Vor 100 Jahren, im April 1915, begann ein Völkermord, den die türkische Regierung bis heute leugnet. Opfer waren alle christlichen Völker des Osmanischen Reiches: die Armenier, Assyrer/Chaldäer/Aramäer und Griechen.
Der Nahostreferent der Gesellschaft für bedrohte Völker, Kamal Sido, und Hakup Shahinian, Angehöriger der armenischen Diaspora, erklären, wie der Völkermord begann und welche Auswirkungen er bis heute hat.
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Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen Tausende Kinder aus dem nördlichen Ostpreußen vor Hunger und Gewalt ins benachbarte Litauen. Viele überlebten nur, weil sie sich als sogenannte „Wolfskinder“ allein durchschlugen. Ihr Leid wurde lange marginalisiert. Wir präsentieren eine neue, dreisprachige Publikation (deutsch, englisch, litauisch), die den aktuellen Forschungs- und Rezeptionsstand erstmals vergleichend im europäischen Kontext zugänglich macht.
Minderheiten in Syrien nach dem Sturz des Assad-Regimes: Reisebericht von Dr. Kamal Sido
Zum ersten Jahrestag der Massaker an Syriens alawitischer Bevölkerung am 7. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Reisebericht ihres Nahostreferenten Dr. Kamal Sido. Er besuchte im April 2025 alawitische Städte und Dörfer, etwa einen Monat nach Beginn der Angriffe des neuen sunnitisch-islamistischen Regimes auf die Alawiten.