Anlässlich des Welt-Roma-Tages gratuliert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma zum 40-jährigen Bestehen. „In dieser Zeit gab es beachtliche Fortschritte in der Anerkennung des Leides dieser Volksgruppen. Sie werden jedoch weiterhin diskriminiert und stehen in weiten Teilen Europas vor großen Herausforderungen“, erinnert Jasna Causevic, GfbV-Referentin für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung.
Eine Million Unterschriften für Minority Safepack:
• EU-Parlament debattiert über Schutz und Förderung autochthoner Minderheiten
• Maßnahmenpaket auf Initiative der Dachorganisation europäischer Minderheiten
• Minderheiten fordern substanzielle Fortschritte aufseiten der EU
Der Welt-Roma-Tag wird international am 8. April begangen. Er würdigt den Beitrag der seit über 1.000 Jahren in Europa beheimateten Minderheit der Sinti und Roma an Kultur und Geschichte.
Foto: Diversity via Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)
Welt-Roma-Tag (08.04.)
Anlässlich des Welt-Roma-Tages am 8. April fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Europäische Union und den Europarat und seine Mitgliedsstaaten dringend dazu auf, sofort und nachh…
Das Denkmal für ermordete Sinti und Roma vor dem Bundestag. Headerbild: Don Barrett via Flickr (CC BY-NC-ND 2.0).
75. Europäischer Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma (2.8.)
Die GfbV kritisiert die Ideenlosigkeit der EU angesichts des Antiziganismus. „Es braucht einen europaweiten Masterplan für Sinti und Roma“. „Keine Strategie zu erkennen, wie die EU diese europäischen Minderheiten schützen will“.
Seit einem halben Jahrhundert setzen wir uns für ethnische und religiöse Minderheiten, Nationalitäten und indigene Gemeinschaften, gegen Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit und für den Schutz der Zivilbevölkerung in Kriegen ein.
Bild: GfbV
50 Jahre Gesellschaft für bedrohte Völker
1968 – das ist nicht nur das Jahr der Studentenbewegung, ihres Aufbegehrens gegen verknöcherte Autoritäten, die Elterngeneration und den Vietnamkrieg.
Seit 2012 erinnert ein Mahnmal in Berlin an die Opfer des Völkermordes an den Sinti und Roma zur Zeit des Nationalsozialismus. Foto: Yvonne Bangert für GfbV
Die Anerkennung der Sinti und Roma in Deutschland
Es war ein langer Weg, bis die Sinti und Roma neben den Dänen, Sorben und Friesen endlich zu den vier anerkannten nationalen Minderheiten in Deutschland gehörten. Eine Erfolgsgeschichte.
Mehr als 70 Jahre nach dem nationalsozialistischen Völkermord an den Sinti und Roma leiden die rund zwölf Millionen Angehörige dieser Volksgruppen in vielen europäischen Ländern bis heute unter Antiziganismus, sozialer Ausgrenzung, rassistisch motivierter Gewalt, extremer Armut und struktureller Diskriminierung. Foto: Jens-Olaf Walter via Flickr
Antiziganismus-Beauftragten gefordert
Auf Initiative des ehemaligen Bundesratspräsidenten Wedemeier wird seit 1994 in der jeweils letzten Plenarsitzung des Bundesrates im Dezember an den Völkermord an den Sinti und Roma gedacht. Anknüpfungspunkt für das Gedenken ist der 16. Dezember 1942, der Tag, an dem der „Reichsführer der SS“ den so genannten Auschwitz-Erlass unterzeichnet hatte.