Der Oberste Gerichtshof bringt mit seiner Entscheidung Brasiliens indigene Gemeinschaften in Todesgefahr, denn es öffnet der Vernichtung ihrer Lebensgrundlagen Tür und Tor. Foto: Ben Sutherland via Flickr
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat entsetzt zur Kenntnis genommen, dass der Oberste Gerichtshof Brasiliens am Donnerstag eine Revision des 2012 verabschiedeten Waldgesetzes verworfen hat.
Der Ashaninka-Sprecher Benki Piyãko aus dem brasilianischen Bundesstaat Acre ist seit Beginn der Klimakonferenz in Bonn dabei. Seine Gemeinschaft hat schon vor Jahren die Initiative für den Regenwald ergriffen und über 2.000 junge Bäume auf ihrem Territorium nachgepflanzt. Foto: Hanno Schedler für GfbV
„Erste Opfer des Klimawandels“ beim Klimagipfel ausgegrenzt
Der bisherige Verlauf des Klimagipfels in Bonn ist bei der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf scharfe Kritik gestoßen.
Gemeinsam mit dem Sprecher der Ashaninka-Indianer aus Brasilien, Benki Piyako, hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mit einer Mahnwache in Bonn zu Beginn des UN-Klimagipfels eine nachhaltigere Klimapolitik gefordert, die indigene Völker als gleichberechtigte Verhandlungspartner einbezieht.
TERMIN: Klimagipfel – Aktion in Bonn für eine nachhaltigere Klimapolitik
Zu Beginn des UN-Klimagipfels demonstriert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am kommenden Montag in Bonn gemeinsam mit dem Ashaninka Benki Piyako aus Brasilien für eine nachhaltigere Klimapolitik.
Wenn Guaraní-Kaiowá in den wenigen verbliebenen Waldstücken jagen wollen, werden sie von Sicherheitskräften der Großgrundbesitzer beschossen. Viele Morde an Indigenen sind bis heute nicht aufgeklärt. Foto: Privat/GfbV
Europäische Beobachtermission in Brasilien
Die existentiell bedrohten Guaraní-Kaiowá-Indianer in Brasilien wünschen sich nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in ihrer großen Not dringend mehr Druck der europäischen Öffentlichkeit auf die brasilianische Regierung, damit diese endlich die große Gewalt gegen die Indigenen im Bundesstaat Mato Grosso do Sul eindämmt und ihr traditionelles Territorium formal anerkennt.
Die Delegation aus Europa wird an einer Sitzung des Versammlung Aty-Guasu-Rates, der großen Versammlung der Guaraní-Kaiowá teilnehmen. Foto: Privat/GfbV
Lage der Guaraní-Kaiowá spitzt sich dramatisch zu
Menschenrechtler aus Europa helfen den von der brasilianischen Regierung im Stich gelassenen indigenen Guarani-Kaiowá im Bundesstaat Mato Grosso do Sul bei der Verteidigung ihres Landes gegen übermächtige Agrarunternehmen.
Die Gamela kämpfen verzweifelt darum, das Recht auf ihr angestammtes Land zurückzuerhalten. Foto: Agência Brasil via Wikimedia Commons
Nach blutigem Angriff auf indigene Gamela in Amazonien schwere Vorwürfe gegen brasilianische Regierung: Schutz für Ureinwohner wurde aufgeweicht
Um eine weitere Eskalation zu verhindern, forderte die Menschenrechtsorganisation nachdrücklich, die Verantwortlichen für das Verbrechen an den Gamela zur Rechenschaft zu ziehen.
Auch die Bürgerkriege im Sudan sind vergessene Konflikte. Hunderttausende Menschen müssen unsägliches Leid ertragen. Foto: Albert Gonzalez Farran/UNAMID
Editorial: Im Schatten großer Kriege
Fernab großer Kriege gibt es zahllose Konflikte, die in der Berichterstattung unterzugehen drohen.