EU-Ausbildungsmission wird ohne Armeereform scheitern – Mali braucht Hilfe, aber keine Feigenblattaktion
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die geplante deutsche Beteiligung an einer Ausbildungsmission für Malis Armee kritisiert. Diese Mission wird nicht zur Stabilisierung Nord-Malis beitragen, sondern ist reine Geldverschwendung.
Feuergefecht unter malischen Soldaten schürt Zweifel an EU-Ausbildungsmission
Massive Zweifel am Sinn der geplanten EU-Ausbildungsmission für Malis Armee hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) geäußert. Ohne eine umfassende Reform des gesamten Sicherheitssektors in Mali wird es keine dauerhafte Stabilisierung des Landes geben.
Frankreich soll sich für UN-Menschenrechtsbeobachter in Nord-Mali einsetzen – Tuareg fürchten Rückzug französischer Armee
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat an Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande appelliert, sich bei seinem heutigen Besuch in Mali für die Zulassung von UN-Menschenrechtsbeobachtern in Nord-Mali einzusetzen.
Menschenrechtsbeobachter der Vereinten Nationen sollen Vorwürfe untersuchen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die unverzügliche Entsendung von Menschenrechtsbeobachtern der Vereinten Nationen nach Zentral- und Nord-Mali gefordert. Sie sollen Vorwürfe untersuchen, in jüngst von radikalen Islamisten zurückeroberten Städten seien Menschenrechtsverletzungen von der malischen Armee verübt worden, erklärte die GfbV am Mittwoch in Göttingen.
Mehrere tausend Tuareg fliehen aus Angst vor Luftangriffen aus Stadt im Nordosten Malis
Rund die Hälfte der 25.600 in der Stadt Kidal im Nordosten Malis lebenden Tuareg ist in den letzten Tagen aus der Stadt geflohen, um im benachbarten Algerien Zuflucht zu suchen. Dies erklärte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag in Göttingen.
Wenn es die internationale Gemeinschaft mit dem Kampf gegen radikale Islamisten in Nordwestafrika ernst meint, dann darf sie nicht erneut Lösegeld für die Freilassung ihrer entführten Staatsbürger zahlen, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).
Ein Jahr Chaos in Mali – Ohne Zugeständnisse an Tuareg gibt es keinen dauerhaften Frieden
Anlässlich des Ausbruchs des Bürgerkriegs in Mali vor einem Jahr hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) daran erinnert, dass nicht radikale Islamisten, sondern ein Tuareg-Aufstand den Krieg auslösten. Ohne maßgebliche Zugeständnisse an die Tuareg wird es auch keinen dauerhaften Frieden im Norden Malis geben.