Update 23.09.2014: Professor Tohti ist leider zu lebenslanger Haft verurteilt werden.
Mehr dazu hier: China: Lebenslange Haftstrafe für uigurischen Professor
Am 17.09.2014 eröffnet in Urumtschi, China, das Gerichtsverfahren gegen den ehemaligen Wirtschaftsprofessor der Nationalitäten-Universität in Peking. Tohti wird von den Behörden „Separatismus“ vorgeworfen. Ihm droht eine langjährige Haftstrafe, vielleicht sogar die Todesstrafe.
Der angesehene Professor war im Januar 2014 nach sechsmonatigen Ermittlungen der Behörden gemeinsam mit sieben seiner Studenten festgenommen worden. Trotz massiver Einschüchterungen und Drohungen der Behörden hatte Tohti immer für einen Dialog der Uiguren mit der Mehrheitsbevölkerung der Han-Chinesen geworben und mehrere Webseiten in chinesischer Sprache aufgebaut, um Han-Chinesen die Hintergründe des Aufbegehrens der muslimischen Volksgruppe zu erklären.
Unser GfbV-Asienreferent erklärt, warum dieses Gerichtsverfahren so dramatische Auswirkungen für die Uiguren haben könnte.
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