Merkel soll sich beim deutsch-chinesischem Gipfel für Demokratie in Hongkong und verfolgte Menschenrechtler einsetzen
Angesichts der Proteste zehntausender Einwohnern von Hongkong für mehr Demokratie startet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) heute einen Online-Appell an Bundeskanzlerin Angela Merkel, sich beim deutsch-chinesischen Gipfeltreffen in Berlin in der kommenden Woche für politische Reformen und Dialog in Hongkong einzusetzen.
Unrechtsverfahren gegen Professor Ilham Tohti wegen Separatismus in China
Update 23.09.2014: Professor Tohti ist leider zu lebenslanger Haft verurteilt werden.
Am 17.09.2014 eröffnet in Urumtschi, China, das Gerichtsverfahren gegen den ehemaligen Wirtschaftsprofessor der Nationalitäten-Universität in Peking. Tohti wird von den Behörden „Separatismus“ vorgeworfen. Ihm droht eine langjährige Haftstrafe, vielleicht sogar die Todesstrafe.
Unser GfbV-Asienreferent erklärt, warum dieses Gerichtsverfahren so dramatische Auswirkungen für die Uiguren haben könnte.
China: Lebenslange Haftstrafe für uigurischen Professor
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Verurteilung des uigurischen Professors Ilham Tohti in China zu lebenslanger Haft scharf kritisiert. Dies ist ein Unrechtsurteil einer Gesinnungsjustiz, die systematisch unbequeme Mahner zum Schweigen bringt.
Uiguren-Konflikt in China droht weiter zu eskalieren
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Chinas Justizbehörden vorgeworfen, den uigurischen Menschenrechtler und Wirtschaftsprofessor Ilham Tohti in einem Unrechtsverfahren mundtot zu machen. Mit haarsträubenden Vorwürfen und erfundenen vermeintlichen „Beweisen“ soll ein unliebsamer Kritiker der chinesischen Nationalitätenpolitik gezielt ausgeschaltet werden.
Papst soll sich für Schutz nordkoreanischer Flüchtlinge und ihrer Helfer einsetzen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat an Papst Franziskus appelliert, sich bei seiner Reise nach Südkorea für mehr Schutz von christlichen Flüchtlingen aus Nordkorea und ihren Helfern einzusetzen. Jedes Jahr fliehen rund 1.500 Menschen aus Nordkorea meist über China und südostasiatische Staaten nach Südkorea.
Gao Zhisheng gilt als einer der prominentesten Menschenrechtsanwälte in der Volksrepublik. Der bekennende Christ hat sich als Rechtsanwalt besonders engagiert für die Glaubensfreiheit von verfolgten Christen und Falun Gong-Anhängern eingesetzt.
Chinas Religionsbehörde will eigene christliche Theologie entwickeln
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor der angekündigten Entwicklung einer eigenständigen christlichen Theologie in China. Dies ist keine Chance für mehr Glaubensfreiheit in China: Denn staatliche Stellen werden eine chinesische christliche Theologie nur dafür benutzen, um Gläubige wirksamer zu kontrollieren und zu gängeln. Dies zeigen alle Erfahrungen des tibetischen Buddhismus und des Islam in China, die die staatliche Religionsbehörde zu vereinnahmen sucht.
Europas Botschafter sollen sich für Freilassung von Gao Zhisheng einsetzen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat an die Botschafter führender europäischer Staaten und der USA in China appelliert, sich für die Freilassung des inhaftierten Menschenrechtsanwalts Gao Zhisheng einzusetzen. „Gaos achtjährige Haftstrafe endet formal am 7. August 2014. Wir befürchten aber, dass er nicht frei kommt, sondern weiter unter Hausarrest festgehalten wird“, erklärte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius am Montag in Göttingen.
Vereinte Nationen sollen Hintergründe der Gewalt untersuchen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Navi Pillay, die Hochkommissarin für Menschenrechte der Vereinten Nationen, aufgefordert, die Hintergründe der dramatischen Eskalation der Gewalt im Nordwesten Chinas zu untersuchen. Mit 141 Opfern politisch motivierter Gewalt in den letzten sechs Wochen nimmt der Uiguren-Konflikt neue tragische Dimensionen an.