9. August: Internationaler Tag der indigenen Völker
Weltweit müssen indigene Völker einen hohen Preis für den unersättlichen Energiehunger in den Industrienationen zahlen. Darauf macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen anlässlich des Tages der indigenen Völker (9. August) aufmerksam. Damit bei uns das Licht nicht ausgeht, wird Ureinwohnerland im kanadischen Saskatchewan oder in Australien durch den Uranabbau radioaktiv verseucht, verschwindet das Land der Wayúu-Indianer in Kolumbien oder der Schoren in Sibirien in riesigen Tagebauminen der Steinkohleindustrie.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist alarmiert von den Nachrichten über Gewalt gegen eine bis vor kurzem in freiwilliger Abgeschiedenheit lebende Gruppe von Amazonasindianern, über deren „Entdeckung“ am heutigen Freitag berichtet wird. Offenbar mussten diese Ureinwohner im Grenzbereich zwischen Peru und Brasilien vor gewaltsamen Übergriffen von Holzfällern oder Drogenschmugglern die Flucht ergreifen.
Anlässlich der jüngsten Proteste traditionell gekleideter Ureinwohner wenige Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die großen Probleme der indianischen Gemeinschaften in Brasilien aufmerksam. „Ihre Landrechte sind noch immer weitgehend ungesichert, so dass Großgrundbesitzer leichtes Spiel haben. Gleichzeitig nimmt der Druck auf die indigenen Gebiete durch Entwaldung, Rohstoffabbau und Staudämme zur Gewinnung von Wasserkraft stetig zu“, fasst Yvonne Bangert, GfbV-Referentin für indigene Völker, zusammen.
Alle neun strategischen Partner Deutschlands verletzen Pressefreiheit massiv – Bundesregierung muss sich stärker für unabhängige Berichterstattung engagieren
Zum Welttag der Pressefreiheit hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die deutsche Bundesregierung aufgefordert, sich engagierter für die Beachtung der Pressefreiheit in ihren strategischen Partnerländern sowie in Schwerpunktländern deutscher Entwicklungs- oder Ausbildungshilfe einzusetzen.
Dankesrede von Benki Piyãko zum Erhalt des Weimarer Menschenrechtspreises
Der Ashaninka-Indianer Benki Piyãko wurde am 10.12.2013, dem Tag der Menschenrechte, für seinen beispielhaften gewaltlosen Kampf für den Erhalt des Regenwaldes im brasilianischen Amazonasgebiet mit dem Menschenrechtspreis der Stadt Weimar ausgezeichnet.
Dr. Eliane Fernandes Ferreira, Brasilien-Koordinatorin der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und langjährige Kooperationspartnerin von Benki Piyãko, übersetzt ins Deutsche. Die Gesellschaft für bedrohte Völker hatte Benki für den Preis vorgeschlagen.
„Sein Einsatz hat ihm auch Feinde gemacht“: Weimarer Menschenrechtspreis für friedlichen Widerstand gegen die bedrohliche Holzmafia in Brasilien
Der diesjährige Preisträger des Weimarer Menschenrechtspreises Benki Piyãko ist eine Schlüsselfigur des unerschrockenen Widerstands der rund 1.000 Ashaninka-Indianer im brasilianischen Bundesstaat Acre gegen die Machenschaften von Holzmafia und Drogenschmugglern.
Ashaninka Benki Piyãko berichtet über seinen gewaltlosen Kampf für den Erhalt des Regenwaldes in Brasilien
Der Träger des Weimarer Menschenrechtspreises 2013, der Ashaninka-Vertreter Benki Piyãko, wird am 12. Dezember als Gast der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen über seinen beispielhaften gewaltlosen Kampf für den Erhalt des Regenwaldes im brasilianischen Amazonasgebiet berichten.
Ashaninka aus dem brasilianischen Amazonas-Regenwald in Berlin
Zeit: Freitag, 6. Dezember 2013, 18 Uhr
Ort: Amadeus, Hofkirche, Bahnhofstraße 9 in 12555 Berlin
Benki Piyãko, ein Anführer der Ashaninkagemeinschaft Apiwtxa, berichtet nach dem kurzen Film „Wir kämpfen aber wir essen Früchte“ vom Leben und Wirtschaften im tropischen Regenwald Brasiliens.
Gegen Holzmafia und Drogenschmuggler: Der Ashaninka-Indianer Benki Piyãko berichtet vom Kampf für den Erhalt des Regenwalds in Brasilien
Zeit: Donnerstag, 12. Dezember 2013, 19 Uhr
Ort: Victor-Gollancz-Haus, Geiststraße 7, 37073 Göttingen
Die indianische Gemeinschaft der Ashaninka im brasilianischen Bundesstaat Acre ist durch die Machenschaften illegaler Holzfäller und Drogenschmuggler aus dem nahegelegenen Peru gefährdet. Der Ashaninka Benki Piyãko ist Gründer und Leiter des Projekts. Seine Arbeit wurde gerade von der Stadt Weimar gewürdigt, die ihn am 10. Dezember mit ihrem Menschenrechtspreis auszeichnet. Gemeinsam mit seinem jungen Mitarbeiter Francisco Oliveira Leonilson „Leo“ da Silva wird er über das Ausbildungszentrum, die Lehrmethoden und die Probleme der Region berichten.
Der Eintritt ist frei.