Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Kreative Aktion mit Flüchtlingen aus Äthiopien und Darfur am Brandenburger Tor ( Pariser Platz) in Berlin
am Mittwoch, den 5. Oktober 2016
von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr
Kurz vor Beginn der Afrikareise von Bundeskanzlerin Angela Merkel (9.10.) wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am kommenden Mittwoch am Brandenburger Tor (Pariser Platz) in Berlin mit einer kreativen Aktion die fragwürdige Flüchtlingspolitik Deutschlands und der EU kritisieren. „Fluchtursachen können nicht in Zusammenarbeit mit Gewaltherrschern beseitigt werden, die ihre eigene Bevölkerung unterdrücken, bekriegen oder verfolgen und so zur Flucht zwingen“, sagt der GfbV-Afrika-Experte Ulrich Delius. „Nur Engagement gegen Unterdrückung und Vertreibung ist langfristig ein wirksames Mittel, Fluchtursachen tatsächlich zu bekämpfen.“
Gemeinsam mit in Deutschland lebenden Oromo-Flüchtlingen aus Äthiopien und Darfuris aus dem Westen des Sudan wird die Menschenrechtsorganisation unter anderem mit Transparenten, einem Schlauchboot, Rettungsringen in EU-Farben und Schildern ihre Kritik unterstreichen und fordern, zu schweren Menschenrechtsverletzungen in beiden Ländern nicht länger zu schweigen.
Die EU hat dem sudanesischen Regime Unterstützung in dreistelliger Millionenhöhe zugesagt, um Flüchtlinge aus benachbarten Ländern auf ihrem Weg nach Europa aufzuhalten, während die sudanesische Luftwaffe und Milizen einen blutigen Krieg gegen die schwarzafrikanische Bevölkerung in Darfur und den Nuba-Bergen führen. Hunderttausende Flüchtlinge aus Darfur müssen in riesigen Lagern ein elendes Leben fristen. Auch zur Unterdrückung und Vertreibung der Oromo in Äthiopien sowie der blutigen Niederschlagung von Protesten mit vielen Toten schweigt die EU.
Header Foto: Unicef/Flickr

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