Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Der Ashaninka-Indianer Benki Piyãko wurde am 10.12.2013, dem Tag der Menschenrechte, für seinen beispielhaften gewaltlosen Kampf für den Erhalt des Regenwaldes im brasilianischen Amazonasgebiet mit dem Menschenrechtspreis der Stadt Weimar ausgezeichnet.
Dr. Eliane Fernandes Ferreira, Brasilien-Koordinatorin der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und langjährige Kooperationspartnerin von Benki Piyãko, übersetzt ins Deutsche. Die Gesellschaft für bedrohte Völker hatte Benki für den Preis vorgeschlagen.
Benki Piyãko gehört zu den Schlüsselfiguren des unerschrockenen Widerstandes der rund 1.000 Ashaninka im Bundesstaat Acre gegen die Machenschaften von Holzmafia und Drogenschmugglern aus dem benachbarten Peru. Die illegalen Eindringlinge fällen wertvolle Bäume wie Mahagoni oder Zedern und stören so den Regenwald empfindlich. Wer sich ihnen entgegenstellt, wird bedroht.
Um aktiv ein Zeichen für ein friedliches Leben in einem intakten Regenwald zu setzen und die Entschlossenheit seiner Gemeinschaft zu unterstreichen, sich nicht vertreiben zu lassen, hat Benki Piyãko dort 2007 das Ausbildungszentrum „Yoreka Ãtame“ gegründet. Von Anfang an hat die GfbV das integrative und nachhaltige Projekt unterstützt. Hier werden indigene und nicht-indigene Jugendliche in Waldwirtschaft, Schildkröten-, Bienen- und Fischzucht unterrichtet und lernen außerdem, Computer und Internet zu nutzen. Gemüse- und Obstanbau sowie eine eigene Baumschule sind für das Zentrum ebenfalls selbstverständlich. Den Urwald schonend zu nutzen, ohne ihm zu schaden oder ihn gar zu zerstören, ist oberstes Gebot. Hauptziel des Projektes ist es, das Bewusstsein über die Bedeutung des Regenwaldes zu stärken und den Zusammenhalt der Jugendlichen völkerverbindend zu fördern.

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