Brüchiger Frieden in Mali sechs Monate nach Unterzeichnung eines Friedensabkommens
Sechs Monate nach der Unterzeichnung eines Friedensabkommens für Mali und wenige Wochen vor der Stationierung von Bundeswehrsoldaten im Norden des Landes hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine zügigere und konsequentere Umsetzung des Friedensvertrags angemahnt.
Mali: MINUSMA ist gefährlichste UN-Friedensmission seit 90er-Jahren
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor den Gefahren der geplanten Ausweitung des Friedenstruppen-Einsatzes der Bundeswehr in Mali und fordert mehr Anstrengungen für eine Versöhnung in dem von Konflikten gezeichneten Land.
Mali: 22 Tote bei Kämpfen zwischen Tuareg und Regierungsmilizen
Nach schweren Kämpfen zwischen Tuareg und regierungstreuen Milizen im Norden Malis hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) vor einem möglichen Kampfeinsatz der Bundeswehr in der Region nachdrücklich gewarnt.
Frieden für Nord-Mali rückt in weite Ferne – Deutschland soll nicht nur Soldaten ausbilden, sondern sich für Frieden einsetzen
In Mali droht ein neuer Krieg zwischen Tuareg-Bewegungen und der Armee sowie regierungsnahen Milizen auszubrechen. Davor warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation starben seit Ende April 2015 mindestens 19 Menschen bei Kämpfen um fünf Dörfer und Städte im Zentrum des nordwestafrikanischen Landes.
Deutschland soll den Schutz von Frauen im Krieg zum Leitmotto seiner G 7-Präsidentschaft machen
Zum Internationalen Frauentag hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die deutsche Bundesregierung aufgefordert, den Schutz von Frauen vor Gewalt im Krieg zu einem Leitmotto seiner G 7-Präsidentschaft zu machen. Die anhaltende Gewalt gegen Frauen und Mädchen in bewaffneten Konflikten im Irak, in der Ost-Ukraine, Darfur, Südsudan, Kongo, Nigeria, Mali, Indien und Burma zeigt, dass Frauen noch immer wenig Schutz in Kriegsgebieten bekommen.
Ertüchtigungsstrategie greift in Mali zu kurz – Politisches Gesamtkonzept fehlt – Sicherheitslage wird immer prekärer
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die geplante Verlängerung des Ausbildungseinsatzes der Bundeswehr in Mali kritisiert. Ohne ein politisches Gesamtkonzept für Frieden und Stabilität in Nord-Mali bleibt die Ausbildungsmission Flickschusterei.
Steiniger Weg zum Frieden in Nord-Mali – Spekulationen über Flugzeugabsturz offenbaren Misstrauen gegen Tuareg
Mit Erleichterung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die Unterzeichnung einer Roadmap für Friedensverhandlungen zwischen Tuareg-Rebellen und der Regierung Malis gestern Abend in Algier reagiert. Die Einigung auf einen Fahrplan für Friedensverhandlungen zwischen den Konfliktparteien in Nord-Mali ist ein erstes ermutigendes Zeichen. Doch der Weg zu einem dauerhaften Frieden ist noch sehr steinig.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat eine kritische Bilanz der „Operation Serval“ französischer Truppen in Mali gezogen, mit der der Vormarsch radikaler Islamisten gestoppt und der Staat Mali stabilisiert werden sollte. Anderthalb Jahre nach Beginn der französischen Intervention erlebt Nord-Mali eine neue Welle der Gewalt. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann radikale Islamisten auch wieder Kontrolle über größere Landstriche und Städte im Norden Malis bekommen werden.