Die kritische Berichterstattung zur politischen Entwicklung in Russland klammert nur allzu oft die Lage im Nordkaukasus aus. Dabei ist die Menschenrechtslage äußerst bedrückend. Verschwindenlassen von Zivilisten, systematische Folter in Untersuchungshaft und in Gefängnissen, Morde und Verfolgung sind an der Tagesordnung.
Der vorliegende Report dokumentiert die Menschenrechtssituation in den nordkaukasischen Republiken Dagestan, Tschetschenien und Inguschetien im Zeitraum 2010 bis September 2012. Als Quellen wurden neben Berichten internationaler und russischer bzw. kaukasischer Menschenrechtsorganisationen auch Blogbeiträge, Pressetexte und die Auswertung persönlicher Gespräche mit Repräsentanten aus den Republiken herangezogen.
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Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen Tausende Kinder aus dem nördlichen Ostpreußen vor Hunger und Gewalt ins benachbarte Litauen. Viele überlebten nur, weil sie sich als sogenannte „Wolfskinder“ allein durchschlugen. Ihr Leid wurde lange marginalisiert. Wir präsentieren eine neue, dreisprachige Publikation (deutsch, englisch, litauisch), die den aktuellen Forschungs- und Rezeptionsstand erstmals vergleichend im europäischen Kontext zugänglich macht.
Minderheiten in Syrien nach dem Sturz des Assad-Regimes: Reisebericht von Dr. Kamal Sido
Zum ersten Jahrestag der Massaker an Syriens alawitischer Bevölkerung am 7. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Reisebericht ihres Nahostreferenten Dr. Kamal Sido. Er besuchte im April 2025 alawitische Städte und Dörfer, etwa einen Monat nach Beginn der Angriffe des neuen sunnitisch-islamistischen Regimes auf die Alawiten.