Mehrere tausend Indigene werden sich beim diesjährigen „Acampamento Terra Livre“ (ATL) vernetzen und ihren Forderungen Ausdruck verleihen. Das Protestcamp Indigener für ihre Landrechte findet vom 23. bis 26. April vor dem Parlament in Brasília statt. Es wird durch zahlreiche nationale und internationale Organisationen unterstützt – Regina Sonk ist für die GfbV vor Ort. Foto: Apib Comunicação via Flickr (CC BY-SA 2.0)
„Präsident Bolsonaro, Hände weg von unserem Land”
Mehrere tausend Indigene werden sich beim diesjährigen „Acampamento Terra Livre“ (ATL) vernetzen und ihren Forderungen Ausdruck verleihen. Das Protestcamp Indigener für ihre Landrechte findet vom 23. bis 26. April vor dem Parlament in Brasília statt. Es wird durch zahlreiche nationale und internationale Organisationen unterstützt – Regina Sonk ist für die GfbV vor Ort. Parallel zum ATL finden heute vor den brasilianischen Botschaften in vielen Hauptstädten Mahnwachen zur Unterstützung der indigenen Proteste statt. Die GfbV unterstützt die Veranstaltung in Berlin.
Das staatliche Gesundheitssystem für die Versorgung der indigenen Völker Brasiliens steht offenbar vor dem Aus. Menschenrechtler sind wegen der drohenden Katastrophe in größter Sorge. Bild: SESAI via Flickr CC BY 2.0
Brasilien: „Alle vier Stunden droht ein Mensch zu sterben“
Das staatliche Gesundheitssystem für die Versorgung der indigenen Völker Brasiliens steht offenbar vor dem Aus. Menschenrechtler sind wegen der drohenden Katastrophe in größter Sorge. In einigen Gesundheitsbezirken fehlen schon jetzt die Mittel für die medizinische Grundversorgung, für manche Leistungen ist bereits seit Oktober 2018 kein Geld mehr geflossen. Aufgrund der Entfernung zu öffentlichen medizinischen Einrichtungen sind indigene Gemeinschaften besonders auf das bisherige System angewiesen. Nach der FUNAI droht mit der SESAI nun eine zweite wichtige Säule der Indigenenpolitik Brasiliens zerschlagen zu werden.
„Wenn die Kirche für die Menschenrechte der Schwächsten in der Gesellschaft eintritt, dann muss sie auf die dramatische Lage der indigenen Völker Brasiliens aufmerksam machen. Wenn eine Regierung Gesetze und die Verfassung des Landes missachtet, um indigenen Völkern die Lebensgrundlage zu entziehen, dann darf die Kirche dazu nicht schweigen“, forderte GfbV-Direktor Ulrich Delius am Dienstag. Foto: Jeso Carneiro/Flickr CC BY-NC 2.0
Amazonas-Synode des Vatikans: Menschenrechtler empört über Vorwürfe von Brasiliens Regierung
Mit Empörung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf Vorwürfe der brasilianischen Regierung reagiert, die geplante Amazonas-Synode des Vatikans hätte eine „linke Agenda“ und sei eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Brasiliens. Wenn die Kirche für die Menschenrechte der Schwächsten in der Gesellschaft eintritt, dann muss sie auf die dramatische Lage der indigenen Völker Brasiliens aufmerksam machen. Wenn eine Regierung Gesetze und die Verfassung des Landes missachtet, um indigenen Völkern die Lebensgrundlage zu entziehen, dann darf die Kirche dazu nicht schweigen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist entsetzt über das Ausmaß der Gewalt gegen indigene Völker in Brasilien, das unter Präsident Jair Bolsonaro schon jetzt zu verzeichnen ist. Bild:Senado Federal via Flickr CC BY 2.0.
Brasilien: Verheerende Bilanz für Indigene
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist entsetzt über das Ausmaß der Gewalt gegen indigene Völker in Brasilien, das unter Präsident Jair Bolsonaro schon jetzt zu verzeichnen ist.
Mit der Übertragung der Verantwortung für indigene Schutzgebiete an das Agrarministerium "hat Bolsonaro den Bock zum Gärtner gemacht, denn die mächtige Agrarlobby hat keine Skrupel, indigene Gemeinschaften mit der Erschließung neuer Flächen die Existenzgrundlage zu rauben und ins Elend zu stürzen." Foto: Senado Federal via Flickr CC BY 2.0
Brasilien: „Bock zum Gärtner“ gemacht: Agrarministerium für indianische Schutzgebiete zuständig
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat den neuen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro am Donnerstag dazu aufgefordert, das Angebot der indigenen Aruak, Baniwa und Apuriña aus dem Amazonasgebiet anzunehmen und mit den indigenen Gemeinschaften des Landes einen „Dialog auf Augenhöhe“ zu beginnen.
Als „beunruhigenden Rückschritt“ wertet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Entscheidung des Übergangsteams des designierten brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, die Indigenen-Behörde des Landes FUNAI (Fundação Nacional do Índio) zukünftig dem Ministerium für Frauen, Familie und Menschenrechte zu unterstellen. Foto: Fabio Rodrigues Pozzebom via Wikimedia Commons CC-BY-2.0
Brasilien: „Beunruhigender Rückschritt“ für indigene Gemeinschaften
Als „beunruhigenden Rückschritt“ wertet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Entscheidung des Übergangsteams des designierten brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, die Indigenen-Behörde des Landes FUNAI (Fundação Nacional do Índio) zukünftig dem Ministerium für Frauen, Familie und Menschenrechte zu unterstellen.
Mit Jair Bolsonaro als Präsidenten müssen Brasiliens indigene Völker um ihre Rechte und ihr Überleben fürchten. Bild: Eduardo Fonseca Arraes via Flickr CC BY-NC-ND 2.0
Brasilien: Wahl Bolsonaros ist „schwarzer Tag“ für Indigene
Bolsonaro will die letzten Rückzugsgebiete indigener Völker systematisch für Industrie, Rohstoffsuche und Großprojekte öffnen. Deshalb steht der Schutz von Amazoniens Wäldern vor der größten Herausforderung der vergangenen Jahrzehnte.
Am vergangenen Sonntag ging Jair Bolsonaro als Sieger des ersten Wahlgangs hervor. Der Präsidentschaftskandidat fällt immer wieder durch seine rassistischen, homophoben und sexistischen Äußerungen auf. Bild: Antonio Cruz via Wikimedia Commons CC BY 3.0 br
Brasilien: Düstere Perspektiven für indigene Völker unter einem möglichen Präsidenten Bolsonaro
Für die indigenen Völker in Brasilien ist der Kolumbustag, an dem in ganz Amerika an jedem 12. Oktober die Landung des Seefahrers Christoph Kolumbus an den Küsten des Kontinents gefeiert wird, ein Tag der Trauer.
Mit Steve Bannon holt sich der rechtspopulistische Kandidaten der PSL (Social Liberal Party) Jair Bolsonaro den Regisseur des aggressiv-nationalistischen US-Wahlkampfes von 2016 ins Boot. Foto: Gage Skidmore via Flickr CC BY-SA 2.0
Brasilien: Ex-Trump-Berater Steve Bannon soll rechtspopulistischen Präsidentschaftskandidaten unterstützen
Mit großer Sorge beobachtet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) den wachsenden Erfolg des rechtspopulistischen Kandidaten der PSL (Social Liberal Party) Jair Bolsonaro in Brasilien.