Türkei: 10. Jahrestag der Ermordung von Hrant Dink (19.01.2017)
Anlässlich des 10. Jahrestages der Ermordung des armenischen Journalisten Hrant Dink am 19. Januar 2007 in Istanbul erinnert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) daran, dass seine Familie und die armenische Gemeinschaft in der Türkei trotz der Verurteilung seines damals noch minderjährigen Mörders noch immer auf Gerechtigkeit warten.
„Wenn Sie nun vor Erdogan einknicken und sich von der Entschließung der Abgeordneten distanzieren, wie ernst soll man dann die deutsche Vergangenheitsbewältigung und das offizielle Bedauern von Nazi-Gräuel nehmen?“ Foto: Pro via Flickr
Bundestag nicht in den Rücken fallen! Armenien-Resolution nicht verwässern!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Freitag dringend an Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert, dem Bundestag nicht in den Rücken zu fallen und die Armenien-Resolution nicht zu verwässern.
Der Ararat - Nationalsymbol der Armenier. Heute liegt er auf türkischem Hoheitsgebiet. Foto: Kinolamp via Flickr
Resolution des Deutschen Bundestages zum Völkermord an dem Armeniern
Kamal Sido, Nahostreferent der Gesellschaft für bedrohte Völker, spricht über die Bedeutung der Resolution des Deutschen Bundestages zum Völkermord an dem Armeniern.
Berg-Karabach: Deutschland muss OSZE-Vorsitz für nachhaltige Befriedung nutzen!
Die schweren Auseinandersetzungen um die armenische Enklave Berg-Karabach müssen vom deutschen OSZE-Vorsitz zum Anlass genommen werden, um eine neue Friedensinitiative ins Leben zu rufen, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).
Vor 100 Jahren, im April 1915, begann ein Völkermord, den die türkische Regierung bis heute leugnet. Opfer waren alle christlichen Völker des Osmanischen Reiches: die Armenier, Assyrer/Chaldäer/Aramäer und Griechen. Der Nahostreferent der Gesellschaft für bedrohte Völker, Kamal Sido, und Hakup Shahinian, Angehöriger der armenischen Diaspora, erklären, wie der Völkermord begann und welche Auswirkungen er bis heute hat.
Die deportierten Christen mussten unter freiem Himmel ausharren. Foto: Informations- und Dokumentationszentrum Armenien (IDZA)
Die Vernichtung christlichen Lebens beim Namen nennen: Völkermord an den Armeniern offiziell anerkennen!
Anlässlich des 100. Jahrestages des Beginns des Völkermordes an den Armeniern im Osmanischen Reich (24.4.1915) fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) den Deutschen Bundestag dazu auf, diesen Genozid endlich ausdrücklich als solchen zu bezeichnen, das Verbrechen offiziell anzuerkennen und zu verurteilen.
UNO muss Vertreibung armenischer Christen in Syrien verurteilen und mäßigend auf die Türkei einwirken
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-Moon, soll die Vertreibung der letzten Armenier in Syrien verurteilen und zum Schutz der christlichen Flüchtlinge mäßigend auf die Regierung der benachbarten Türkei einwirken. Das haben armenische Vereine in Deutschland und weltweit in einem dringenden Appell an Ban Ki-Moon gefordert.
Türkisch-nationalistischen Feiertag in Berlin und anderen Städten Deutschlands verhindern!
auf Initiative der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wenden wir uns heute an Sie mit der dringenden Bitte, die Feierlichkeiten türkischer Vereine zum Tag der Staatsgründung der Türkei am 23. April nicht zu unterstützen. Ein großes Fest ist in diesem Jahr in Berlin geplant.