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Region: Brasilien

Ein Jahr Bolsonaro
Header Bild: Marcelo Camargo/Agência Brasil via Wikimedia Commons (CC BY 3.0 br).

Ein Jahr Bolsonaro

Am 1. Januar 2019 trat Jair Bolsonaro sein Amt als Präsident Brasiliens an. Die brasilianische Zivilgesellschaft hatte früh vor negativen Auswirkungen auf den Amazonas und seine indigenen Bewohner …

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Übergriffe auf Indigene im Amazonas
Indigene Umweltschützer sind seit Jahren immer wieder Ziel von Angriffen. Verantwortlich sind zumeist Kriminelle, die auf indigenem Land illegal Holz schlagen oder Gold schürfen. Die grassierende Straflosigkeit hat sich unter Präsident Bolsonaro noch verschärft. Der Einsatz für den Amazonas ist lebensgefährlich geworden.

Übergriffe auf Indigene im Amazonas

Indigene Umweltschützer in Brasilien erschossen:
• Am Samstag wurden zwei Angehörige der Guajajara ermordet
• Indigene Umweltschützer sind immer wieder Ziel von Angriffen
• Menschenrechtler fordern: Straflosigkeit für Gewalt an Indigenen muss enden

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Feuer im Amazonas: „Neokolonialismus“
Dass sich der heute beginnende G7-Gipfel in Biarritz mit der Brandkatastrophe befassen möchte, begrüßt die GfbV. Bild: via Twitter

Feuer im Amazonas: „Neokolonialismus“

Die verheerenden Waldbrände in seinem Land hat Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro zuerst geleugnet, dann mit haarsträubenden Verschwörungstheorien erklärt. Nun verbittet er sich internationale Kritik. „Wenn Bolsonaro dem Ausland Neokolonialismus vorwirft, verschweigt er, dass die größte Kritik an seinem Ausverkauf von Umwelt und den Rechten indigener Völker in Brasilien geäußert wird“, erinnert Ulrich Delius, Direktor der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).

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Amazonas in Flammen
Seit fast zwei Wochen brennt der Amazonas. Nach Angaben des Brasilianischen Instituts für Satellitenforschung INPE sind 36 indigene Schutzgebiete von den Bränden betroffen. Bild: via Twitter

Amazonas in Flammen

Seit fast zwei Wochen brennt der Amazonas. Nach Angaben des Brasilianischen Instituts für Satellitenforschung INPE sind 36 indigene Schutzgebiete von den Bränden betroffen. „Hunderte indigene Gemeinschaften müssen gerade mit ansehen, wie ihr Lebensraum verbrennt“, erklärt Regina Sonk, Referentin für indigene Völker bei der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). „Wie es für sie weitergeht, ist völlig unklar. Neben der Umweltkatastrophe ist das humanitäre Desaster vorprogrammiert.“

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Indigener Frauenmarsch in Brasilien
Indigener Frauenmarsch in Brasilien als Widerstand gegen die repressive Politik Bolsonaros. Bild: Eliane Fernandes via GfbV 2019

Indigener Frauenmarsch in Brasilien

Seit dem 9. August findet in Brasiliens Hauptstadt das „Nationale Forum indigener Frauen“ statt. Unter dem Titel „Territorium: unser Körper, unser Geist“ diskutieren 2.000 indigene Frauen über Möglichkeiten, ihre Rechte durchzusetzen. Sie vernetzen sich, um Widerstand gegen die Regierung des rechtsextremen Präsidenten Jair Bolsonaro zu leisten.

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Nach Mord an indigenem Führer in Brasilien
Am Samstag sind illegale Goldgräber in das mehr als 600.000 Hektar große indigene Territorium der Wajapi im Bundesstaat Amapa eingedrungen. Ihr Führer Emyra Wajapi war am letzten Mittwoch ermordet worden. Headerbild: GfbV Schweiz, April 2019.

Nach Mord an indigenem Führer in Brasilien

• GfbV fordert wirksameren Schutz indigener Gebiete
• „Bolsonaro schürt mit seinem Werben um wirtschaftliche Erschließung Gewalt gegen Indigene.“
• Nach Mord flüchten Indigene aus Angst vor weiterer Gewalt

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Brasilien-Reise des Entwicklungshilfeministers
Indigene beim diesjährigen Acampamento Terra Livre in Brasilia. Foto: GfbV Schweiz 2019

Brasilien-Reise des Entwicklungshilfeministers

GfbV zur Brasilien-Reise des Entwicklungshilfeministers:
• Will der Minister den Regenwald schützen, muss er Indigene stärken
• Zertifikate für Import-Soja hätten praktisch keinen Effekt
• Mehr Kooperation des BMZ mit dem Landwirtschaftsministerium wäre eine Sackgasse

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Brasilien: Per Dekret von Bolsonaro
Die brasilianische Regierung hat ein weiteres Infrastrukturprojekt im Amazonasgebiet angeordnet. Betroffene indigene Gemeinschaften sehen darin einen gezielten Angriff auf ihre Rechte. Das Projekt betrifft mehr als 40 verschiedene indigene Völker, verteilt auf 208 Gemeinschaften mit über 8.700 Einwohnern. Foto: Forderungen nach Demarkierung von Indigenen auf dem Protestcamp Acampamento in Brasilia im April 2019. Sonk/GfbV

Brasilien: Per Dekret von Bolsonaro

Die brasilianische Regierung hat ein weiteres Infrastrukturprojekt im Amazonasgebiet angeordnet. Betroffene indigene Gemeinschaften sehen darin einen gezielten Angriff auf ihre Rechte. Der zuständige Projektleiter Maynard Marques de Santa Rosa hatte in einem Artikel angeregt, ein solches Projekt zu nutzen, um NGOs zu schaden. Er beschreibt, wie Geheimdienste Büros von Indigenen- und Umweltorganisationen abhören, ihre Medienkampagnen neutralisieren, internationale NGOs kontrollieren sowie Fördergelder an brasilianische NGOs komplett unterbinden sollen.

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Außenminister Maas in Brasilien
Bundesaußenminister Heiko Maas muss heute im Gespräch mit Präsident Jair Bolsonaro Menschenrechte ganz oben auf die Agenda setzen. Die Menschenrechtslage in Brasilien verschlechtert sich unter dessen Regierung zusehends. Bild: Sandro Halank via Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)

Außenminister Maas in Brasilien

Bundesaußenminister Heiko Maas muss heute im Gespräch mit Präsident Jair Bolsonaro Menschenrechte ganz oben auf die Agenda setzen. Die Menschenrechtslage in Brasilien verschlechtert sich unter dessen Regierung zusehends. Im ökologisch sensiblen Amazonas-Gebiet möchte er Schutzzonen auf indigenem Land für die Ausbeutung durch internationale Rohstoffunternehmen öffnen. Wenn Minister Maas mit seinem Nationalen Aktionsplan „Wirtschaft und Menschenrechte“ Unternehmen zur Einhaltung von Standards verpflichen will, darf er sie selber nicht ignorieren.

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