Die Yanomami sind eines der größten Indigenen Völker Amazoniens. Ihr Siedlungsgebiet erstreckt sich über das Grenzgebiet zwischen Brasilien und Venezuela…
Anlässlich des Internationalen Tages der indigenen Völker am 9. August macht die Gesellschaft für bedrohte Völker auf die verzweifelte Situation aufmerksam, in die indigene Gemeinschaften zunehmend getrieben werden. Von der Arktis bis nach Südamerika wecken Rohstoffe auf indigenen Gebieten Begehrlichkeiten. Ihre Ausbeutung bringt erschreckende Gewalt mit sich.
Um auf die verzweifelte Lage der Yanomami im brasilianischen Regenwald aufmerksam zu machen, veranstaltet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am kommenden Dienstag, dem Internationalen Tag …
Die indigene Vereinigung „Hutukara Yanomami“ hat neue Daten über die aktuelle Lage der Yanomami in den brasilianischen Bundesstaaten Amazonas und Roraima veröffentlich. Dem Bericht zufolge haben illegale Bergbauaktivitäten auf den Territorien der Gemeinschaft im Jahr 2021 um 46 Prozent zugenommen. Dabei stieg auch die Zahl der gewaltsamen Übergriffe auf Yanomami.
Morddrohungen gegen indigene Aktivistin:
• GfbV ist besorgt über die Todesdrohungen gegen Leila Rocha
• Guarani Kaiowá-Anführerin widersetzt sich Übergriffen der Agrarwirtschaft
• Gewalt, Straflosigkeit und Entmachtung zuständiger Behörden sind Teil einer anti-indigenen Gesamtstrategie der Regierung Bolsonaro
Bericht über Gewalt gegen Brasiliens Indigene:
• Fehlende Strafverfolgung führt zu mehr Invasionen und Gewalt
• Auch Konflikte um Land und Wasser nehmen zu
• Yanomami und Munduruku werden massiv von Goldgräbern bedroht
Illegale Goldsucher greifen Yanomami an:
• Drei Tote und fünf Verletzte nach Schusswechsel
• Bereits der zweite Angriff innerhalb weniger Wochen
• Mangelnde Strafverfolgung in Brasilien ermutigt Eindringlinge
Indigene Völker Brasiliens:
• Missionar verliert Zuständigkeit für Völker in freiwilliger Isolation
• Zwangskontaktierung durch Missionare endet für Indigene oft tödlich
• Evangelikale Missionen oft Einfallstor für kriminelle Holzfäller und Goldsucher
OAS-Menschrechtskommission fordert Maßnahmen gegen Goldsucher:
• Ca. 26.000 Goldsucher allein auf Gebieten der Yanomami und Ye’kwana
• Sie bringen Umweltzerstörung, Gewalt und Infektionen mit
• Umsetzung und Effektivität eventueller Maßnahmen fraglich