„Es ist ungeheuerlich, dass europäische Politiker zuschauen, wie im Sudan eine Bande von Vergewaltigern und Mördern für die EU Jagd auf Flüchtlinge macht, um sie an einer Flucht nach Europa zu hindern“, kritisierte GfbV-Afrikareferent Delius während des Protests. Foto: Hanno Schedler für GfbV
Fluchtursachen wirksam bekämpfen! Verbrechen in Äthiopien und Sudan anprangern!
Wenige Tage vor der Afrikareise von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch mit einer Menschenrechtsaktion am Brandenburger Tor in Berlin die Flüchtlingspolitik Deutschlands und der EU kritisiert.
Bis zu 678 Menschen sind nach Informationen der bedeutendsten Oromo-Partei, des Oromo Federalist Congress (OFC), beim Einsatz von Sicherheitskräften beim Erecha-Fest am Sonntag getötet worden. Foto: GfbV, Oromo-Demonstration Berlin 11.3.2016
Massenmord in Äthiopien nicht verharmlosen
Bis zu 678 Menschen sind nach Informationen der bedeutendsten Oromo-Partei, des Oromo Federalist Congress (OFC), beim Einsatz von Sicherheitskräften beim Erecha-Fest am Sonntag getötet worden. Die Zahl der Opfer drohe noch weiter zu steigen, da sich in den Krankenhäusern noch 400 Schwerverletzte befinden würden, weitere 900 Oromo hätten leichtere Verletzungen erlitten, erklärte heute Mulatu Gemechu, der stellvertretende OFC-Vorsitzende.
In vielen Städten Oromias patrouillieren seit den jüngsten Demonstrationen verstärkt Bereitschaftspolizisten und Soldaten. Sie schüchtern die Zivilbevölkerung gezielt ein, um Proteste zu verhindern.
Blutbad in Äthiopien muss untersucht werden
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat den Behörden Äthiopiens vorgeworfen, die Zahl der Todesopfer zu verschleiern, die bei der gestrigen Niederschlagung von Protesten beim Erntedankfest der Oromo ums Leben kamen.
Nach dem gewaltsamen Tod von mehr als 200 Oromo bei den Feiern zu ihrem Erntedankfest in Äthiopien hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gefordert, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel Klartext zur dramatischen Menschenrechtslage sprechen muss, wenn sie am kommenden Wochenende in das Land am Horn von Afrika reist. Foto: European People's Party/Flickr
Merkel darf zu Massenmord nicht schweigen
Nach dem gewaltsamen Tod von mehr als 200 Oromo bei den Feiern zu ihrem Erntedankfest in Äthiopien hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gefordert, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel Klartext zur dramatischen Menschenrechtslage sprechen muss, wenn sie am kommenden Wochenende in das Land am Horn von Afrika reist.
Bei der Niederschlagung von Protesten der Oromo und Amhara sind zwischen Freitag und Sonntag vergangener Woche 104 Menschen getötet worden Foto: Unicef via Flickr
TERMIN: Fluchtursachen wirksam bekämpfen: Verbrechen in Äthiopien und Sudan anprangern!
Kurz vor Beginn der Afrikareise von Bundeskanzlerin Angela Merkel (9.10.) wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am kommenden Mittwoch am Brandenburger Tor (Pariser Platz) in Berlin mit einer kreativen Aktion die fragwürdige Flüchtlingspolitik Deutschlands und der EU kritisieren.
„Zeid nutzt die Kraft seines Amtes, um ohne politische
Rücksichtnahme weltweit seine Stimme für die Entrechteten und Verfolgten
zu erheben." (Foto: UN Photo/Jean-Marc Ferré)
UN-Menschenrechtshochkommissar setzt hohe Maßstäbe für Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat gefordert, dass sich der
Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen ein Beispiel am konsequenten
Eintreten von UN-Hochkommissar Zeid Ra’ad Al Hussein für Menschenrechte
nimmt.
In vielen Städten Oromias patrouillieren seit den jüngsten Demonstrationen verstärkt Bereitschaftspolizisten und Soldaten. Sie schüchtern die Zivilbevölkerung gezielt ein, um Proteste zu verhindern.
Stop Killing Oromo!
Oromo im Exil und solidarische Organisationen und Vereine sind am 2. September 2016 in Berlin auf die Straße gegangen, um ein Ende des Staatsterrors in Äthiopien zu fordern.
Trotz des Einsatzes von exzessiver Polizeigewalt bei der Niederschlagung der Demonstrationen kommen die Regionen Amhara und Oromia nicht zur Ruhe. Foto: Eskinder Debebe via UN Photos
Äthiopien: Tausenden Oromo und Amhara drohen Folter und Erschießungen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Europäische Union (EU) aufgefordert, den Verbleib von mehreren tausend Demonstranten zu klären, die bei der blutigen Niederschlagung von Protesten in Äthiopien vor zehn Tagen verhaftet wurden.