Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert, dass das Auswärtige Amt die Amtseinführung des neu eingesetzten Präsidenten Dagestans, Ramazan Abdulatipow, kritisch begleiten soll. Abdulatipow ist ein erfahrener Politiker aus Dagestan, der dem Volk der Awaren angehört. Er war viele Jahre lang Mitglied der russischen Duma sowie russischer Botschafter in Tadschikistan.
Die kritische Berichterstattung zur politischen Entwicklung in Russland klammert nur allzu oft die Lage im Nordkaukasus aus. Dabei ist die Menschenrechtslage äußerst bedrückend. Verschwindenlassen von Zivilisten, systematische Folter in Untersuchungshaft und in Gefängnissen, Morde und Verfolgung sind an der Tagesordnung.
Menschenrechtslage im Nordkaukasus zum Thema machen! – Neuer Report dokumentiert bedrückende Situation in Dagestan, Tschetschenien und Inguschetien
Mit dem dringenden Appell, bei den Gesprächen in Moskau Mitte November auch die schweren Menschenrechtsverletzungen im Nordkaukasus zu thematisieren, hat sich die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an den deutschen Lenkungsausschuss des Petersburger Dialogs gewandt.
Nach Mord an gemäßigtem geistlichen Führer schwindet Hoffnung auf Frieden in Dagestan
Mit dem Selbstmordattentat auf den Sufi-Scheich Said Afandi am Dienstag in dem Dorf Tschirkei schwindet die Hoffnung auf ein Ende des Blutvergießens in Dagestan. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fürchtet, dass eine Befriedung der radikal islamischen Gruppen nun kaum noch möglich ist. Man muss davon ausgehen, dass der radikale, von Salafisten geprägte Untergrund in Dagestan seine Strategie verändert hat und nun neben den Attentaten auf Mitarbeiter der Sicherheitskräfte und Regierung gezielt auch religiöse Gruppen angreift.
Dutzende Tote und Verletzte am Ende des Fastenmonats Ramadan
Nach Dutzenden von Toten und Verletzten am Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan befürchtet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine Eskalation der Gewalt im Nordkaukasus. Im heiligen Monat des Friedens und der Gewaltlosigkeit häuften sich in Dagestan, Inguschetien und Tschetschenien Selbstmordanschläge, Feuergefechte und Verschleppungen. Das lässt für die Zivilbevölkerung nichts Gutes erwarten.
Doppelmoral: Spitzensportler aus dem Nordkaukasus in London bejubelt – in Russland angefeindet
Anlässlich des großartigen Erfolges der beiden Judo-Kämpfer Tagir Khaibulajew und Mansur Isaev aus Dagestan, die für die russische Nationalmannschaft in London olympisches Gold errungen haben, weist die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die bedrückende Lage im Nordkaukasus hin. Die russische Regierung schüre mit ihrer verfehlten Nationalitätenpolitik blanken Rassismus und Gewalt gegen Tschetschenen, Inguschen oder Dagestaner
Mit Putin keine Chance auf Frieden im Nordkaukasus
Vor der Vereidigung von Wladimir Putin zum russischen Präsidenten am kommenden Montag in Moskau warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) vor einem Andauern der bürgerkriegsähnlichen Gewalt in den Republiken des Nordkaukasus. Mit Putin gibt es keine Chance auf Frieden für die Menschen im Nordkaukasus. Sie leiden seit mehr als zehn Jahren unter schwerster Willkür und Gewalt, der er durch seine gnadenlose Politik Vorschub geleistet hat.
Bitte setzen Sie sich für ein Ende der Folter in Russland ein!
Für die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Generalsekretär Tilman Zülch am Dienstag an Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert, sich jetzt in die aktuelle Debatte in Russland zum Thema Folter auf Polizeiwachen und in Gefängnissen einzumischen und sich für ein Ende dieser unmenschlichen Praxis zu engagieren.
Russland nutzt Tragödie, um der Republik weitere Autonomierechte zu entziehen
Als weitere Beschneidung der tatarischen Autonomie bezeichnet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Entscheidung der russischen Regierung, die tatarische Polizei nun dem russischen Innenministerium zu unterstellen. Der Folterskandal in Kasan ist entsetzlich. Aber die Moskauer Kontrolle über die Polizei in Tatarstan wird nicht dazu führen, dass weniger gefoltert wird.