangen, die aus politischen Gründen im Kality Gefängnis einsitzen.

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Addis Abeba bereitet sich auf Angriff vor

Äthiopiens Zentralregierung unter Präsident Abiy Ahmed Ali schwört die Zivilbevölkerung der Hauptstadt Addis Abeba auf einen bevorstehenden Angriff tigrinischer und anderer Milizen ein. Durch die bestehenden Notstandsgesetze und seit Monaten eskalierende Hassrede kommt es bereits jetzt zu schweren Übergriffen auf tigrinische Geschäftsleute und vermeintliche Regierungsgegner.

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Eskalation in Äthiopien

Nach einem Jahr des Blutvergießens in weiten Teilen Äthiopiens scheint eine weitere Eskalation am Horn von Afrika unvermeidlich. Truppen der Tigray People’s Liberation Front (TPLF) und der Oromo Liberation Army (OLA) haben nach Jahren gegenseitiger Ablehnung zusammengeschlossen.

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Pressemitteilung des Oromo-Netzwerkes

Nach der politischen Ermordung des Oromo-Künstlers Hachalu Hundesa am 29. Juni 2020 trieb das äthiopische Regime prominente politische Führer der Oromo zusammen: Jawar Mohammed, Bekele Gerba, Oberst Gemmechu Ayana, Hamza Borena, Shamsuddin Taha, Michael Boren, Kennasa Ayana und tausende Oromo Frauen und Männer in ganz Oromia.

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Mehr als 200 Tote bei Massaker in Äthiopien

Rund 10.000 Menschen nach Gewalt auf der Flucht
Menschenrechtsorganisation warnt vor zunehmenden Konflikten und Bürgerkrieg

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Internationaler Tag der Menschenrechte (10.12.)

Internationaler Tag der Menschenrechte (10.12.):
• Schutz der Zivilbevölkerung in Konflikten unzureichend
• Noch immer kein Zugang für Hilfsorganisationen nach Tigray
• Boko Haram wütet ohne ernsthafte Gegenwehr in Nigeria

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Hunger und eskalierende Gewalt in Tigray

Hunger und eskalierende Gewalt in Tigray:
• GfbV fordert öffentlichen Druck durch die Bundesregierung nach dem Versagen der stillen Diplomatie
• Ohne politische Lösung drohe ein langer, verlustreicher Guerilla-Krieg
• Durch die Gewalt sei eine neue Hungerkatastrophe zu befürchten

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